Klaus Thunemann

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Klaus Thunemann (* 19. April 1937 in Magdeburg) ist ein deutscher Fagottist.

Nach dem Studium an der Hochschule für Musik in Berlin bei Willy Fugmann erhielt er Engagements als Solo-Fagottist beim Sinfonieorchester Münster und zwischen 1962 und 1978 beim NDR Sinfonieorchester in Hamburg. Beim 14. Internationalen Musikwettbewerb der ARD 1965 gewann er den Preis für Fagott.[1][2] Nach Lehrtätigkeit an der Hochschule für Musik und Theater Hannover seit 1978 wurde er 1997 Professor an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin. Während seiner Zeit als Professor ermöglichte Thunemann unzähligen Schülern bedeutende Positionen in Orchestern im In- und Ausland (Berliner Philharmoniker, Concertgebouw-Orchester, Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und viele andere). Im Sommer 2005 wurde er emeritiert. Seit 2008 ist er Professor an der Escuela Superior de Música Reina Sofía in Madrid.[3] An der Barenboim-Said-Akademie gehört er als Professor für Kammermusik dem Lehrkörper an.[4]

Thunemann arbeitete als Solist mit allen bedeutenden Dirigenten und Orchestern sowie als Kammermusiker mit Künstlern wie Heinz Holliger und András Schiff. Es liegen zahlreiche Einspielungen von ihm vor; 1974 arbeitete er auch im Bereich des Jazz (Michael Naura Vanessa).[5] Im Jahre 2006 erhielt Klaus Thunemann für sein langjähriges Wirken als Künstler und Pädagoge das Bundesverdienstkreuz.

Schüler von ihm sind unter anderem Sergio Azzolini, Dag Jensen, Gustavo Nunez, Nikolaus Maler und Stefan Schweigert.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Preisträger Fagott des Internationalen Musikwettbewerbs der ARD. In: Internationaler ARD-Musikwettbewerb. Bayerischer Rundfunk, 27. November 2019, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  2. Abendschau: Preisträger ARD-Musikwettbewerb. In: SWR Retro. ARD Mediathek, Südwestrundfunk, 3. Dezember 1965, abgerufen am 22. Januar 2020.
  3. Klaus Thunemann. Biography. Escuela Superior de Música Reina Sofía, 2019, abgerufen am 5. Oktober 2020 (englisch).
  4. Prof. Klaus Thunemann. Biographie. Barenboim-Said Akademie, 2020, abgerufen am 5. Oktober 2020.
  5. David A. Wells: Klaus Thunemann’s Foray into Jazz. 8. Oktober 2013, abgerufen am 5. Oktober 2020 (englisch).