Lockheed Martin P-791

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Das P-791 ist ein experimentelles Hybridluftschiff, welches von Lockheed Martin entwickelt wurde. Der Jungfernflug fand am 31. Januar 2006 auf der firmeneigenen Versuchsanlage auf der Palmdale Air Force Plant 42 statt.

Die Auslegung des Hybrid-Luftschiffs[Bearbeiten]

Das P-791 ist ein Beispiel eines hybriden Luftschiffs. In solchen Konstruktionen wird das Gewicht des Luftschiffs und seine Nutzlast gemeinsam durch statischen und dynamischen Auftrieb getragen. Dies ist ein Versuch, eine „das Beste beider Welten“-Kombination zu erreichen.

Kritiker haben diese Auslegung als „das Schlechteste beider Welten“ bezeichnet, da eine Landebahn für Start und Landung erforderlich ist, was bei rein statischem Auftrieb nicht erforderlich wäre. Befürworter meinen, dass durch die Verwendung neuer Technologien die bisherigen Stolpersteine entfernt werden könnten.

Fakt ist, dass es bisher nur wenige hybride Luftschiffe vom Reißbrett in die experimentelle Phase geschafft haben. Eines der wenigen Fahrzeuge, die sich in die Luft erhoben haben, war Aereon 26. Die Entwicklung dieses Flugzeuges wurde im Buch The Deltoid Pumpkinseed von John McPhee dokumentiert.

Für das DARPA-Projekt WALRUS entwickelte Lockheed-Martin einen Vorschlag bei dem wahrscheinlich Erfahrungen mit der Konstruktion der P-791 einflossen. Dadurch konnte das Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Mitbewerbern erzielen. 2010 wurde das WALRUS-Projekt jedoch bereits nach der Projektdefinitionphase I eingestellt. Kritiker bemerken, dass die Auslegung der P-791 ebenfalls sehr stark der früheren SkyCat ähnelt, die durch das britische Unternehmen Advanced Technologies Group (ATG) entwickelt wurde. In der Tat sind beim P-791-Projekt frühere Mitarbeiter der ATG beschäftigt.

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