Love & Friendship

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Filmdaten
Deutscher TitelLove & Friendship
OriginaltitelLove & Friendship
ProduktionslandIrland, Frankreich, Niederlande
OriginalspracheEnglisch
Erscheinungsjahr2016
Länge92 Minuten
AltersfreigabeFSK 0[1]
JMK 0[2]
Stab
RegieWhit Stillman
DrehbuchWhit Stillman
ProduktionLauranne Bourrachot
Katie Holly
Whit Stillman
MusikBenjamin Esdraffo
KameraRichard van Oosterhout
SchnittSophie Corra
Besetzung

Love & Friendship ist eine Filmkomödie aus dem Jahr 2016 von Regisseur Whit Stillman mit Kate Beckinsale in der Hauptrolle. Das Drehbuch basiert auf dem Briefroman Lady Susan von Jane Austen (um 1794).

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die verwitwete Lady Susan Vernon verlässt den Sitz der Manwarings, wo Gerüchte über ihre angeblichen Affären umgehen, um sich auf das Anwesen Churchill zurückzuziehen, wo ihr Schwager Charles Vernon mit seiner Frau Catherine lebt. Auch Catherines Bruder, der junge gutaussehende Reginald DeCourcy, ist zugegen. Obwohl dieser ihr anfangs skeptisch gegenüber tritt, verbringen sie bald viel Zeit mit angeregten Gesprächen. Susan hat es auf eine Heirat mit ihm abgesehen, und Reginald verfällt ihr zusehends – zum Leidwesen seiner Eltern. Selbst sein eigens angereister Vater kann nichts ausrichten. Eines Tages taucht Susans Tochter Frederica auf, die von der Schule geworfen wurde. Ihr reist Sir James Martin nach, der zwar sehr dumm, aber auch sehr reich ist, und den Frederica auf Susans Geheiß heiraten soll. Federica aber kann Sir James nicht leiden und meidet seine Gesellschaft. Ihre Mutter versucht, sie mit dem Hinweis auf das christliche Gebot „Du sollst Vater und Mutter ehren“ zum Gehorsam zu zwingen, so dass Frederica sich in ihrer Not Reginald anvertraut. Als dieser versucht, bei Susan seinen Einfluss geltend zu machen, fällt er bei ihr scheinbar in Ungnade.

Schließlich reist Susan nach London, wo sie ihren Liebhaber Lord Manwaring trifft. Frederica erhält eine Gesangsausbildung, aber Lady Susan ist den Vernons nicht böse, als diese Frederica nach Churchill zurückholen. Manwarings Frau Lucy trifft bei ihrem früheren Vormund Mr. Johnson ein, um bei ihm den Ehebruch ihres Mannes zu beklagen. Als der verspätete Brief von Susan an ihre Freundin Alicia Johnson eintrifft, in dem diese gebeten wird, Reginald abzulenken, während Susan Lord Manwaring trifft, kann Lucy den Brief an sich reißen und öffnen, und Reginald, der sich immer noch Hoffnungen auf eine Heirat mit Susan macht, erkennt ihr doppeltes Spiel.

Schließlich rät Alicia Susan, die inzwischen völlig mittellos ist, den wohlhabenden James Martin selbst zu heiraten. Auch Sir James ist glücklich, da er nicht merkt, dass Lord Manwaring, der nach der Trennung von seiner Frau bei ihnen wohnt, Susans Liebhaber geblieben ist. Federica und Reginald DeCourcy haben sich auf Churchill ineinander verliebt und heiraten ebenfalls.

Kritiken[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Christoph Petersen von Filmstarts hält den Film für die bisher beste Jane-Austen-Verfilmung. Er sei „unglaublich witzig“ mit einem „extrem trockenen, entlarvend bissigen und erquickend bösartigen“ Humor. Kate Beckinsale verwandle die Vorlagen ihrer männlichen Partner mit einer „unverschämt-frechen Selbstverständlichkeit“ und lasse zwischendurch immer wieder den menschlichen Kern der Protagonistin durchschimmern.[3]

Auch Patrick Bahners von der FAZ sah die schönste aller Austen-Verfilmungen. Er meint, „der Kontrast zwischen Form und Inhalt von Lady Susans Planspielen, zwischen der kaltblütigen Kalkulation der eigenen Absichten und der weltfremden Fehleinschätzung der Intentionen aller anderen Akteure“, sei urkomisch, die „Quelle eines neunzig Minuten lang nicht versiegenden Vergnügens“.[4]

In der Cinema-Kritik wird dagegen hervorgehoben, dass die Handlung fast ausschließlich aus Dialogen bestehe, in denen das eigentliche Geschehen besprochen wird. Das sei „ganz amüsant“, käme aber an die „erzählerische Raffinesse oder schwelgerische Eleganz“ anderer Austen-Verfilmungen nicht heran.[5]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Freigabebescheinigung für Love & Friendship. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Alterskennzeichnung für Love & Friendship. Jugendmedien­kommission.
  3. Christoph Petersen: Kritik auf Filmstarts.de.
  4. Patrick Bahners:Die koketteste Frau Englands FAZ.net, 29. Dezember 2016.
  5. Kritik auf Cinema.de.