Knöselbach

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Knöselbach
Daten
Gewässerkennzahl DE: 2769392
Lage Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Ruhr → Rhein → Nordsee
Quelle In Haar
51° 26′ 8″ N, 7° 12′ 56″ O
Quellhöhe ca. 144 m ü. NN[1]
Mündung Bei Welper in die RuhrKoordinaten: 51° 25′ 3″ N, 7° 12′ 32″ O
51° 25′ 3″ N, 7° 12′ 32″ O
Mündungshöhe ca. 68 m ü. NN[1]
Höhenunterschied ca. 76 m
Sohlgefälle ca. 31 ‰
Länge 2,4 km[2]
Einzugsgebiet 4,9 km²[2]

Der Knöselbach (früher Rautendeller Bach) ist ein Fließgewässer zwischen den Bochumer Stadtteilen Sundern und Stiepel. Er gilt hinter dem Lottenbach als größtes weitgehend erhaltenes Bachsystem im Süden Bochums.[3] Sein wichtigster Zufluss ist der Ranterdeller Bach.

In seinem Tal befanden sich mehrere kleine Bergwerke, darunter die Zeche am Bliestollen, die urkundlich bereits 1627 erwähnt wurde. In ihren Stollen wurde Blei abgebaut. 1828 wurde hier für den Kohlebergbau eine Pferdeschleppbahn bis zur Ruhr angelegt, 1865 eine zweigleisige Dampfhaspelbahn. Im Jahre 1910 wurde in Stiepel die Kanalisation eingeführt, die dem Bach aber auch Wasser vorenthält. Bei einer ehemaligen Mühle befinden sich Fischteiche. Zum Schluss durchquert er die mit Kopfweiden bepflanzten Ruhrwiesen. Dieser Bereich ist Wasserschutzgebiet und wird zur Wassergewinnung genutzt.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Topografische Karte 1:25.000
  2. a b Topographisches Informationsmanagement, Bezirksregierung Köln, Abteilung GEObasis NRW (Hinweise)
  3. Michael Weeke: Kanäle graben Bächen Wasser ab. In: WAZ, Lokalteil Bochum, 13. November 2007