Kroppenstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Kroppenstedt
Kroppenstedt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Kroppenstedt hervorgehoben
Koordinaten: 51° 56′ N, 11° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Sachsen-Anhalt
Landkreis: Börde
Verbandsgemeinde: Westliche Börde
Höhe: 97 m ü. NHN
Fläche: 38,65 km2
Einwohner: 1448 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 37 Einwohner je km2
Postleitzahl: 39397
Vorwahl: 039264
Kfz-Kennzeichen: BK, BÖ, HDL, OC, OK, WMS, WZL
Gemeindeschlüssel: 15 0 83 355
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 7
39397 Gröningen
Webpräsenz: verbgem-westlicheboerde.de
Bürgermeister: Joachim Willamowski (CDU)
Lage der Stadt Kroppenstedt im Landkreis Börde
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Über dieses Bild

Kroppenstedt ist eine Stadt im Landkreis Börde in Sachsen-Anhalt. Sie ist Mitgliedsgemeinde der Verbandsgemeinde Westliche Börde.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die kleine Stadt in der Magdeburger Börde liegt zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Harz. Die nächstgelegenen Städte sind Oschersleben (Bode) 15 km nordwestlich, Halberstadt 20 km westlich und Quedlinburg 24 km südlich. Sie trägt den Beinamen Reithufenstadt.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals wird Kroppenstedt am 25. Mai 934 in einer Urkunde erwähnt, mit der König Heinrich I. dem Grafen Siegfried im Schwabengau seine Besitzungen in Gröningen, Kroppenstedt und Ammendorf schenkt.[2] Nach Siegfrieds Tod ging die Herrschaft über diese Gebiete an das Kloster Corvey in Höxter, unter der Bedingung dass in Westgröningen ein Filialkloster gegründet würde. Später gingen Teile in den Besitz des Bistums Halberstadt über. Stadtrecht erhielt Kroppenstedt im Jahr 1253.

In der Nähe von Kroppenstedt gibt es vier Wüstungen: Nienstedt im Norden, Ammendorf im Osten, Wendlingen im Nordwesten und das später wieder besiedelte Dalldorf im Südwesten.

Einwohnerentwicklung seit 1990[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Datum 3. Oktober 1990 1995 2000 2001 2002 2003 2004 2005 2006
Einwohner 1831 1788 1769 1751 1735 1708 1657 1624 1624

1995–2006: Stichtag jeweils am 31. Dezember des Jahres

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 42,9 %
 %
60
50
40
30
20
10
0
53,8 %
14,3 %
8,4 %
23,5 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
d Summe der Ergebnisse der angetretenen Einzelbewerber

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 setzt sich der Gemeinderat folgendermaßen zusammen:

Partei / Liste Sitze
CDU 6
SPD 1
FDP 2
Einzelbewerber 3

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen wurde am 10. August 1995 durch das Regierungspräsidium Magdeburg genehmigt.

Blasonierung: „In Blau auf silbernem rot gezäumten und gesattelten Roß der Heilige Martin (Sankt Martin) im goldenen Gewand, mit dem silbernen Schwert seinen roten Mantel für den vor ihm knienden Bettler teilend.“

Das Wappen von Kroppenstedt entstammt einem für das Jahr 1359 belegten Siegel mit der Umschrift "S. OPIDI IN CROPPENSTEDE". Der heilige Martin als Symbol war der Schutzheilige der Kroppenstedter Stadtkirche. Wie es bei zahlreichen Städten und Gemeinden der Fall war, wurde ursprünglich christliche Motive im Siegel verwendet und später auf ein Wappen übertragen - auch ohne dass hierzu eine staatliche Legitimation erteilt wurde.

Das Redesign des Wappens wurde vom Kommunalheraldiker Jörg Mantzsch gestaltet.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegenwärtig führt noch die Bundesstraße 81 (Magdeburg–Halberstadt) durch Kroppenstedt, ebenso die Landesstraße 66. Ab dem 4. September 2007 wurde die Ortsumgehung Kroppenstedt der B 81 gebaut. Die Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung Kroppenstedt im Zuge der B 81 erfolgte am 18. November 2008 um 15:30 Uhr symbolisch. Die Umleitung des Straßenverkehrs auf die neu gebaute Ortsumgehung erfolgte erst mit eintretender Helligkeit des 19. November, da Risiken infolge einer plötzlichen Änderung der Verkehrsführung bei einsetzender Dunkelheit zu befürchten waren. Die Verknüpfung der B 81neu und der B 81alt am Knotenpunkt Kroppenstedt-Ost wurde dann bis zum 18. Dezember 2008 hergestellt.

Kroppenstedt, von der Paulshöhe aus gesehen

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der ehemaligen Knabenschule aus dem 15. Jahrhundert befindet sich heute das Heimatmuseum der Stadt.

Mehrgenerationenhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Mehrgenerationenhaus (MGH) ist eine Begegnungsstätte für Alt und Jung. Es befindet sich auf dem Turnplatz.

Gedenkstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freikreuz

Besonders zu erwähnen sind:

Die Kulturdenkmale der Stadt sind im örtlichen Denkmalverzeichnis aufgeführt.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In jedem Jahr findet am 3. Oktober das Freikreuzfest statt. Es handelt sich dabei um ein Volksfest mit mittelalterlichen Markt und Historischem Laienspiel.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Kroppenstedt wurden geboren:

Der Naturforscher Eduard Nehse (1793- ?) betrieb in Kroppenstedt zeitweise den Schumannschen Gasthof.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kroppenstedt hatte einen Bahnhof an der stillgelegten Bahnstrecke Aschersleben–Nienhagen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kroppenstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt, Bevölkerung der Gemeinden – Stand: 31. Dezember 2015 (PDF) (Fortschreibung) (Hilfe dazu).
  2. Rudolf Ammann: Chronik der Stadt Kroppenstedt; 1958; Druckerei „Freundschaft“ Halberstadt
  3. http://www.statistik.sachsen-anhalt.de/wahlen/gw14/index.html Der Landeswahlleiter Sachsen-Anhalt Gemeinderatswahlen 2014 Kroppenstedt, Endgültiges Ergebnis