Kreis Staßfurt

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Basisdaten[1]
Bezirk der DDR Magdeburg
Kreisstadt Staßfurt
Fläche 386 km² (1989)
Einwohner 68.476 (1989)
Bevölkerungsdichte 177 Einwohner/km² (1989)
DDR-Bezirk-Magdeburg-Kreis-Staßfurt.png
Der Kreis Staßfurt im Bezirk Magdeburg
Altes Wappen der Kreisstadt Staßfurt (1960–1990)

Der Kreis Staßfurt war ein Landkreis im Bezirk Magdeburg der DDR. Von 1990 bis 1994 bestand er als Landkreis Staßfurt im Land Sachsen-Anhalt fort. Sein Gebiet gehört heute zum Salzlandkreis in Sachsen-Anhalt. Der Sitz der Kreisverwaltung befand sich in Staßfurt.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Kreis Staßfurt lag an der südlichen Bezirksgrenze des Bezirks Magdeburg.

Nachbarkreise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbarkreise waren folgende:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit der Verwaltungsreform von 1952, in der die fünf Länder auf dem Gebiet der DDR in Bezirke aufgeteilt wurden, entstand am 25. Juli 1952 als einer von 20 Kreisen des Bezirks Magdeburg der Kreis Staßfurt.[2] Die Stadt Staßfurt war als Kreisstadt Sitz des Rates des Kreises und nach 1989 des Landratsamtes. Am 17. Mai 1990 wurde der Kreis in Landkreis Staßfurt umbenannt.[3] Anlässlich der Wiedervereinigung wurde der Landkreis dem Land Sachsen-Anhalt zugesprochen. Er ging am 1. Juli 1994 im damaligen Landkreis Aschersleben-Staßfurt auf.[2]

Orte des ehemaligen Kreises Staßfurt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kfz-Kennzeichen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Den Kraftfahrzeugen (mit Ausnahme der Motorräder) und Anhängern wurden von etwa 1974 bis Ende 1990 dreibuchstabige Unterscheidungszeichen, die mit den Buchstabenpaaren HR und MR begannen, zugewiesen.[4] Die letzte für Motorräder genutzte Kennzeichenserie war HY 20-01 bis HY 45-00.[5]

Anfang 1991 erhielt der Landkreis das Unterscheidungszeichen SFT. Es wurde bis zum 30. Juni 1994 ausgegeben. Seit dem 27. November 2012 ist es im Salzlandkreis erhältlich.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistische Jahrbücher der Deutschen Demokratischen Republik. In: DigiZeitschriften. Abgerufen am 6. Oktober 2009.
  2. a b Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Gemeinden 1994 und ihre Veränderungen seit 01.01.1948 in den neuen Ländern. Metzler-Poeschel, Stuttgart 1995, ISBN 3-8246-0321-7.
  3. Gesetz über die Selbstverwaltung der Gemeinden und Landkreise in der DDR (Kommunalverfassung) vom 17. Mai 1990
  4. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 302.
  5. Andreas Herzfeld: Die Geschichte der deutschen Kennzeichen. 4. Auflage. Deutsche Gesellschaft für Flaggenkunde e. V., Berlin 2010, ISBN 978-3-935131-11-7, S. 533.