Kurzschwanz-Sturmtaucher

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Icon tools.svg

Dieser Artikel wurde aufgrund von formalen oder inhaltlichen Mängeln in der Qualitätssicherung Biologie zur Verbesserung eingetragen. Dies geschieht, um die Qualität der Biologie-Artikel auf ein akzeptables Niveau zu bringen. Bitte hilf mit, diesen Artikel zu verbessern! Artikel, die nicht signifikant verbessert werden, können gegebenenfalls gelöscht werden.

Lies dazu auch die näheren Informationen in den Mindestanforderungen an Biologie-Artikel.

Kurzschwanz-Sturmtaucher
Kurzschwanz-Sturmtaucher

Kurzschwanz-Sturmtaucher

Systematik
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: Röhrennasen (Procellariiformes)
Familie: Sturmvögel (Procellariidae)
Gattung: Sturmtaucher (Puffinus)
Art: Kurzschwanz-Sturmtaucher
Wissenschaftlicher Name
Puffinus tenuirostris
(Temminck, 1836)

Der Kurzschwanz-Sturmtaucher (Puffinus tenuirostris) ist ein 41–43 Zentimeter großer Vertreter der Familie der Sturmvögel.

Aussehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Vögel haben ein völlig schwarzes Gefieder, außer am Bauch, der Brust, dem Hals, der Flügelunterseite wo sie etwas heller sind. Der Schnabel ist grau, die Beine sind schwarz.

Verbreitung und Lebensweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diese Art kommt im Pazifik vor. Sie jagen nachts in kleinen Gruppen Krill, Tintenfische und andere kleine Fische, die sie im Sturzflug fangen, dabei tauchen sie mehrere Meter tief ins Wasser ein.

Kurzschwanz-Sturmtaucher auf dem Meer

Tagsüber jagen sie im offenen Meer und kommen nur nachts an Land. Sie wandern ab Ende April bis in die Gewässer vor Japan und verbringen den restlichen Sommer in der Beringsee. Ab August wandern sie mit Hilfe der Passatwinde wieder in südliche Gefilde bis sie im September wieder in südlichen australischen Gewässern anzutreffen sind. Ab Anfang November ziehen sie wieder aufs Meer hinaus, um ihren Zug nach Norden anzutreten. Auf ihrer jährlichen Wanderung legen sie eine Gesamtstrecke von 32.000 Kilometern zurück.

Fortpflanzung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei der Balz sind die Vögel sehr laut. Sie brüten in großen Kolonien in Südaustralien und auf der Insel Tasmanien. Alle Eier werden in der Kolonie in einem Zeitraum von nur 12 Tagen gelegt. Als Nest dienen ihnen einfache Löcher, die sie in die weiche Erde graben. Das Männchen übernimmt das Ausbrüten der Eier. Dies dauert 43 bis 60 Tage. Danach wechseln sie die Partner im zweiwöchigen Rhythmus mit der Brutfürsorge ab. Die zuerst noch blinden Jungen werden von den Eltern nur mit Nahrung, vorverdautem Fisch oder Krill gefüttert, ansonsten erhalten sie keinerlei Zuwendung der Altvögel. Die Jungen sind im Alter von 13 Wochen flügge und folgen den Eltern zum Fischfang aufs offene Meer hinaus.

Junger Kurzschwanz-Sturmtaucher

Gefährdung und Schutzmaßnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Obwohl die Individuenanzahl aufgrund des Klimawandels sinkt, ist diese Art noch relativ weit verbreitet und wird von der IUCN als (Least Concern) ungefährdet gelistet. In manchen Gegenden Australiens werden diese Vögel noch vereinzelt wegen ihres Fleisches oder des Magenöls für medizinische Zwecke bejagt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die große Enzyklopädie der Vögel. (deut. Übersetzung aus dem Englischen), Orbis Verlag, 1996, ISBN 3-572-00810-7, S. 30, 55, 57.
  • Goetz Rheinwald (Hrsg.), Cyril Walker: Atlas der Vogelwelt. Unipart, Remseck bei Stuttgart 1994, ISBN 978-3-8122-3399-6, S. 213.
  • David Burnie: Faszination Tierwelt. (dt. Übersetzung aus dem Englischen), Neuer Honos Verlag, Köln 2000, ISBN 3829904789, S. 165.
  • Christopher M. Perrins (Hrsg.): Die BLV-Enzyklopädie Vögel der Welt. Aus dem Englischen von Einhard Bezzel. BLV, München/Wien/Zürich 2004, ISBN 978-3-405-16682-3, S. 70–72 (Titel der englischen Originalausgabe: The New Encyclopedia Of Birds. Oxford University Press, Oxford 2003).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kurzschwanz-Sturmtaucher (Puffinus tenuirostris) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien