Katrín Jakobsdóttir

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Katrín Jakobsdóttir (2009)

Katrín Jakobsdóttir ([ˈkʰaːtrin ˈjaːkɔpsˌtouhtɪr̥]; * 1. Februar 1976 in Reykjavík) ist eine isländische Politikerin (Links-Grüne Bewegung) und seit November 2017 Premierministerin Islands. Sie war von Februar 2009 bis Mai 2013 Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur und ist seit Februar 2013 Vorsitzende der Links-Grünen Bewegung.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katrín Jakobsdóttir schloss 1999 ihr Studium der isländischen und der französischen Sprache ab. 2004 erhielt sie an der Universität Island den Master of Arts in Isländischer Literatur für eine Arbeit über den populären isländischen Kriminalautor Arnaldur Indriðason.

Seit 2007 gehört sie für den Wahlkreis Reykjavík-Nord dem isländischen Parlament an. Am 1. Februar 2009 wurde sie Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur sowie Ministerin für nordische Zusammenarbeit in der Regierung Jóhanna Sigurðardóttir I. Sie blieb nach den Wahlen im April 2009 als Mitglied der Regierung Jóhanna Sigurðardóttir II im Amt. Ihr Nachfolger als Bildungsminister war ab dem 23. Mai 2013 Illugi Gunnarsson im Kabinett Sigmundur Davíð Gunnlaugsson.

Von 2002 bis 2003 war sie Vorsitzende der Jungen Links-Grünen und von 2003 bis 2013 stellvertretende Parteivorsitzende. Seit 2013 hat sie den Parteivorsitz inne.[1]

Nach der Parlamentswahl in Island 2017 wurde die Links-Grüne Bewegung mit fast 17 Prozent der Stimmen zweitstärkste Kraft. Da die stimmenstärkste Unabhängigkeitspartei keine Partner für Koalitionsverhandlungen fand, erhielt Katrín Jakobsdóttir den Auftrag zur Regierungsbildung. In einem Regierungsbündnis mit der Unabhängigkeitspartei und der Fortschrittspartei ist sie Premierministerin des Kabinetts Katrín Jakobsdóttir.[2]

Familie und Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katrín Jakobsdóttirs Vater Jakob Ármannsson war Banker und Lehrer. Ihre Mutter, die Psychologin Signý Thoroddsen, war eine Tochter des Althing-Abgeordneten Sigurður S. Thoroddsen. Katrin Jakobsdóttir ist verheiratet und hat drei Söhne.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Glæpurinn sem ekki fannst: saga og þróun íslenskra glæpasagna. Háskolaútg, Reykjavík, 2001.
  • Eiskalte Morde auf der eisigen Insel: Eine Geschichte der isländischen Kriminalliteratur. In: Jost Hindersmann (Hrsg.): Fjorde, Elche, Mörder: der skandinavische Kriminalroman. NordPark, Wuppertal, 2006, ISBN 978-393-54211-6-4, S. 188–198.
  • Krimineller Einblick in die isländische Gesellschaft: Die Kriminalromane von Arnaldur Indriðason. In: Jost Hindersmann (Hrsg.): Fjorde, Elche, Mörder: der skandinavische Kriminalroman. NordPark, Wuppertal, 2006, ISBN 978-393-54211-6-4, S. 301–308.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Katrín Jakobsdóttir – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Æviágrip: Katrín Jakobsdóttir. Alþingi, 8. September 2016; abgerufen am 29. Oktober 2016 (isländisch).
  2. Links-Grüne Jakobsdóttir wird Premierministerin Islands. In: Der Standard. 30. November 2017; abgerufen am 30. November 2017.
Island Anmerkung zu isländischen Personennamen: Isländer werden mit dem Vornamen oder mit Vor- und Nachnamen, jedoch nicht allein mit dem Nachnamen bezeichnet. Weiterführende Informationen finden sich unter Isländischer Personenname.