Konrad Mayerhoff

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Konrad Mayerhoff (* 14. April 1901 in Chemnitz; † 27. Oktober 1969 in Hamburg) war ein deutscher Schauspieler bei Bühne, Film und Fernsehen sowie Theaterregisseur.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Sohn des Kantors und Kirchenmusikdirektors Robert Franz Mayerhoff erhielt seine Schauspielausbildung bei Daniel und begann seine künstlerische Laufbahn 1920 in Dresden. Anschließend ging er ins schlesische Hirschberg und an andere deutsche Provinzbühnen und trat in den gesamten 1930er Jahren am Theater seiner Heimatstadt Chemnitz auf. Dort war er in der letzten Spielzeit 1938/39 auch als Spielleiter (Regisseur) tätig. Die Kriegsjahre verbrachte Konrad Mayerhoff überwiegend an Berliner Bühnen. In der Reichshauptstadt trat er am Theater des Volkes und dem Neuen Lustspielhaus auf. 1941/42 trat er am Deutschen Theater im besetzten Oslo (Norwegen) auf, zuletzt, Spielzeit 1943/44, hatte Mayerhoff eine Gastspieldirektion.

Grab von Konrad Mayerhoff

Nach Kriegsende übersiedelte Konrad Mayerhoff nach Hamburg, wo er bei der Real-Film auch zu filmen begann. Seine Bühnenstationen in der Hansestadt waren die Komödie, das Theater im Zimmer, das Intime Theater und zuletzt Das junge Theater. 1953 bis 1957 war er vier Spielzeiten lang Ensemblemitglied des Staatstheaters Wiesbaden, wo man ihn u. a. als McLean in „Das kleine Teehaus“, als Mitteldorf in „Der Biberpelz“, als Hektor in „Leokadia“, als Demokos in „Der trojanische Krieg findet nicht statt“ und als Daniel in „Die Räuber“ sehen konnte. Von 1959 bis 1960 war Konrad Mayerhoff am Frankfurter Theater am Roßmarkt engagiert. In den 1960er Jahren kehrte er nach Hamburg zurück und spielte dort erneut am Theater im Zimmer.

Mayerhoffs Rollen bei Film und Fernsehen kamen nur selten über Chargenpartien hinaus. Seinen letzten TV-Auftritt absolvierte er im Kriminalfilm „Exklusiv!“. Dieser bereits in Mayerhoffs Todesjahr 1969, also noch vor dem offiziellen Start der Tatort-Reihe (1970), gedrehte Film mit Kriminalkommissar Trimmel (Walter Richter) als Polizeiermittler, wurde nachträglich dieser ARD-Krimireihe eingefügt und als „Tatort“-Folge verspätet, 1971, erneut ausgestrahlt.

Seit 1938 war der Künstler, auch als Synchronsprecher und in Märchen-Hörspielen (z. B. als Kastellan in Hui Buh) tätig. Konrad Mayerhoff war mit der Schauspielerin Katharina Brauren verheiratet. Ihr Grab befindet sich auf dem evangelischen Friedhof in Ahrensburg.

Filmografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Caspar Glenzdorf: Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Band 2: Hed–Peis. Prominent-Filmverlag, Bad Münder 1961, DNB 451560744, S. 1101.
  • Herbert A. Frenzel, Hans Joachim Moser (Hrsg.): Kürschners biographisches Theater-Handbuch. Schauspiel, Oper, Film, Rundfunk. Deutschland, Österreich, Schweiz. De Gruyter, Berlin 1956, DNB 010075518, S. 476.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]