Leonhard Dobusch

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Leonhard Dobusch

Leonhard Dobusch (* 30. Mai 1980 in Linz) ist ein österreichischer Wirtschaftswissenschaftler. Seine Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich Innovation, Standardisierung und private Regulierung, insbesondere im Bereich von Urheberrechtsmärkten.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leonhard Dobusch wurde 1980 im österreichischen Linz als Sohn des Linzer Bürgermeisters Franz Dobusch geboren. Dobusch studierte Betriebswirtschaft (bis 2003) und Jura (bis 2004) an der Johannes-Kepler-Universität Linz.

Nach seinem Studium arbeitete Dobusch zunächst am Oberlandesgericht Linz, bevor er ein DFG-Stipendium annahm und am DFG-Graduiertenkolleg „Pfade organisatorischer Prozesse“ an der Freien Universität Berlin zum Thema „Windows versus Linux: Markt - Organisation - Pfad“ promovierte. Danach war Dobusch als Postdoc am Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung in Köln tätig, unter anderem gastierte er auch an der Stanford Law School sowie dem Wissenschaftszentrum Berlin.

2012 übernahm Dobusch eine Juniorprofessur für Organisationstheorie am Management-Department der Freien Universität Berlin, wo er unter anderem zu transnationaler Urheberrechtsregulierung und Management digitaler Gemeinschaften forschte. Zum 1. Februar 2016 wurde Dobusch als Professor für Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Organisation am Institut für Organisation und Lernen der Universität Innsbruck berufen.[1]

Im Mai 2016 wurde Dobusch als Vertreter für die Interessensgruppe „Internet“ in der XV. Amtsperiode (ab Juli 2016) des ZDF-Fernsehrates berufen. Er war vom Land Berlin auf Vorschlag der Vereine Chaos Computer ClubD64 – Zentrum für Digitalen Fortschritteco – Verband der Internetwirtschaft und media.net berlinbrandenburg nominiert worden.[2]

Politisches Engagement[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leonhard Dobusch engagierte sich während seines Studiums unter anderem für die Sozialistische Jugend. Von 2000 bis 2002 war er Vorsitzender der Sozialistischen Jugend Linz, von 2000 bis 2003 stellvertretender Vorsitzender auf Bundesebene. Zudem war Dobusch von 2003 bis 2004 als Wirtschaftsreferent in der Bundesvertretung der Österreichischen Hochschülerschaft in Wien tätig.

Dobusch ist regelmäßig Referent auf netzpolitischen Kongressen und Veranstaltungen sowie Mitbegründer der Veranstaltungsreihe „Netzpolitischer Abend AT“ in Wien[3]. Zudem engagiert er sich für den SPD-nahen Verein D64,[4] Digitale Gesellschaft e.V. und die Initiative „Recht auf Remix“.[5]

Publikationen (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leonhard Dobusch publiziert regelmäßig zu seinen Forschungsthemen in netzpolitischen Blogs, unter anderem Netzpolitik.org und iRights. Zudem betreibt er gemeinsam mit Sigrid Quack und Philip Mader den Wissenschaftsblog governance across borders.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Leonhard Dobusch – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Leonhard Dobusch: 4 Open: Wiki-based Course on “Open Organizations and Organizing Openness”. In: Governance Across Borders. 27. April 2016, abgerufen am 2. Mai 2016.
  2. leonido: #fernsehrat. In: leonidobusch.blogspot.de. Abgerufen am 12. Mai 2016.
  3. Wer wir sind. In: Netzpolitischer Abend AT. 16. Oktober 2015 (wordpress.com [abgerufen am 19. November 2016]).
  4. Leonhard Dobusch. D64, abgerufen am 2. Mai 2016.
  5. Unser Team. Recht auf Remix, ohne Datum, abgerufen am 2. Mai 2016.