Whit Stillman

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John Whitney „Whit“ Stillman (* 25. Januar 1952 in Washington, D.C.) ist ein US-amerikanischer Filmregisseur, Autor und Filmproduzent, der insbesondere durch seinen Debütfilm Metropolitan – Verdammt, bourgeois, verliebt (1990) internationale Anerkennung erhielt.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Schulbesuch studierte er an der Harvard University, schloss diese 1973 ab und war danach als Journalist in Manhattan, New York City, tätig. Während eines Aufenthalts in Barcelona lernte er seine spanische Frau kennen und heiratete diese kurz darauf. Dort lernte er auch eine Filmproduzenten aus Madrid kennen und überzeugte diese davon, deren Filme an spanischsprachige Fernsehsender in den USA zu verkaufen. In den folgenden fünf Jahren arbeitete er als Verkaufsagent in Barcelona und Madrid für die Regisseure Fernando Trueba und Fernando Colomo und spielte auch Rollen in deren Filmen wie zum Beispiel einen komischen Amerikaner in Truebas Film Sal Gorda (1984) oder in Colomos La línea del cielo (1984).

Zwischen 1984 und 1988 arbeitete er an dem Drehbuch für Metropolitan, während er nebenbei eine Illustrationsagentur in New York City betrieb. 1990 verfilmte er Metropolitan und finanzierte den Film durch den Verkauf seines Appartements für 50.000 US-Dollar sowie durch finanzielle Beiträge von Freunden und Verwandten.

Der Film wurde zu einem großen Erfolg und gewann den Kritikerpreis beim Festival des amerikanischen Films in Deauville 1990, den Independent Spirit Award für den besten Debütfilm 1990 und war dort auch für den Preis für den besten Film nominiert, den allerdings Grifters von Stephen Frears erhielt. Daneben erhielt der Film einen Silbernen Leoparden beim Internationalen Filmfestival von Locarno, wo er auch für einen Goldenen Leoparden nominiert war. Außerdem erhielt Stillman den New York Film Critics Circle Award als bester neuer Regisseur und war außerdem bei der Oscarverleihung 1991 für den Oscar in der Kategorie bestes Originaldrehbuch nominiert. Beim Sundance Film Festival war Metropolitan außerdem für den Preis als bestes Drama nominiert.

1994 drehte er den durch seinen eigenen Aufenthalt in Spanien inspirierten Film Barcelona, der gleichzeitig sein erster durch eine Produktionsfirma finanzierter Film war. Der Film The Last Days of Disco (1998) basierte auf seine Reisen und Erfahrungen in verschiedenen Nachtclubs in Manhattan wie dem Studio 54.

Für den Film Damsels in Distress mit Adam Brody, Analeigh Tipton und Megalyn Echikunwoke, der ab September 2011 in die Kinos kam, schrieb er das Drehbuch und führte zudem die Regie.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Damsels in Distress (2011). Internet Movie Database, abgerufen am 21. August 2012.