Loxx

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Loxx am Alex | Miniaturwelten Berlin
Logo
Rechtsform Kommanditgesellschaft
Gründung 2003
Auflösung 2017
Sitz Berlin, Deutschland
Branche Modelleisenbahn
Website Loxx-Berlin.de

Die Loxx Miniatur Welten Berlin war eine Modelleisenbahn-Dauerausstellung in Berlin. Mit mehr als 800 m² war sie, laut Aussage der Betreiber, die drittgrößte Modellbahn der Welt. Sie befand sich im Alexa am Alexanderplatz in Berlin. Die Ausstellung schloss zum 31. August 2017. Alle 18 Mitarbeiter verloren ihren Arbeitsplatz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Nachbildung des Berliner Fernsehturms im Loxx

Um den Jahreswechsel 2002/2003 kam Stefan Göddeke die Idee, eine Miniaturanlage in Berlin zu bauen, nachdem er in Gelsenkirchen eine Ausstellungsanlage besucht hatte. Nach Vorarbeiten zusammen mit seinem Bruder Henrik Göddeke fanden sie in Berlin-Charlottenburg passende Räume. Etwa 70 angestellte Mitarbeiter ermöglichten den Bau einer Anlage auf zunächst rund 600 m², die am 18. September 2004 eröffnet wurde.

Von Juni bis September 2007 zog die Anlage in das Alexa-Center am Alexanderplatz um. Der Umzug umfasste neben der Anlage selbst, den Werkstätten und rund 1000 Häusern über 4000 Meter Gleis, 10.000 Autos, 45.000 Bäume und 50.000 Figuren.[1]

Die Ausstellung wurde am 31. August 2017 geschlossen. Für die Schließung gab der Betreiber persönliche und kaufmännische Gründe an. So lief z. B. der Mietvertrag im Alexa-Center im Herbst 2017 aus.[2] Die Anlage wurde anschließend verkauft und wird im Leeraner Miniaturland wieder aufgebaut.[3]

Themen der Modellbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Als Schwerpunktthema der Großanlage wurden Modelle von Berliner Bauwerken gezeigt. Neben Berliner Bahnhöfen und einem Ausschnitt der Berliner Stadtbahnstrecke waren dies Sehenswürdigkeiten wie Reichstag, Brandenburger Tor, Regierungsviertel und Fernsehturm im Maßstab 1:87 (Nenngröße H0). Die Anlage stellte ein nicht komplettes Modell der Stadt bzw. der Innenstadt von Berlin dar.

Außerdem wurde ein großer Flughafen gebaut, auf dem Flugzeuge in regelmäßigen Abständen starteten und landeten.

Technik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anlage im Nachtmodus

Es kamen angepasste Gleichstrom-Lokomotiven zum Einsatz. Die Züge wurden durch ein Zweileiter-Digitalsystem (Fabrikat Lenz) gesteuert. Getrennte Digitalsysteme wurden für die Schaltung von Weichen und Signalen und das Rückmelden (welcher Zug befindet sich wo auf der Anlage) eingesetzt.

Die eingesetzten Fahrzeugmodelle entstammten der regulären Produktion von Firmen wie Fleischmann, Roco, Brawa, Gützold, Piko; hinzu kommen einige Eigenbauten. Neben „normalen“ Eisenbahnen verkehren auf den Straßen der Anlage Straßenbahnen, sowie PKW, LKW und Autobusse, die ebenfalls digital gesteuert werden. Ein dem Car-System von Faller ähnliches Prinzip ermöglichte ein sicheres Fahren der Modelle. Auch die startfähigen Flugzeuge fuhren nach diesem Prinzip.

Die Anlage wechselte im 20-Minuten Takt in den so genannten „Nachtmodus“, in dem die Leuchtdioden in den Häusern sichtbar werden. Insgesamt 30.000 Leuchtdioden waren in Zügen, Straßenfahrzeugen, Gebäuden und Laternen installiert. Die Stromversorgung erfolgte über 170.000 Meter Kabel. 30 Rechner und 80 Kameras überwachten und steuerten den Verkehr.[4][5]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Loxx – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Isabell Jürgens: Eine Stadt zieht um: Mini-Berlin steht jetzt am Alex. In: Die Welt, 7. September 2007
  2. Jörg Schürmeyer: Leeraner Miniaturland will Modellbahn „Loxx“ kaufen. In: Neue Osnabrücker Zeitung, 5. Juli 2017, abgerufen am 18. November 2017.
  3. Berlin zieht im Leeraner Miniaturland ein, NDR.de, 6. September 2017, abgerufen am 18. November 2017.
  4. Stefan Strauss: Die Reise der Gleise. In: Berliner Zeitung, 14. August 2007
  5. Silke Kettelhake: Die Parallelwelt im Maßstab 1:87. In: Jungle World, 17. Mai 2006

Koordinaten: 52° 31′ 11,3″ N, 13° 24′ 54″ O