Geldwert

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Der Geldwert, auch Kaufkraft, gibt an, welche Gütermenge mit einem bestimmten Geldbetrag gekauft werden kann.[1]

Der Binnenwert der Währung kann nur in Bezug auf bestimmte Güter gemessen werden. Meist wird dazu ein repräsentativer Warenkorb zusammengestellt, der die typischen Güter enthält, die von einem Durchschnittshaushalt gekauft werden. Daraus kann ein sogenannter Preisindex für die Lebenshaltung ermittelt werden. Steigt oder sinkt der Preisindex, hat sich die Kaufkraft des Geldes in Bezug auf die Güter des Warenkorbes entsprechend verringert oder erhöht. Die Kaufkraft des Geldes verhält sich demnach umgekehrt proportional zum Preisniveau.[2]

Der nominelle Außenwert der Währung ergibt sich aus dem Wechselkurs im Verhältnis zu anderen Währungen. Der reale Außenwert kann vom nominellen Außenwert abweichen. Ein Konzept zum Vergleich der realen nationalen und internationalen Kaufkraft einer Währung ist die Kaufkraftparität,[1] die oft auf Basis des Bruttoinlandsproduktes oder eines Warenkorbes dargestellt wird. Innerhalb des Euroraumes und der EU wird der Kaufkraftstandard (KKS) in Form einer fiktiven Währung verwendet, über die der Euro mit einem Prozentwert zum europäischen Mittelwert in das nationale Preisniveau umgerechnet werden kann.

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Stichwort: Geldwert. In: Gabler Wirtschaftslexikon online, Springer Gabler Verlag.
  2. Das Lexikon der Wirtschaft 2004; Hrsg. Bundeszentrale für Politische Bildung, S. 108.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wiktionary: geldwert – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wiktionary: Kaufkraft – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen