Sainte-Trie

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Sainte-Trie
Sent Trían
Sainte-Trie (Frankreich)
Sainte-Trie
Region Nouvelle-Aquitaine
Département Dordogne
Arrondissement Sarlat-la-Canéda
Kanton Haut-Périgord Noir
Gemeindeverband Terrassonnais en Périgord Noir Thenon Hautefort
Koordinaten 45° 18′ N, 1° 12′ OKoordinaten: 45° 18′ N, 1° 12′ O
Höhe 167–276 m
Fläche 10,91 km2
Einwohner 109 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 10 Einw./km2
Postleitzahl 24160
INSEE-Code
Website Sergeac

Sainte-Trie – Kirche Saint-Trojan

Sainte-Trie (okzitanisch Sent Trían) ist ein Ort und eine aus mehreren Weilern (hameaux) und Einzelgehöften bestehende Gemeinde mit 109 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Osten des südfranzösischen Départements Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine.

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sainte-Trie liegt gut 64 km (Fahrtstrecke) nördlich der Stadt Sarlat-la-Canéda bzw. gut 48 km nordöstlich von Périgueux in einer Höhe von ca. 235 m ü. d. M.[1] Das Klima ist gemäßigt und wird gleichermaßen vom Atlantik wie von den Bergen des Zentralmassivs beeinflusst.[2]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1800 1851 1901 1954 1999 2014
Einwohner 234 458 366 183 148 109

Der kontinuierliche Bevölkerungsrückgang in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist im Wesentlichen auf die Reblauskrise im Weinbau und die zunehmende Mechanisierung der Landwirtschaft sowie den jeweils damit einhergehenden Verlust an Arbeitsplätzen zurückzuführen.

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bewohner der Gemeinde lebten jahrhundertelang als Selbstversorger von den Erträgen ihrer Felder und Gärten; daneben wurden auch Viehzucht, ein wenig Weinbau und die Anpflanzung von Esskastanien betrieben. Im Ort selbst siedelten auch Handwerker, Kleinhändler und Dienstleister. Seit den 1960er Jahren werden einige der leerstehenden Häuser als Ferienwohnungen (gîtes) genutzt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kirche in Sainte-Trie ist bereits im Jahr 1047 unter dem Namen Ecclesia Sancti Trojani bezeugt; der im Lauf der Zeit feminisierte Name bezieht sich auf den hl. Trojanus von Saintes.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der Ursprung der Pfarrkirche Saint-Trojan liegt im 12. Jahrhundert; aus dieser Zeit stammt noch das Portal. Die anderen Teile wurden in den nachfolgenden Jahrhunderten erneuert. Imposant und mit Strebepfeilern verstärkt ist die Fassade mit ihrem zweigeteilten Glockengiebel. Im Innern der einschiffigen Kirche befindet sich eine Pietà aus Holz aus dem 13. und eine steinerne Liegefigur (gisant) aus dem 14. Jahrhundert; letztere ist seit dem Jahr 1947 als Monument historique anerkannt.[3]
  • Auf dem Gemeindegebiet, aber rund fünf Kilometer südöstlich von Sainte-Trie am Bach Dalon in einer Höhe von rund 185 m ü. d. M.[4] befinden sich die Ruinen der mittelalterlichen Zisterzienser-Abtei Dalon.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Sainte-Trie – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sainte-Trie – Karte mit Höhenangaben
  2. Brive-la-Gaillarde/Sainte-Trie – Klimatabellen
  3. Sainte-Trie – Gisant in der Palissy-Datenbank des französischen Kulturministeriums (französisch)
  4. Kloster Dalon – Karte mit Höhenangaben