komba

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
komba gewerkschaft
Komba-Logo.svg
Zweck: Gewerkschaft
Vorsitz: Andreas Hemsing
Gründungsdatum: 8. Juli 1920
Mitgliederzahl: etwa 90.000[1]
Sitz: Berlin
Website: www.komba.de

Die komba gewerkschaft ist die einzige deutsche Fachgewerkschaft für Beschäftigte der Kommunen, ihrer privatisierten Dienstleistungsunternehmen und der entsprechend im Landesdienst Tätigen. Sie ist demokratisch, parteipolitisch unabhängig und dezentral organisiert in 16 Landesgewerkschaften sowie weiteren Mitgliedsgewerkschaften. Bundesvorsitzender ist seit Dezember 2017 Andreas Hemsing.

Die komba gewerkschaft ist mit ca. 90.000 Mitgliedern eine der größten Gewerkschaften im DBB Beamtenbund und Tarifunion. Der Landesverband Nordrhein-Westfalen, ebenfalls unter der Leitung von Andreas Hemsing, ist mit ca. 40.000 Mitgliedern der größte Landesverband in der komba.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bundesverband der komba wurde am 8. Juli 1920 als Reichsbund der Kommunalbeamten und -angestellten ins Vereinsregister eingetragen. Verbunden haben sich mehrere Vorläufergewerkschaften auf Landes- und Provinzebene, die sich Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts gegründet hatten. Der bedeutendste Landesverband war der Verband der städtischen Beamten der Provinz Brandenburg, der am 17. Dezember 1893 gegründet wurde. Dieses Datum wird als Geburtsstunde der komba gewerkschaft angesehen.

Zur Zeit des Nationalsozialismus wurde die Gewerkschaft aufgelöst.

In Preußen wurde die Gewerkschaft am 12. Mai 1945 neu gegründet, was von den Besatzungsmächten jedoch unterdrückt wurde. Im Westen Preußens entstand am 15. Januar 1949 schließlich doch ein neuer Landesverband. Auf Bundesebene hieß die Gewerkschaft ab 1951 Bund Deutscher Kommunalbeamter und -angestellten. Die Tariffähigkeit wurde von Arbeitgeberseite am 10. Oktober 1951 anerkannt.

In den 1950er Jahren schloss sich die komba mit anderen Organisationen zusammen, um am 3. Juli 1956 die Gemeinschaft tariffähiger Verbände im Deutschen Beamtenbund zu gründen, aus der der DBB Beamtenbund und Tarifunion hervorging.

Nach der Wende wurden auch in den neuen Bundesländern Landesverbände gegründet, so dass in allen Bundesländern Verbände bestanden. Anfang 2004 meldete der Landesverband Berlin Insolvenz an und wurde ausgeschlossen. Neu gegründet wurde die gkl berlin, die Mitglied im DBB ist.

Inhaltliche Schwerpunkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die inhaltlichen Schwerpunkte ergeben sich aus dem Grundsatzprogramm 2004[2] und dem Berliner Programm 2007:[3] Beispiele:

  • Stärkung der kommunalen Selbstverwaltung
  • Einkommenspolitik, insbesondere Gleichklang von Beamten- und Beschäftigtenbereich
  • Individuelle Förderung und Motivation der Mitarbeiter
  • Verbesserungen im Beamtenrecht
  • Ablehnung von Privatisierungstendenzen
  • Steigerung der Attraktivität und Nachwuchsgewinnung
  • Gerechte Versorgung im Alter

Ausschüsse, Fachbereiche, Arbeitskreis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gewerkschaft hat folgende Ausschüsse, Fachbereiche und Arbeitskreis:

  • Dienstrechtsausschuss – Vorsitzender: Ansgar Günther
  • Bundestarifausschuss – Vorsitzende: Sandra van Heemskerk
  • Ausschuss für Frauenpolitik und Gleichstellungsfragen – Vorsitzende: Elke Stirken
  • Bundesseniorenvertretung – Vorsitzender: Klaus-Dieter Schulze
  • Bundesfachbereich Feuerwehr und Rettungsdienst – Vorsitzender: Valentino Tagliafierro
  • Bundesfachbereich Gesundheit und Pflege – Vorsitzender: Michael Kehren
  • Bundesfachbereich Ver- und Entsorgung – Vorsitzender: Frank Fischer
  • Bundesfachbereich Verkehrsflughäfen – Vorsitzende: Birgit Kother
  • Bundesfachbereich Technik, Verkehr, Umwelt – Vorsitzender: Stefan Fedder
  • Bundesfachbereich Sozial- und Erziehungsdienst – Vorsitzende: Sandra van Heemskerk
  • Arbeitskreis Jobcenter

Landesgewerkschaften, Mitgliedsgewerkschaften und Partnerorganisationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die komba gewerkschaft ist demokratisch, parteipolitisch unabhängig und dezentral in 16 Landesgewerkschaften, drei Mitgliedsgewerkschaften – Verband der Landes-Beamten, -Angestellten und -Arbeiter (vdla gewerkschaft), Verband Private Sicherheit in der komba (VPS), Nahverkehrsgewerkschaft (NahVG) – und einer Partnerorganisation, dem Bundesverband der Lebensmittelkontrolleure e. V. (BVLK), organisiert.

Die Jugendorganisation der komba gewerkschaft ist die komba jugend.

Verband Private Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Verband Private Sicherheit (VPS) ist eine komba-Mitgliedsgewerkschaft, die vor allem Mitarbeiter privater Sicherheitsdienstleister insbesondere an Verkehrsflughäfen organisiert. Diese Beschäftigten wurden zunächst im Bereich Aviation in der Deutschen Polizeigewerkschaft, Landesverband Berlin, organisiert. Die Gründungsversammlung war am 25. März 2011. Später wurde der VPS dann eine komba-Mitgliedsgewerkschaft.

Während der BDSW Bundesverband der Sicherheitswirtschaft im Oktober 2012 noch erklärte, der Verband Private Sicherheit sei kein Tarifpartner an den Verkehrsflughäfen,[4] werden seit Mitte 2013 Tarifverhandlungen geführt.[5]

komba mobil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

komba mobil wurde 2006 für Beschäftigte, die überwiegend fahrende Tätigkeiten ausüben, gegründet. Die Selbsthilfehilfeeinrichtung gewährt finanzielle Unterstützung und rechtliche Beratung bei Verkehrsunfällen.[6]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. komba: komba gewerkschaft - Über uns.
  2. komba: 2004 Grundsatzprogramm. (PDF; 292 kB).
  3. komba: Berliner Programm 2007. (PDF; 831 kB).
  4. bdsw.de: BDSW: „DPolG und VPS sind keine Tarifpartner in der Luftsicherheit“. BDSW Pressemitteilung vom 12. Oktober 2012.
  5. vps-komba.de: VPS Flugblatt, vom 24. Oktober 2013.
  6. komba: komba mobil im Internet.