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Müdesheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Müdesheim
Stadt Arnstein
Koordinaten: 49° 58′ N, 9° 55′ OKoordinaten: 49° 58′ 6″ N, 9° 55′ 3″ O
Höhe: 203 (198–240) m ü. NHN
Fläche: 9,66 km²[1]
Einwohner: 417 (25. Mai 1987)[Ohne Beleg]Vorlage:Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland/Wartung/NoEinwQuelle
Eingemeindung: 1. Juli 1974
Postleitzahl: 97450
Vorwahl: 09363

Müdesheim ist ein Gemeindeteil der Stadt Arnstein im unterfränkischen Landkreis Main-Spessart in Bayern.[2]

Das Pfarrdorf liegt einen Kilometer westlich von Reuchelheim im Tal der Wern an der Bundesstraße 26.

Die Gemarkung Müdesheim hat eine Fläche von 9,655 km². Sie ist in 1529 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 6314,68 m² haben.[1] In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Dattensoll.[3]

Müdesheim wurde erstmals 889 in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda als „Moutwinesheim“ erwähnt. Durch die teilweise Freilegung eines Gräberfeldes aus der Merowingerzeit ist jedoch eine frühere Besiedlung erwiesen. 1279 tauchte der Ortsname als Familienname der Herren von Müdesheim auf, bekanntester Träger war Ritter Ullrich von Müdesheim. Südwestlich von Müdesheim und links der Wern gab es den Ort Hintenach. Es soll um das Jahr 1500 wüst gefallen sein – es wird das Aussterben durch die Pest angenommen.

Am 1. Juli 1974 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde zusammen mit ihrem Gemeindeteil Dattensoll in die Stadt Arnstein eingegliedert.[4]

Müdesheim war früher ein Winzerdorf mit ausgedehnten Rebanbauflächen. Im 19. Jahrhundert musste jedoch der Weinbau aufgrund von Krankheiten aufgegeben werden. Seit den 2000er Jahren findet der Ort aber wieder zu dieser Tradition zurück.

Sehenswert ist z. B. die Radegundiskapelle im Wald südöstlich von Müdesheim.

Ein Sohn des Ortes ist der Erfinder und Abenteurer Franz Leppich (1778–1819).

Commons: Müdesheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  1. a b Gemarkung Müdesheim (090972). In: geoindex.io. Geoindex Aktiengesellschaft, abgerufen am 22. Januar 2026.
  2. Stadt Arnstein, Liste der amtlichen Gemeindeteile/Ortsteile im BayernPortal des Bayerischen Staatsministerium für Digitales, abgerufen am 3. Januar 2025.
  3. Webkarte. ALKIS®-Verwaltungsgrenzen - Gemarkungen. In: BayernAtlas. LDBV, abgerufen am 22. Januar 2026.
  4. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart / Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 762 (Statistische Bibliothek des Bundes und der Länder [PDF; 41,1 MB]).