Lind (Oberviechtach)

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Lind
Koordinaten: 49° 27′ 51″ N, 12° 28′ 2″ O
Höhe: 556 m
Einwohner: 59 (16. Jan. 2013)[1]
Eingemeindung: 1. Januar 1972
Postleitzahl: 92526
Vorwahl: 09671
Lind (2011)
Kapelle in Lind

Lind ist ein Ortsteil der Stadt Oberviechtach im Oberpfälzer Landkreis Schwandorf in Bayern.

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lind liegt zwischen Oberviechtach und Gaisthal an der Staatsstraße 2160, die etwa drei Kilometer östlich von Oberviechtach von der Staatsstraße 2159 nach Süden abzweigt.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lind wurde 1285 im Herzogsurbar als Besitz von Herzog Ludwig II. von Oberbayern erstmals schriftlich erwähnt.[3]

In den Musterungsprotokollen von 1587 wird Lind als eigenständige Gemeinde aufgeführt.[4] Lind war eine Landgemeinde im Landgericht Oberviechtach des Bezirksamts Neunburg vorm Wald[5] und wurde 1900 in das neu gebildete Bezirksamt Oberviechtach, den Vorläufer des Landkreises Oberviechtach, umgegliedert.[6] Zum 1. Januar 1972 wurde die Gemeinde mit allen Ortsteilen nach Oberviechtach eingemeindet.[7]

Zum Stichtag 23. März 1913 (Osterfest) wurde Lind als Teil der Pfarrei Oberviechtach mit 15 Häusern und 102 Einwohnern aufgeführt.[8] 1969 war Lind eine Gemeinde mit 190 Einwohnern, zu der neben dem Dorf Lind auch Bruderbügerl, Herzoghof, Hornmühle, Schönthan, Werneröd und Ziegelhäusl gehörten.[9]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An Lind vorbei führt ein Radweg, der auf der ehemaligen Eisenbahnlinie von Schönsee nach Nabburg führt.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Einwohnermeldeamt Oberviechtach, Stichtag: 16. Januar 2013
  2. Fritsch Wanderkarte Schönseer Land, Maßstab 1 : 35000
  3. Historischer Atlas von Bayern: Altbayern Reihe I Heft 61: Oberviechtach, S. 33
  4. Erich Mathieu: Aus der Geschichte der Gemeinden Lind, Niedermurach, Obermurach, Pertolzhofen und Wagnern. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 84.
  5. Kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. Adolf Ackermann, München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen vom 1. Dezember 1871, Viehzahlen von 1873), Sp. 900, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  6. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis : Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192). München 1954, DNB 451478568, S. 114, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  7. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Die Gemeinden Bayerns nach dem Gebietsstand 25. Mai 1987. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns und die Änderungen im Besitzstand und Gebiet von 1840 bis 1987 (= Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 451). München 1991, S. 83–84, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00070717-7 (Digitalisat).
  8. Bistum Regensburg (Hrsg.): Matrikel der Diözese Regensburg. hrsg. i. A. Sr Exzellenz des Hochwürdigsten Herrn Bischofs Dr. Antonius von Henle vom Bischöflichen Ordinariate Regensburg. Regensburg 1916, S. 381 (Digitalisat).
  9. Hans Berger: Der Landkreis Oberviechtach in Zahlen. In: Heribert Batzl (Hrsg.): Der Landkreis Oberviechtach in Vergangenheit und Gegenwart. Verlag für Behörden und Wirtschaft R. Alfred Hoeppner, Aßling/Obb. und München 1970, S. 166.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Lind – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien