Klosterlangheim

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Klosterlangheim
Wappen von Klosterlangheim
Koordinaten: 50° 6′ 44″ N, 11° 6′ 40″ O
Höhe: 311 m ü. NN
Einwohner: 378 (20. Feb. 2009)[1]
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 96215
Klosterlangheim (Bayern)
Klosterlangheim

Lage von Klosterlangheim in Bayern

Bild von Klosterlangheim

Klosterlangheim, heute ein Stadtteil von Lichtenfels, geht zurück auf das bedeutende Zisterzienser-Kloster Langheim, das 1132/33 gegründet und 1803 aufgehoben wurde. Die verbliebenen groß dimensionierten Gebäude erinnern noch heute an das Kloster, das hier 670 Jahre lang bestand.

Der umfangreiche klösterliche Gebäudekomplex mit der großen Kirche wurde 1802 durch einen Brand teilweise beschädigt. Nach der Säkularisation 1803 wurden die nicht länger benötigten Gebäude auf Abbruch verkauft und während der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts abgetragen.

Von der ehemaligen Klosteranlage sind die profanierte Katharinenkapelle (13. Jahrhundert), die Sepulturkapelle (1625), Teile des barocken Konventbaus, ein kleiner Rest der barocken Abtei, der Ökonomiehof (18. Jahrhundert) und weitere Wirtschaftsgebäude erhalten.

Nach der Säkularisation wurde der Ort zunächst gemeinsam mit dem benachbarten Roth zu einer Gemeinde zusammengefasst. Am 1. April 1951 wurde die Gemeinde Langheim selbständig,[2] seit 1957 trägt sie den Namen Klosterlangheim, seit dem 1. Juli 1974 gehört sie zu der etwa fünf Kilometer entfernten Stadt Lichtenfels.[3] Klosterlangheim hat etwa 380 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Baudenkmäler in Lichtenfels (Oberfranken) sind für Klosterlangheim 22 Baudenkmäler ausgewiesen.

In dem baulichen Rest der barocken Abtei gibt es seit 1982 ein Heimatmuseum, das an die Geschichte des Klosters und des Ortes erinnert. Gegründet und betreut wurde es vom Verein der Heimatfreunde Klosterlangheim.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ferdinand Geldner: Langheim. Wirken und Schicksal eines fränkischen Zisterzienser-Klosters. 2. Auflage mit einem Nachwort von Günter Dippold, Lichtenfels 1990.
  • Klosterlangheim. Symposion veranstaltet von der Hanns-Seidel-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Otto-Friedrich-Universität Bamberg und dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. München 1994 (Arbeitsheft 65 des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege).
  • Günter Dippold: Die Klostersäkularisation von 1802/03. Das Beispiel Langheim. Bayreuth 2003, (Heimatbeilage zum Oberfränkischen Schulanzeiger 307).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Klosterlangheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Klosterlangheim auf der Webseite der Stadt Lichtenfels. Abgerufen am 2. Juli 2011
  2. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 511.
  3. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 694.