Lojze Wieser

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Lojze Wieser (2011)

Lojze Wieser (* 1954 in Klagenfurt, bürgerlich Alois Wieser) ist ein slowenischsprachiger österreichischer Buchverleger und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach seiner Buch- und Handelslehre arbeitete er in Buchhandlungen und Druckereien und gründete seine eigene Druckerei in Wien. Von 1981 bis 1986 war er Leiter des Drava Verlages, den sein eigener Verlag 2016 kaufte.

Seit 1987 ist er Eigentümer des Wieser Verlags. Bis heute ist es programmatisches Ziel Wiesers, mit Hilfe seines Verlages unbekannte Literatur aus Slowenien und anderen Ländern Ost- und Mitteleuropas in deutscher Übersetzung herauszugeben. 1990 erhielt Wieser den ersten Österreichischen Staatspreis für Verleger.[1]

Während des Slowenien-Krieges, 1991, war er Koordinator des Informationsbeschaffungszentrums des Österreichischen Rundfunks (ORF) und organisierte für Autoren aus dem Raum Ex-Jugoslawiens das Exil.

Wegen seiner besonderen Leistungen für das kulturelle Klima in Kärnten wurde ihm auf Vorschlag von Andreas Khol vom österreichischen Bundespräsidenten Thomas Klestil 2004 der Berufstitel Professor verliehen.[1][2] 2007 wurde ihm aufgrund seiner Verdienste um die Herausgabe serbischer Literatur der Dositej-Obradović-Preis überreicht.[3]

Seit September 2013 hat der Gastrosoph Lojze Wieser gemeinsam mit Martin Traxl im ORF die eigene Sendereihe Der Geschmack Europas mit kulinarischen Reisereportagen. Die Reihe überträgt das Konzept der literarischen Buch- und Hörbuchreihe Europa erlesen des Wieser Verlags auf die Regionalküchen.[4][5]

2016 erwarb die Wieser Verlag GmbH den Klagenfurter Drava Verlag, der nun von einer Wieser-Mitarbeiterin geleitet wird. Die bisherigen Drava-Eigentümer erhielten als Ausgleich 35 % der Wieser Verlag GmbH.

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990: Erster Österreichischen Staatspreis für Verleger.[1]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Europa leben/Evropo ziveti, Die slowenische Köchin/Slovenska kuharica (Hg., gemeinsam mit Fabjan Hafner), Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2006.
  • Lojze Wieser: Die Zunge reicht weiter als die Hand. Anmerkungen eines Grenzverlegers. Czernin Verlag, Wien 2004.
  • Eine Sammlung. Internationales Malersymposium (gemeinsam mit Martina Braun, Intendant Michael Weger, Dipl.-Ing. Ivo Vajgl, Dr. Michael Ley und Othmar Resch), Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2007.
  • Lojze Wieser: S knjigo v svet. Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2007.
  • Kochen unter anderen Sternen. Wie das Essen so schmeckt. Geschichten von entlegenen Speisen erzählt von Lojze Wieser und seinen Köchen. Czernin Verlag, Wien 2007.
  • Lojze Wieser: Christoph Wagner, Barbara Maier: Geschmacksverwandtschaften. Eine kleine europäische Speisefibel mit Rezepten. Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2009.
  • Norbert Schreiber, Lojze Wieser (Hrsg.): Wie schmeckt Europa? Edition Geist&Gegenwart, Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2009.
  • Norbert Schreiber, Lojze Wieser (Hrsg.): Europa weiter erzählen. Edition Geist&Gegenwart, Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec Juni 2011
  • Fabjan Hafner und Lojze Wieser (Hrsg.) Slovenska kuharica / Die slowenische Köchin, Wieser Verlag, Klagenfurt/Celovec 2015

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Lojze Wieser. Publisher, Klagenfurt/Celovec. European Forum Alpbach, abgerufen am 30. Januar 2021.
  2. Sommerliche Lesereise durch die Gemeinden. Kleine Zeitung, 11. Juni 2013 (Memento vom 22. Oktober 2014 im Internet Archive).
  3. Lojze Wieser erhält Dositej-Obradović-Preis. Kärnten News des ORF, 20. Oktober 2007, abgerufen am 19. August 2020.
  4. Der Geschmack Europas auf der Website des ORF, abgerufen am 30. Januar 2021.
  5. Der Geschmack Europas beim Wieser Verlag, abgerufen am 30. Januar 2021.
  6. Cookbooks Shortlist 2018. Gourmand International, abgerufen am 29. Mai 2018.
  7. Großer Preis für Lojze Wiesers Buch „Der Geschmack Europas“. Kleine Zeitung, 29. Mai 2018, abgerufen am 29. Mai 2018.
  8. Große Ehrenzeichen des Landes und Ehrenzeichen für Wissenschaft, Forschung und Kunst verliehen. Referat Kommunikation des Landes Steiermark, 14. November 2018, abgerufen am 19. November 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]