Legionowo

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Legionowo
Wappen von Legionowo
Legionowo (Polen)
Legionowo
Legionowo
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Masowien
Powiat: Legionowo
Fläche: 13,56 km²
Geographische Lage: 52° 24′ N, 20° 57′ OKoordinaten: 52° 24′ 0″ N, 20° 57′ 0″ O
Höhe: 75 m n.p.m.
Einwohner: 54.137
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 05-118 bis 05-122
Telefonvorwahl: (+48) 22
Kfz-Kennzeichen: WL
Wirtschaft und Verkehr
Straße: DK61: PułtuskWarschau
Schienenweg: Warschau–Nasielsk
Legionowo–Tłuszcz
Nächster int. Flughafen: Warschau
Gmina
Gminatyp: Stadtgemeinde
Einwohner: 54.137
(31. Dez. 2016)[1]
Gemeindenummer (GUS): 1408011
Verwaltung (Stand: 2007)
Stadtpräsident: Roman Smogorzewski
Adresse: ul. Piłsudskiego 3
05-120 Legionowo
Webpräsenz: www.legionowo.pl



Legionowo ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Masowien.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt etwa 23 Kilometer nordwestlich von Warschau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der Stadt reicht nicht weit in die Vergangenheit zurück. 1877 wurde die Eisenbahnstation „Jabłonna“ errichtet, was der Beginn der Besiedlung der Gegend war. Die Station wurde für den Bau der Eisenbahnstrecke errichtet, die unter anderem den Weizentransport an die Ostseehäfen gewährleisten sollte. Der Name der Siedlung war zu Beginn Gucin, was auf den Grafen August Potocki zurückgeht. 1885 gab es in der Siedlung gerade mal fünf hölzerne Villen. Eine wesentliche Entwicklung der Stadt begann 1892, als eine russische Garnison errichtet wurde, Russland dem Grafen einen Teil des Gebietes abkaufte und Kasernengebäude errichten ließ. 1897 wurde eine Glashütte, vor allem für die Produktion von Bierflaschen, errichtet, was ein weiterer wichtiger Faktor für die Entwicklung der Stadt war. 1899 waren in der Garnison 4.000 Soldaten stationiert. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts lebten in dem Ort etwa 60 Menschen. Aufgrund der rasanten Entwicklung des Ortes erhielt die Stadt am 17. März 1930 vom Minister für Inneres in Absprache mit dem Finanzminister den Status einer Landgemeinde mit dem Finanzrecht einer Stadt. In den 1930er Jahren gab es in der Stadt eine Post, vier allgemeinbildende Schulen, eine Handelsschule und ein staatliches Institut für Meteorologie. Mit der Wiederherstellung der Unabhängigkeit Polens nach dem Ersten Weltkrieg wurde auch die Garnison von polnischen Soldaten genutzt. Das 1. und 2. Regiment der Infanterie der „Polnischen Legion“ waren die neuen Bewohner der Kasernen. Nach dem Polnisch-Sowjetischen Krieg war in der Kaserne unter anderem ein Ballon-Bataillon stationiert. Am 13. September 1939 erreichten die ersten Soldaten der deutschen Wehrmacht den Ort. Am 28. Oktober 1944 nahm die Rote Armee den Ort ein. Am 3. Mai 1952 erhielt Legionowo das Stadtrecht.

Von 1975 bis 1998 gehörte die Gemeinde zur Woiwodschaft Warschau.[2]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Jahr 1925 1931 1944 1975 1980 2000
Einwohnerzahl 658 8.856 9.860 21.800 40.000 51.650
Heiligblutkirche in Legionowo

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Bahnhof Legionowo zweigt die Bahnstrecke Legionowo–Tłuszcz von der Bahnstrecke Warszawa–Gdańsk ab.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das heutige Wappen wurde auf einer Sitzung des Stadtrates am 22. November 2000 verabschiedet. Der stilisierte gekrönte Adler im Zentrum des Wappens soll an die Zeit des Erhaltes des Namens der Stadt erinnern. 1919 mit der Wiederauferstehung des polnischen Staates erhielt die Kaserne den Namen Legionowo. Der Adler soll an die militärischen Wurzeln des Ortes erinnern. Das Kreuz unterhalb des Adlers bezieht sich auf das Wappen von Pilawa.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Legionowo – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Dz.U. 1975 nr 17 poz. 92 (PDF; 802 kB, polnisch).