Kloster Dalon

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Zisterzienserabtei Dalon
Lage FrankreichFrankreich Frankreich
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Koordinaten: 45° 16′ N, 1° 14′ OKoordinaten: 45° 16′ 24″ N, 1° 13′ 31″ O
Ordnungsnummer
nach Janauschek
375
Gründungsjahr 1114 durch Benediktiner
zisterziensisch seit 1162
Jahr der Auflösung/
Aufhebung
1791
Mutterkloster Kloster Pontigny
Primarabtei Kloster Pontigny

Tochterklöster

Kloster Aubignac (1162)
Kloster Palais-Notre-Dame (1162)
Kloster Bonlieu (Creuse) (1162)
Kloster Loc-Dieu (1162)
Kloster Prébenoît (1162)
Kloster Bœuil (1162)

Das Kloster Dalon (Notre-Dame de Dalon; Dalona) ist eine ehemalige Zisterzienserabtei in der Gemeinde Sainte-Trie im Département Dordogne, Region Nouvelle-Aquitaine, in Frankreich. Das Kloster liegt rund 45 Kilometer nordöstlich von Périgueux und rund sieben Kilometer nordöstlich von Hautefort am Bach Dalon.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Kloster wurde 1114 auf Grund einer Stiftung von Géraud de Lastours von Géraud de Salles nach der Benediktinerregel für Eremiten gegründet. Das Kloster schloss sich zusammen mit seinen Tochterklöstern, die den Orden von Dalon bildeten, 1162 als Tochter der Primarabtei Pontigny dem Zisterzienserorden an. Dabei erhielt sie den Rang der dritten Tochter von Pontigny. Die Abtei stand unter dem Schutz von Henri II. Plantagenet und Eleonore von Aquitanien sowie von Richard Löwenherz. Der Troubadour Bertran de Born zog sich als Mönch in das Kloster zurück. Dalon besaß 22 Grangien im Perigord und an der Atlantikküste der Saintonge sowie das Priorat von Saint-Blaise. Am Ende des 12. Jahrhunderts war Dalon die wohlhabendste Abtei im Limousin mit großen landwirtschaftlichen Gütern. Das Kloster besaß auch Bedeutung als Station am Jakobsweg. Einige der Grangien wurden später in Bastiden umgewandelt. Vor allem im Hundertjährigen Krieg litt das Kloster unter Plünderungen. 1561 erlitt es einen schweren Brandschaden. Im 17. Jahrhundert wurden die Gebäude zu Ruinen. 1756 waren nurmehr vier Mönche verblieben. In der Französischen Revolution fand das Kloster sein Ende; der Käufer überließ die gesamte Anlage mit Ausnahme des Abtshauses dem Verfall.

Bauten und Anlage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der Anlage sind ein Monumentalportal aus dem 18. Jahrhundert erhalten, weiter das Abtshaus, in dem der zur Küche gewordene Kapitelsaal, dessen auf einer runden Mittelsäule ruhenden Gewölbe erhalten ist, und die zum Keller gewordene, von einer Spitztonne überwölbte Sakristei verbaut sind. Nördlich grenzt die Kirchenruine aus dem 13. Jahrhundert mit zwei vermauerten Portalen und Resten der Querhauskapellen an.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Louis Grillon: Le domaine et la vie économique de l'abbaye cistercienne de Notre-Dame de Dalon en Bas-Limousin. Bordeaux 1964(Mémoire ou thèse).
  • Jean-Pierre Laussac, Louis Grillon: L'abbaye de Dalon sous les abbés commendataires François et Louis de La Fayette (1634-1729). In: Revue de la Société des Lettres. Sciences et Arts de la Corrèze. Bd. 106, 2003, ISSN 1148-8557, S. 349–369, online (PDF; 3,41 MB).
  • Madeleine van Mieghem: L'abbaye cistercienne de Notre-Dame du Dalon. De 1790 à 1814. M. van Mieghem, Sainte-Fortunade 1976.
  • Bernard Peugniez: Routier cistercien. Abbayes et sites. France, Belgique, Luxembourg, Suisse. Nouvelle édition augmentée. Éditions Gaud, Moisenay 2001, ISBN 2-84080-044-6, S. 23–24.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]