Loro-Parque-Stiftung

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Die Loro Parque Stiftung (Loro Parque Fundación, LPF) ist eine nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation, die 1994 beim Ministerium für Erziehung und Wissenschaft in Spanien registriert wurde. Die Stiftung engagiert sich weltweit, um die Erhaltung bedrohter Papageien und Meeressäuger sowie ihrer Lebensräume zu fördern. Ihr Hauptsitz befindet sich im Loro Parque in Puerto de la Cruz auf Teneriffa.

Gegründet wurde die Stiftung von Wolfgang Kiessling, dem Gründer des Loro Parque. Sein erster Beitrag bestand in der Übertragung des Eigentums der Papageien-Sammlung an die LPF. 1995 wurden die Papageienschutz-, Forschungs- und Erziehungsprogramme eingeführt und 1996 der wissenschaftliche Beirat der Stiftung gegründet. 1997 wurde ein Pilotprojekt ins Leben gerufen, in dem auf experimenteller Basis eine zukünftige Auswilderung von in Menschenobhut gezüchteter Spix-Aras (der Spix-Ara ist die seltenste Vogelart der Welt) vorbereitet wurde, das inzwischen sehr vielversprechende Ergebnisse gebracht hat. 1998 organisierte die LPF erstmals den Internationalen Papageienkongress (die vorigen drei Kongresse wurden vom Loro Parque organisiert) und konnte zu diesem Anlass die von ihr koordinierten Artenschutzmaßnahmen auch einem breiteren Publikum vorstellen. Dabei wurde auch die neue Papageienzuchtstation „La Vera“ vorgestellt. 1998 und 1999 wurden die Aktivitäten der Umwelterziehungsabteilung erheblich intensiviert. Ein Abkommen mit den Schulbehörden wurde unterzeichnet, eine Reihe von Unterrichts- und Lehrmaterialien ausgearbeitet und an alle Schulen auf den kanarischen Inseln verteilt.

2003 veranstalteten der Loro Parque und die Stiftung die jährliche Konferenz der Europäischen Vereinigung der Vogeltierärzte EAAV (European Association of Avian Veterinarians). Zugleich unterstützte die LPF eine Tagung des BirdLife International's Rare Bird Club. Im gleichen Jahr veranstalteten der Loro Parque und die Stiftung den Workshop „Integration des nachhaltigen Tourismus und die Erhaltung der Fauna x-situ“ und erstellten einen Rettungsplan für den Spix-Ara. 2005 wurde ein Becken für Schwertwale gebaut. Später kamen große Tümmler und Seelöwen dazu. 2009 verunglückte ein Waltrainer tödlich.[1]

Die Mission der LPF ist der Erhalt von Papageien und deren Lebensräumen durch Aufklärung, Forschung, verantwortliche Zucht- und lokale Artenschutzprogramme, die Papageien als Botschafter für die Natur einsetzen. Die Bemühungen im Artenschutz umfassen auch die Meeresumwelt.[2]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Michael Miersch (27. Dezember 2011): Der Mann mit mehr als einem Vogel in: FOCUS Magazin 52/2011, abgerufen am 7. August 2013
  2. Obst & Garten: Loro Parque Fundación stellt Rekordbetrag für den Artenschutz zur Verfügung in: oug.de, Verlag Eugen Ulmer, abgerufen am 7. August 2013