Lambert Horn

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Lambert Horn

Lambert Horn (* 27. Dezember 1899 in Düsseldorf; † 2. Juni 1939 im KZ Sachsenhausen) war ein deutscher Politiker der KPD.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Besuch der Volksschule absolvierte Horn von 1913 bis 1915 eine Lehre zum Eisenbahnschlosser. Während des Ersten Weltkrieges gehörte Horn der Kaiserlichen Marine an, aus der er 1920 entlassen wurde.

Frühzeitig war Horn in der Gewerkschaftsbewegung aktiv.[1] Nach dem Krieg schloss er sich der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) an. In den 1920er Jahren bekleidete er in der KPD zahlreiche Funktionärsposten. So war er Bezirkssekretär des Bezirks Niederrhein, wo unter seiner Leitung ein Wahlsieg der antifaschistischen Vereinigung errungen wurde – die KPD erhielt die meisten Stimmen.[1] 1943 übernahm er die Leitung des Bezirkes Berlin/Brandenburg.

Von 1932 bis 1933 war Horn für seine Partei Mitglied des Preußischen Landtages. Am 7. Februar 1933 nahm Horn an der KPD-Führungsversammlung im Sporthaus Ziegenhals teil.[2] Bei den Reichstagswahlen vom März 1933 wurde Horn als Kandidat seiner Partei für den Wahlkreis 22 (Düsseldorf-Ost) in den Reichstag gewählt. Aufgrund der zu diesem Zeitpunkt schon angelaufenen nationalsozialistischen Kommunistenverfolgung konnte er sein Mandat jedoch nicht mehr antreten. Am 30. März 1933 wurde Horn sein Mandat, wie alle anderen kommunistischen Reichstagsabgeordneten, per Gesetz aberkannt.

Im Gedenken an Lambert Horn, Aushang im Zellenbau des KZ-Sachsenhausens

Ab Mai 1933 war Horn zusammen mit Wilhelm Florin und Oskar Müller in führender Position in der Inlandleitung der Untergrundorganisation der KPD tätig. Am 22. November 1933 wurde er in Berlin verhaftet.[3] Rudolf Diels, der erste Chef der Gestapo, gab in seinen Memoiren an, dass Horn verhaftet werden konnte, nachdem man durch Albert Lange, den von der Königsberger Polizei im Herbst 1933 festgenommenen Agit-Prop-Leiter von Berlin-Brandenburg, auf seine Spur gebracht worden war.[4] Horn wurde zunächst im Gestapo-Gefängnis in der Prinz-Albrecht-Straße und im KZ Columbia festgehalten, ehe er am 11. Dezember 1933 in das Untersuchungsgefängnis Moabit überführt wurde. Am 29. November 1934 verurteilte der Volksgerichtshof Horn wegen „Vorbereitung zum Hochverrat und schwerer Urkundenfälschung“ zu drei Jahren Zuchthaus. Im Anschluss an die Strafhaft im Zuchthaus Remscheid-Lüttringhausen wurde Horn in „Schutzhaft“ genommen. Vermutlich ab Mitte Dezember 1936 befand er sich im KZ Sachsenhausen; 1938 wurde er als Mitglied der illegalen Lagerleitung der KPD im Zellenbau isoliert. Ab Mai 1939 war Horn im Krankenrevier; er starb im Konzentrationslager an Leukämie.

Ehrung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gedenktafeln am Reichstag

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kurzbiografie beim Freundeskreis „Ernst-Thälmann-Gedenkstätte“ e.V. Ziegenhals.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b In Sachsenhausen ermordete Antifaschisten. Maximum-Postkarten, Herausgegeben vom Kuratorium für den Aufbau Nationaler Gedenkstätten in Buchenwald, Sachsenhausen und Ravensbrück. Berlin 1960
  2. Liste der Teilnehmer beim Freundeskreis „Ernst-Thälmann-Gedenkstätte“ e.V. (Abgerufen am 18. August 2010)
  3. Martin Schumacher (Hrsg.): M.d.R. Die Reichstagsabgeordneten der Weimarer Republik in der Zeit des Nationalsozialismus. Politische Verfolgung, Emigration und Ausbürgerung 1933−1945, Droste-Verlag, Düsseldorf 1991, ISBN 3-7700-5162-9, S. 296f.
  4. Rudolf Diels: Lucifer ante Portas: … Es spricht der erste Chef der Gestapo, 1950, S. 241.