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Klaus-Michael Mallmann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Klaus-Michael Mallmann (* 3. November 1948 in Kaiserslautern) ist ein deutscher Historiker.

Nach dem Abitur am Neusprachlich-Naturwissenschaftlichen Gymnasium am Rittersberg in Kaiserslautern im Juni 1967 und dem Grundwehrdienst bei der Heeresfliegertruppe in Zweibrücken und München begann Mallmann ein Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Mannheim. Seit 1969 studierte er Geschichte, Sozialkunde, Geographie und Germanistik an die Universität des Saarlandes in Saarbrücken. Sein Studium schloss er 1976 mit dem Staatsexamen in Geschichte, Sozialkunde und Germanistik ab. Im Juli 1980 wurde er bei Ernst Klein an der Philosophischen Fakultät der Universität des Saarlandes mit einer Arbeit über Die Anfänge der Bergarbeiterbewegung an der Saar (1848–1904) promoviert (Zweitgutachter war Peter Blickle).

Von 1976 bis 1987 arbeitete er als Journalist beim Saarländischen Rundfunk und erhielt 1979 den Kurt-Magnus-Preis der ARD. Von 1988 bis 1992 war er Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität des Saarlandes im Rahmen des Forschungsprojekts „Widerstand und Verweigerung im Saarland 1935–1945“. Nach seiner Mitarbeit am Forschungsprojekt „Die Gestapo 1933–1945“ an der Freien Universität Berlin habilitierte er sich 1995 an der Universität Essen mit einer Studie zur Sozialgeschichte des deutschen Kommunismus 1918–1933 und lehrte dort als Privatdozent.

Seit 2001 wirkt Mallmann an der Universität Stuttgart, wo er von 2004 bis zu seinem Ruhestand 2013 als außerplanmäßiger Professor und wissenschaftlicher Leiter der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart tätig war,[1] die mit der Zentralen Stelle der Landesjustizverwaltungen zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen kooperiert.[2] Er ist Herausgeber sowie Mitautor einer Reihe von Bänden dieser Institution zur NS-Täterforschung.[3]

Schriften (Auswahl)

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  • Die Anfänge der Bergarbeiterbewegung an der Saar (1848–1904). Minerva-Verlag, Saarbrücken 1981, ISBN 3-477-00065-X (Zugl.: Saarbrücken, Univ., Diss., 1980).
  • Kommunisten in der Weimarer Republik. Sozialgeschichte einer revolutionären Bewegung. WBG, Darmstadt 1996, ISBN 3-534-13045-6 (Zugl.: Essen, Univ., Habil.-Schr., 1995).
  • Der Krieg im Dunkeln. Das Unternehmen »Zeppelin« 1942–1945, in: Michael Wildt (Hrsg.): Nachrichtendienst, politische Elite und Mordeinheit. Der Sicherheitsdienst des Reichsführers SS, Hamburger Edition, Hamburg 2003; ISBN 3-930908-84-0, S. 324–346.
  • (Hrsg.) Deutscher Osten 1939–1945. Der Weltanschauungskrieg in Photos und Texten, WGB, Darmstadt 2003, ISBN 3-534-16023-1.
  • (Hrsg.) Karrieren der Gewalt. Nationalsozialistische Täterbiographien, WGB, Darmstadt, 2. Aufl. 2011 (Erstaufl. 2004), ISBN 978-3-534-23811-8.
  • (zusammen mit Martin Cüppers): Halbmond und Hakenkreuz. Das Dritte Reich, die Araber und Palästina, WGB, Darmstadt, 3. Aufl. 2011 (Erstaufl. 2006), ISBN 978-3-534-24025-8.
  • (Hrsg. mit Andrej Angrick, Jürgen Matthäus und Martin Cüppers): Die „Ereignismeldungen UdSSR“ 1941. WBG, Darmstadt 2011, ISBN 978-3-534-24468-3.
  • (Hrsg. mit Andrej Angrick, Jürgen Matthäus und Martin Cüppers): Deutsche Besatzungsherrschaft in der UdSSR (= Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart. Band 2). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 2013, ISBN 978-3-534-248902.
  1. Einsicht 12. Bulletin des Fritz-Bauer-Instituts. Frankfurt 2014, S. 63 (PDF (Memento vom 9. November 2014 im Internet Archive)).
  2. Profil der Forschungsstelle Ludwigsburg.
  3. Veröffentlichungen der Forschungsstelle Ludwigsburg der Universität Stuttgart.