Kirchhof (Melsungen)

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Kirchhof
Stadt Melsungen
Koordinaten: 51° 8′ 29″ N, 9° 35′ 47″ O
Höhe: 229 m
Fläche: 4,54 km²[1]
Einwohner: 4801 (2020) ca.[2]
Bevölkerungsdichte: 1.057 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Februar 1971
Postleitzahl: 34212
Vorwahl: 05661

Kirchhof ist ein Stadtteil von Melsungen im nordhessischen Schwalm-Eder-Kreis in Nordhessen.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchhof liegt im Melsunger Bergland rund 4 km (Luftlinie) ostnordöstlich des Zentrums der Melsunger Kernstadt. Durchflossen wird das von Wald umgebene Dorf vom Fulda-Zufluss Kehrenbach, in den etwas östlich der Ortschaft der Ohebach mündet. Hindurch verläuft die Landesstraße 3147, die wie der Kehrenbach südwestlich des Dorfes von der 306 m langen Kehrenbach-Talbrücke der Schnellfahrstrecke Hannover–Würzburg überbrückt ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde der Ort im Jahre 1303 als "Kirchhob" unter Landgraf Heinrich I. Im Jahr 1420 gehörte das Dorf, erstmals unter dem Namen "Kirchhof", zum Amt Melsungen. Weitere Erwähnungen fanden unter den folgenden Ortsname statt: villa Kirchob (1374), Kirchob (1420).

Von 1826 von 1828 wurde die heutige Kirche erbaut.[3]

Gebietsreform[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die zuvor selbstständige Gemeinde Kirchhof wurde im Zuge der Gebietsreform in Hessen am 1. Februar 1971 auf freiwilliger Basis in die Stadt Melsungen eingemeindet.[4][5] Für Kirchhof wie für alle bei der Gebietsreform eingegliederten Gemeinden, wurde ein Ortsbezirk mit Ortsbeirat und Ortsvorsteher nach der Hessischen Gemeindeordnung gebildet.[6]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

  • 1585: 19 Haushaltungen
  • 1747: 38 Haushaltungen
Kirchhof: Einwohnerzahlen von 1834 bis 2020
Jahr  Einwohner
1834
  
373
1840
  
387
1846
  
381
1852
  
397
1858
  
371
1864
  
388
1871
  
395
1875
  
406
1885
  
378
1895
  
391
1905
  
398
1910
  
416
1925
  
412
1939
  
403
1946
  
544
1950
  
548
1956
  
445
1961
  
464
1967
  
480
1970
  
513
1980
  
?
1990
  
542
2003
  
572
2011
  
498
2020
  
420
Datenquelle: Histo­risches Ge­mein­de­ver­zeich­nis für Hessen: Die Be­völ­ke­rung der Ge­mei­nden 1834 bis 1967. Wies­baden: Hes­sisches Statis­tisches Lan­des­amt, 1968.
Weitere Quellen: [1]; 1970:[5] Dorfcronik:[2]; Zensus 2011[7]

Religionszugehörigkeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Quelle: Historisches Ortslexikon[1]

• 1885: 377 evangelische (= 99,74 %), ein katholischer (= 0,26 %) Einwohner
• 1961: 433 evangelische (= 93,32 %), 25 katholische (= 5,39 %) Einwohner

Sport[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Überregionale Bekanntheit erlangte das Dorf durch die Frauenhandballmannschaft der SG 09 Kirchhof.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d Kirchhof, Schwalm-Eder-Kreis. Historisches Ortslexikon für Hessen. (Stand: 10. Juni 2020). In: Landesgeschichtliches Informationssystem Hessen (LAGIS).
  2. a b Kirchhof Chronik. In: www.melsungen-kirchhof.de. Abgerufen im Oktober 2020.
  3. Gemeinde Kirchhof: Gemeinde Kirchhof - Chronik. (Nicht mehr online verfügbar.) In: www.melsungen-kirchhof.de. Archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 11. Oktober 2016.
  4. Gemeindegebietsreform: Zusammenschlüssen und Eingliederungen von Gemeinden vom 20. Januar 1971. In: Der Hessische Minister des Inneren (Hrsg.): Staatsanzeiger für das Land Hessen. 1971 Nr. 6, S. 248, Punkt 328, Abs. 41 (Online beim Informationssystem des Hessischen Landtags [PDF; 6,2 MB]).
  5. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 404.
  6. Hauptsatzung. (PDF; 143 kB) § 5. In: Webauftritt. Stadt Mesungen, abgerufen im Oktober 2020.
  7. Ausgewählte Daten über Bevölkerung und Haushalte am 9. Mai 2011 in den hessischen Gemeinden und Gemeindeteilen. (PDF; 1,1 MB) In: Zensus 2011. Hessisches Statistisches Landesamt;