Godramstein

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Godramstein
Früheres Wappen Godramsteins
Koordinaten: 49° 12′ 45″ N, 8° 4′ 54″ O
Höhe: 154 m ü. NHN
Fläche: 6,88 km²
Einwohner: 2713 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 394 Einwohner/km²
Eingemeindung: 22. April 1972
Postleitzahl: 76829
Vorwahl: 06341
Karte
Lage von Godramstein innerhalb der Stadt Landau in der Pfalz

Godramstein ist ein Stadtteil von Landau in der Pfalz.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste Erwähnung erfolgte anlässlich einer Schenkung an das Kloster Lorsch im Jahr 766 als „Godmarstaine“ in einer Urkunde des Lorscher Codex.[2]

Die „Godramsteiner Aren“ (= Altäre, Göttersteine), deuten auf Bestand schon zur Römerzeit hin. Vermutungen lassen sogar eine Besiedlung im Bronzezeitalter durch die Kelten schließen. Der Name lässt sich entweder auf „Godemar“, einen fränkischen Einwanderer, herleiten oder auf die Funde von sieben Gottheiten auf einem Stein und einer Tafel mit sechs Götterfiguren („Götter am Stein“).

Im Mittelalter sind Besitzrechte der Klöster Lorsch, Weißenburg und Hornbach urkundlich nachweisbar. Rudolf von Habsburg verlieh dem Ort 1285 Rechte und Freiheiten eines Reichsdorfes. Godramstein fiel 1371 an die Kurpfalz.[3]

Die bis dahin eigenständige Gemeinde Godramstein wurde am 22. April 1972 in die Stadt Landau in der Pfalz eingemeindet.[4]

siehe auch Burg Godramstein

Das heute Dorfgemeinschaftshaus, die Kinck'sche Mühle ist eine im Anfang des 19. Jahrhunderts erbaute und nach diesem benannte Mühle von Matthäus Kinck.

Der Mühlbetrieb wurde 1960 eingestellt. Heute dient die ehemalige Mühle als Dorfgemeinschaftshaus und wurde dafür auch mehrfach saniert um die alten Elemente der Mühle zu erhalten.[5]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Godramstein besitzt einen Bahnhof an der Bahnstrecke Landau–Rohrbach und eine Ausfahrt an der Bundesstraße 10.

Umweltschutz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den Auen Godramsteins gibt es an einigen Stellen den in Deutschland geschützten Stein- oder Bachkrebs (Austropotamobius torrentium), der in der nationalen Roten Liste als vom Aussterben bedroht (Kat. 2) beurteilt wird.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die in Godramstein gewirkt haben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. GeoPortal.Landau: Einwohnerstatistik von Landau in der Pfalz
  2. Minst, Karl Josef [Übers.]: Lorscher Codex (Band 4), Urkunde 2163, August 767 – Reg. 213. In: Heidelberger historische Bestände – digital. Universitätsbibliothek Heidelberg, S. 60, abgerufen am 2. Februar 2018.
  3. Erhard Nietzschmann: Die Freien auf dem Lande. Ehemalige deutsche Reichsdörfer und ihre Wappen. Melchior, Wolfenbüttel 2013, ISBN 978-3-944289-16-8, S. 37.
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 169 (PDF; 2,8 MB).
  5. Willkommen auf der Homepage von Eberhard Ref - Litera G (Glan-Münchweiler - Großfischlingen). Abgerufen am 17. Juni 2018.