Viacom International Media Networks (Europa)

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Viacom International Media Networks
Rechtsform Sparte der
Viacom International Media Networks
Gründung 1987
Sitz London, Vereinigtes Königreich
Warschau, Polen
Branche Unterhaltung
Website www.mtvne.com

Viacom International Media Networks Europe (früher: MTV Networks Europe) ist eine Sparte der Viacom International Media Networks für Europa, bei welchen es sich um ein Tochterunternehmen von Viacom handelt.

Viacom International Media Networks Europe managt einige dutzend nationale Fernsehsender der Marken MTV, VH1, TMF, VIVA, Nickelodeon und Comedy Central in den Ländern Europas. Der Firmensitz befindet sich in London und Warschau.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Geschichte der heutigen Viacom International Media Networks Europe beginnt mit dem Start von MTV Europe, der paneuropäischen Version des US-amerikanischen Senders MTV.

Heute gibt es dutzende nationale TV-Sender der Marken MTV, VH1, VIVA, Nickelodeon und Comedy Central. Gemanagt werden diese von London aus, allerdings gibt es auch Sub-Networks.

Am 15. September 2008 begann MTV Networks International vom Hauptquartier in Warschau aus, seinen High Definition- Kanal MTVN HD zu senden.

Im Januar 2009 wurden die Kanäle MTV Latvija und MTV Lietuva miteinander verschmolzen, da die baltischen Sender nicht genug Zuschauerquoten erzielten.[1] Am 18. November 2009 wurde auch dieser Sender eingestellt, genauso wie MTV Estonia. Zurzeit wird in den drei Ländern der Sender MTV Europe ausgestrahlt.

Am 1. September 2011 stellten die Networks den TMF-Ableger TMF UK & Ireland ein. Der Musiksender wurde durch VIVA ersetzt.[2]

Am 16. September 2011 wurde bekanntgegeben, dass das Geschäft in Nord- und Mitteleuropa zentralisiert wird. Vom Berliner Büro aus wird das Kinder- und Familienprogramm gestaltet werden (Nickelodeon, Nick Jr, Kindernet). Die MTV, TMF und VH1-Sender werden von Stockholm aus betreut werden; die lokalen Comedy Central-Sender von Amsterdam aus. Diese Änderung betrifft die Kanäle in den Niederlanden, Belgien, Deutschland, Österreich, der Schweiz, Finnland, Schweden, Norwegen und Dänemark.[3]

Wirkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei seiner Einführung in Deutschland war MTV Europe der erste reine TV-Musiksender. Für viele Jugendliche verkörperte er einen Bestandteil des Anschlusses an die globale Popkultur. Als erstes Lied wurde das Video Money for Nothing der britischen Rockband Dire Straits (1985) gezeigt. Dieses Video wurde komplett computeranimiert und galt als avantgardistisch. Die schnellen und teilweise grellen Schnitte der gezeigten Musikvideos waren stilprägend und wurden als "MTV-Stil" bezeichnet.

MTV Networks Germany[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die MTV Networks Germany betreuen eine Reihe deutscher und österreichischer Sender und sind den MTV Networks Europe unterstellt.

1999 startete MTV Central (heute: MTV Germany) auf der Satelliten-Frequenz des eingestellten Kinderkanals Nickelodeon Deutschland. Bereits zuvor hatte MTV Central den englischsprachigen MTV Europe in Deutschland und Österreich im Kabel- und Pay-TV ersetzt. Im Laufe der Jahre gelang es MTV Germany, auf dem deutschen Fernsehmarkt verstärkt Marktanteile zu erobern und mit der Konkurrenz VIVA Deutschland gleichauf zu schließen. Um den Druck auf VIVA zu erhöhen, startete MTV Networks Germany 2001 den Mainstreamkanal MTV2 Pop, welcher sich auf die Sparte Pop und Dance konzentrierte und so direkt gegen VIVA positioniert war.

Seit 2005 ist die MTV-Muttergesellschaft Viacom im Besitz des ehemaligen Konkurrenzsenders VIVA, der daraufhin in die MTV Networks Germany eingegliedert wurde. Nach der Übernahme wurden die beiden MTV-Sender und die beiden VIVA-Sender neu komplementär positioniert. MTV Germany sollte „kantiger“ werden und hatte seither ein eher auf das männliche Publikum abgestimmtes Programm. VIVA war dagegen auf die Zielgruppe der weiblichen Zuschauer ausgerichtet.

Durch diese Neuausrichtung stellte man MTV2 Pop ein und startete stattdessen auf dieser Frequenz den Kindersender Nick neu.

2007 startete Comedy Central Deutschland, welcher vor allem aus Sendungen des vorhergehenden Programmfensters NICK Comedy besteht. Seit 2008 teilt sich Comedy Central eine Frequenz mit Nickelodeon.

Am 1. Dezember 2007 starteten die Pay-TV-Sender MTV Entertainment und Nick Premium, 2009 der Kleinkinder-Pay-TV-Sender Nick Jr.

Seit dem 31. März 2010 trägt Nick Premium den Namen Nicktoons und Nick den Sendernamen Nickelodeon.

Seit dem 1. Januar 2011 wird MTV Germany nicht mehr analog verbreitet und ist digital nur noch im Pay-TV zu empfangen.

Ab 1. Oktober 2014 senden VIVA und Comedy Central auf einer gemeinsamen Frequenz (VIVA: 6:00 Uhr bis 17:00 Uhr, Comedy Central: 17:00 Uhr bis 6:00 Uhr), Nickelodeon hingegen wird wieder zu einem 24-Stunden-Programm ausgebaut. MTV wird ab Herbst 2014 zudem nur noch als HD-only-Marke präsent sein, die SD-Version wird ersatzlos eingestellt. Über die zukünftige Verbreitung von MTV HD wird bereits spekuliert, offiziell ist hier allerdings noch nichts.[4]

Entwicklung der Marktanteile[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Marktanteile der Sender von MTV Networks Germany seit 2003
Jahr ab 3 Jahre[5][6][7][8][9]
MTV VIVA VIVA PLUS /
Comedy Central
MTV2 Pop /
Nickelodeon
2003 0,5 % k.A. k.A. 0,3 %
2004 0,4 % 0,4 % 0,3 % 0,3 %
2005 0,4 % 0,5 % 0,3 % k.A.
2006 0,4 % 0,6 % 0,2 % 0,5 %
2007 0,5 % 0,6 % k.A. 0,7 %
2008 0,5 % 0,6 % 0,3 % 0,8 %
2009 0,4 % 0,6 % 0,3 % 0,9 %
2010 0,4 % 0,5 % 0,3 % 0,8 %
2011 k.A. 0,5 % 0,4 % 0,8 %
2012 k.A. 0,5 % 0,4 % 0,7 %
2013 k.A. 0,4 % 0,3 % 0,7 %
Durchschnitt 00,4 % 00,5 % 00,3 % 00,7 %

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.baltic-course.com/eng/baltic_news/?doc=2530
  2. http://www.campaignlive.co.uk/news/946240/MTV-replace-TMF-music-channel-Viva/?DCMP=ILC-SEARCH
  3. Briel, Robert: MTV Networks North reorganises vom 16. September 2011 auf broadbandtvnews.com – Aufgerufen am 4. Oktober 2011
  4. Kastner dampft Viva ein und baut Nickelodeon aus
  5. kek-online.de: Zuschaueranteile seit 1990. kek-online.de. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  6. kek-online.de: Zuschaueranteile 2003. kek-online.de. Abgerufen am 30. Juni 2014.
  7. kek-online.de: Zuschaueranteile 2004. kek-online.de. Abgerufen am 30. Juni 2014.
  8. kek-online.de: Zuschaueranteile 2012. kek-online.de. Abgerufen am 22. Juni 2014.
  9. kek-online.de: Zuschaueranteile 2013. kek-online.de. Abgerufen am 22. Juni 2014.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]