Lonmin

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Lonmin plc
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Rechtsform Aktiengesellschaft
ISIN GB0031192486
Gründung 13. Mai 1909
Sitz London, Vereinigtes Königreich
Johannesburg, Südafrika
Leitung Ben Magara (CEO)[1]
Umsatz netto 767 Millionen US-Dollar für 2012[2]
Branche Bergbau (Platin)
Website www.lonmin.com

Lonmin plc entstand nach einer Firmenaufteilung aus der früheren Firma Lonrho.[3] Bei Lonmin handelt sich um ein Bergbauunternehmen aus Großbritannien. Das Unternehmen ist an der Londoner Börse im FTSE 250 und im JSETop40 der Johannesburger Börse gelistet, ISIN GB0031192486.

Lonmin betreibt mehrere Bergwerke in der südafrikanischen Provinz North West, wo es dafür Lagerstätten im Bushveld-Komplex nutzt und ist heute der weltweit drittgrößte Platin-Produzent.

Geschichte[Bearbeiten]

Lonmin wurde am 13. Mai 1909 mit dem Firmennamen London and Rhodesian Mining Company Limited (Lonrho) gegründet. In die Schlagzeilen geriet das Unternehmen ab 1985, als es bei einem Übernahmeversuch des renommierten Londoner Kaufhauses Harrods dem ägyptischen Unternehmer und Milliardär Mohamed Al-Fayed und dessen jüngerem Bruder unterlag. Zu dieser Zeit (von 1962 bis 1994) wurde Lonrho von dem Multimillionär Tiny Rowland geleitet, der aus der Übernahmeschlacht einen jahrzehntelangen persönlichen Feldzug gegen seinen früheren Freund und Geschäftspartner Mohamed Al-Fayed machte. Eine weitere jahrelange Fehde führte Rowland gegen seinen ehemaligen Lonrho-Mitbesitzer Dieter Bock, der ihn aus dem Unternehmen gedrängt hatte.

Zeitweise war das Unternehmen an der Londoner Börse im FTSE 100 gelistet.

Südafrikanischer Bergarbeiterstreik 2012[Bearbeiten]

Ein Teil der Bergarbeiter des Platinbergwerks Marikana streikte für höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen.[4] 13. August 2012 wurden zwei Polizisten mit Macheten getötet, anschließend kam es zu einem Schusswechsel mit der Polizei, bei dem sechs Streikende ums Leben kamen. In der Western Platinum Mine, einem anderen Lonmin-Bergwerk, wurden durch die Streikenden zwei Wachleute „zu Tode gehackt“ und zwei weitere verbrannt.[5] Zwei Tage später, am 16. August, schoss die Polizei mit automatischen Waffen auf streikende Arbeiter; dabei kamen 34 Streikende ums Leben. Nach Augenzeugenberichten eröffnete die Polizei zuerst das Feuer; eine große Anzahl der Opfer sei Zeugen zufolge von der Polizei verfolgt und hinterrücks erschossen worden.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Management Profiles: Executive Directors, abgerufen am 2. Januar 2015 (englisch).
  2. Financial Review 2011, abgerufen am 2. Januar 2015 (englisch).
  3. Geschichte der Firma Lonrho auf www.lonrho.com (englisch)
  4. The Guardian: Platinum mine shut down after deadly union clashes. 14. August 2012, abgerufen am 9. September 2012 (englisch).
  5. BBC World News am 13. August 2012: South African platinum mine union riots 'kill nine, abgerufen am 17. August 2012 (englisch).

Weblinks[Bearbeiten]