Landesgesetz für psychisch kranke Personen

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Basisdaten
Titel: Landesgesetz für psychisch kranke Personen
Kurztitel: Psychischkrankengesetz Rheinland-Pfalz
Abkürzung: PsychKG
Art: Landesgesetz
Geltungsbereich: Rheinland-Pfalz
Rechtsmaterie: Betreuungsrecht
Ursprüngliche Fassung vom:
Inkrafttreten am:
Neubekanntmachung vom: 17. November 1995
Weblink: Text des Gesetzes
Bitte den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung beachten.

Das Landesgesetz für psychisch kranke Personen, kurz PsychKG, ist ein Landesgesetz in Rheinland-Pfalz.

Es regelt die Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch kranke Personen einschließlich der freiheitsentziehende Unterbringung. Psychisch krank im Sinne dieses Gesetzes sind Personen, die an einer Psychose, an einer psychischen Störung, die in ihrer Auswirkung einer Psychose gleichkommt, oder an einer mit dem Verlust der Selbstkontrolle einhergehenden Abhängigkeit von Suchtstoffen leiden.

Die Neufassung von 1995 wird als wichtige Änderung für die Psychiatrie im Land angesehen.[1]

Am 23. März 2011 entschied das Bundesverfassungsgericht die Verfassungsbeschwerde eines 59-Jährigen, der im Rahmen des Maßregelvollzugs in Rheinland-Pfalz in einer geschlossenen psychiatrischen Abteilung des Pfalzklinikums Klingenmünster einsass, und sich gegen eine Zwangsbehandlung wehrte (Az. 2 BvR 882/09). Aufgrund einer paranoiden Psychose hatte er versucht, seine Frau und seine Tochter zu töten. Er lehnte eine Behandlung mit Psychopharmaka wegen der Nebenwirkungen ab. Die Ärzte der Klinik wollte ihm das Medikament notfalls zwangsweise spritzen. Das Bundesverfassungsgericht gab dem Kläger recht. Das Gesundheitsministerium in Rheinland-Pfalz kündigte daraufhin eine Überarbeitung des Gesetzes an.[2][3]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Franz-Josef Wagner: Was hat die Enquete Rheinland-Pfalz gebracht? In: Psychiatrische Pflege heute, 10. Jahrgang, 2004, Nr. 4
  2. N.N.: Mehr Rechte für psychisch kranke Straftäter. In: Handelsblatt, 15. April 2011
  3. Bundesverfassungsgericht, Beschluss vom 23. März 2011, Az. 2 BvR 882/09
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