Mörzheim

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Mörzheim
Wappen der ehemaligen Gemeinde Mörzheim
Koordinaten: 49° 10′ 9″ N, 8° 4′ 33″ O
Höhe: 197 m
Fläche: 6,52 km²
Einwohner: 1140 (31. Dez. 2011)
Bevölkerungsdichte: 175 Einwohner/km²
Eingemeindung: 22. April 1972
Postleitzahl: 76829
Vorwahl: 06341
Karte
Lage von Mörzheim in Landau in der Pfalz

Mörzheim ist ein Stadtteil von Landau in der Pfalz. Der Ort hat rund 1100 Einwohner.

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Weinbaugebiet gehört zu den klimatisch besonders begünstigten Regionen Mitteleuropas. Die Sonnenscheindauer beträgt durchschnittlich 1.800 Stunden, davon jeweils 200 in den besonders vegetationsintensiven Sommermonaten. Die Jahresmitteltemperatur liegt zwischen neun und zehn Grad Celsius. Auch in den Wintermonaten sinken die Mitteltemperaturen nur selten unter null Grad.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Archäologische Funde lassen auf eine menschliche Besiedlung des heutigen Ortsgebietes bereits in der Jungsteinzeit schließen. Es wird angenommen, dass der Ort zu seinem Namen kam, als sich ein alemannischer Sippenführer namens Morin nach der Schlacht von Zülpich im Jahr 496 hier niederließ. Nach ihm wurde der Ort Morinheim genannt.

Urkundlich erwähnt wird Mörzheim erstmals 724 im Besitzverzeichnis Traditiones Possessionesque Wizenburgenses als Mornßhaim. Ab dem 7. Jahrhundert war es ein Lehen des Klosters Weißenburg, ab 1205 gehörte es zum Speyergau, dem als Vogt Graf Friedrich I. von Leiningen vorstand.

Vom Jahr 1507 an wird das Dorf und seine Einkünfte zwischen der Kurpfalz und dem Bischof von Speyer aufgeteilt. Dies war bis zum Jahr 1709 der Fall, als Mörzheim komplett an die Kurpfalz überging.

Im März 1793 stellte der Ort zusammen mit 32 weiteren Gemeinden bei der französischen Nationalversammlung den Antrag, in die französische Republik aufgenommen zu werden, welcher angenommen wurde. Erst ihm Jahre 1828 erhielt das Dorf seinen heutigen Namen Mörzheim.

Während des Ersten Weltkriegs hatte das Dorf 45 Opfer und während des Zweiten Weltkriegs 85 Opfer zu beklagen.

Die Eingemeindung nach Landau erfolgte im Zuge der rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform am 22. April 1972.[1]

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1923 Mörzheimer Lehmgrube

Mörzheim ist ein Dorf mit einem traditionellen Ortskern. Es sind viele alte restaurierte Fachwerkhäuser erhalten und die vielen alteingesessenen Winzerbetriebe prägen das Ortsbild. Die Umgebung ist von weitläufigen Weinbergen gezeichnet. Auch das Haus von Johann Thomas Schley, Auswanderer und Gründer der US-amerikanischen Stadt Frederick, Maryland, in dem sich ein Restaurant befindet, ist in Mörzheim zu sehen.

Aus Richtung Impflingen kommend, ist gleich nach den Aussiedlerhöfen links eine Wehranlage aus dem Zweiten Weltkrieg zu sehen, welche Teil der Westwallbefestigungen war und als Panzerabwehrlinie diente.

Im Frühjahr blüht in den Weinbergen rund um Mörzheim die seltene Wildtulpe Tulpa silvestris. Diese Tulpe gilt als Urform aller Tulpen und wächst wild in den Weinbergen.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Mörzheim

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mörzheim hat eine Städtepartnerschaft mit Frederick, Maryland.

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Gustav Adolf Gulden (1808–1882), Jurist, Politiker und Mitglied der Frankfurter Nationalversammlung

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Seite 184 (PDF; 2,6 MB)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]