Laibung

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Schematische Darstellung eines Bogens. 1. Schlussstein, 2. Keilstein, 3. Bogenrücken, 4. Kämpfer, 5. Bogenlaibung, 6. Stichhöhe, 7. Spannweite, 8. Stützmauerwerk
profilierte Türlaibung aus der Nachkriegsperiode, ausgeführt in Cottaer Sandstein

Die Laibung oder Leibung ist die senkrechte Schnittfläche in einem Mauerwerk, die an Fenster- und Türöffnungen die innere, der Öffnung zugewandte Mauerfläche bildet.

Die untere waagerechte Begrenzung des Wandausschnitts ist bei Türen die Schwelle und bei Fenstern die Brüstung. Die obere waagerechte Begrenzung heißt Sturz. Die seitlichen konstruktiven Elemente in Natursteinfassaden und Fachwerkwänden heißen Pfosten.

Im Gegensatz zu der rechtwinklig zur Fassade geschnittenen Laibung, verläuft die Schnittfläche des Gewändes im ursprünglichen Sinne schräg im Mauerwerk.[1]

Die plastisch ausgebildete oder lediglich farblich abgesetzte Umrahmung von Fenstern, Türen und anderen Öffnungen in verputzten Fassaden wird Fasche genannt.

Die Laibungsflächen dienen häufig der Befestigung von Fenster- und Türzargen und werden häufig durch diese überdeckt, z.B. bei Eck- und Umfassungs- bzw. Futterzargen.

Bei verputzten Laibungen werden die inneren Ecken oft durch metallene Putzprofile oder aufgesetzte Eckwinkel verstärkt. Bei verkleideten Fassaden, wird die Laibung oftmals mit Fassadenplatten aus Kunststoff oder Aluminium verkleidet.

Bei Bögen und Gewölben ist die Laibung die gekrümmte, über dem Kämpfer befindliche innere Bogen- bzw. Gewölbefläche, im Gegensatz zur äußeren Fläche, die Bogen- oder Gewölberücken genannt wird.[2]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Wilfried Koch, S. 411 und 430
  2. Vgl. Wilfried Koch, S. 400