Kurt von Unruh
Kurt Albert von Unruh (* 30. Oktober 1894 in Hannover; † 22. Februar 1986 in Roding) war ein deutscher Künstler (Illustrator, Maler, Zeichner und Landschaftszeichner). Er stammte aus einer alten Adelsfamilie. Er war der jüngere Bruder der beiden Schriftsteller Fritz von Unruh und Friedrich Franz von Unruh.
Leben
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Kurt von Unruh war ein Sohn des Generals Karl von Unruh (1843–1912), der um 1900 Kommandant der Festung Königsberg war. Die Offiziersausbildung brach Unruh schon 1913 wieder ab und wandte sich der Malerei zu, zunächst besuchte er eine Privatschule in Detmold. Während der Zeit als Kriegsfreiwilliger an der Westfront bei Verdun entstehen Skizzen vom Frontgeschehen (z. B. Vor Verdun, schwarze Tusche, 1916, Regensburg, Museen der Stadt Regensburg). 1916/17 nahm er auf Vermittlung Max Liebermanns an Lehrgängen der Berliner Kunstakademie teil, besuchte 1918 die Bildhauerklasse der Frankfurter Kunstgewerbeschule und ging bei dem expressionistischen Maler August Babberger in die Lehre. 1919 ging er nach Mittenwald, wo 1921–1931 seine Karwendelbilder entstanden. 1937 erhielt Unruh den renommierten Rompreis der Villa Massimo in Rom. Im selben Jahr wurde er als entarteter Künstler diffamiert, 1941 wurde sein Atelier in München zerstört. Ab 1952 bis zu seinem Tod war Unruh in Roding in der Oberpfalz zu Hause.[1] Unruh schuf vor allem Pastelle, Aquarelle und Kohlezeichnungen.
Themen der Werke
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Die Prägung durch August Babberger führt dazu, dass insbesondere Gebirgslandschaften das lebenslange Thema Unruhs bleiben.
Ausstellungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1977 Museum der Stadt Regensburg (anlässlich der Verleihung des Kulturpreises), mit Ausstellungskatalog
Werke in Museen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Das Städelmuseum in Frankfurt am Main besitzt zahlreiche Zeichnungen und ein Aquarell von Unruh.[2] 55 Werke sind im Lenbachhaus in München zu finden.[3] Die Museen der Stadt Regensburg haben in der Dauerausstellung in der städtischen Galerie im Leeren Beutel einige Werke von Unruh ausgestellt.[4]
Karwendel, Pastell, 1920, Regensburg, StG Leerer Beutel
Straße in Mittenwald, Öl/Lw., 1927, Regensburg, StG Leerer Beutel
Auszeichnungen
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- 1974 Albertus-Magnus-Medaille der Stadt Regensburg[5]
- 1977 Kulturpreis der Stadt Regensburg[6]
Weblinks
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]Literatur
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- Rainer Zimmermann: Expressiver Realismus: Malerei der verschollenen Generation. Hirmer, Berlin 1994, ISBN 3-7774-6420-1, S. 455.
Einzelnachweise
[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]- ↑ Hans Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des 20. Jahrhunderts. Band 4. Leipzig 1958, S. 495.
- ↑ Suche. Abgerufen am 4. Mai 2026.
- ↑ Kurt von Unruh, Französische Gefangene von einem Deutschen bewacht. Abgerufen am 5. Mai 2026.
- ↑ Stadt Regensburg - Kultur - Städtische Galerie im Leeren Beutel. Abgerufen am 5. Mai 2026.
- ↑ Archivierte Kopie ( des vom 7. November 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
- ↑ Archivierte Kopie ( des vom 7. November 2007 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Unruh, Kurt von |
| ALTERNATIVNAMEN | Unruh, Curt von; Unruh, Kurt Albert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Künstler, Illustrator, Maler, Zeichner, Landschaftszeichner |
| GEBURTSDATUM | 30. Oktober 1894 |
| GEBURTSORT | Hannover |
| STERBEDATUM | 22. Februar 1986 |
| STERBEORT | Roding |