MU90-Torpedo

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MU90-Torpedo


MU90/IMPACT-Torpedo

Allgemeine Angaben
Bezeichnung: MU90
Herkunftsland: Frankreich, Italien
Hersteller: EuroTorp
Technische Daten
Länge: 285 cm
Durchmesser: 323,7 mm
Gefechtsgewicht: 304 kg
Antrieb: elektrisch, Aluminium-Silberoxid-Batterie[1]
Geschwindigkeit: 29 bis >50 Knoten (92,6 km/h)
Reichweite: >12 km bei max. Geschwindigkeit, >25 km bei min. Geschwindigkeit[1]
Ausstattung
Gefechtskopf: 32,7 kg Hohlladung mit Triaminotrinitrobenzol (TATB) (entspricht 123 kg TNT)
Zielortung: akustisch (aktiv/passiv)
Waffenplattformen:

Überwassereinheiten, Hubschrauber, Flugzeuge (Maritime Patrol Aircrafts), auch U-Boote

Listen zum Thema

Der MU90/IMPACT-Torpedo ist ein leichter europäischer U-Jagd-Torpedo.

Geschichte und Entwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

MU90, Frontansicht
3-fach Torpedorohr Mk.32 an Bord der F221 Hessen der Deutschen Marine

Der MU90 ist eine gemeinsame Entwicklung von WASS – Whitehead Alenia Sistemi Subacquei (Italien), DCN International (Frankreich) und THALES (Frankreich), der auf dem Torpedo A244-S beruht. Er wird vom Unternehmen EuroTorp produziert und kann von Schiffen, Hubschraubern und U-Booten eingesetzt werden.

In Deutschland löste der MU90 die Torpedos DM4 und Mk46 Mod. 2 ab. Er dient als Bewaffnung der Fregatten der Klasse F123 und F124 sowie des Bordhubschraubers Sea Lynx. Die Ausbildung am Torpedo erfolgt mit dem Ausbildungsgerät für U-Jagd und Sonar (AGUS) an der Marineoperationsschule in Bremerhaven.

Als Weiterentwicklung des MU90 ist geplant, diesen als Anti-Torpedo-Waffe für Überwassereinheiten gegen Schwergewichtstorpedos einzusetzen, um diese im Hard-Kill-Verfahren zu zerstören.

Im August 2013 wurde von der australischen Marine zum ersten Mal ein scharfer Testschuss mit dem MU90 auf ein Übungsziel erfolgreich abgegeben.[2]

Nutzer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Abschuss eines MU90 von Bord des italienischen Zerstörers Caio Duilio (D 554)

Der MU90 wird von den Marinen von Frankreich, Italien, Deutschland, Dänemark, Australien und Polen genutzt:[3]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Dieter Stockfisch: Torpedo MU90 - Stärkung der U-Jagdfähigkeit, in: Strategie und Technik, Ausgabe Oktober 2011, S. 47f.
  • Jürgen K.G. Rosenthal: Unterwasserwaffe der Deutschen Marine – Leichtgewichtstorpedo MU90, in: Hardthöhenkurier 1/2011, S. 48ff. (online als PDF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b MU90/ IMPACT ALWT. THALES, abgerufen am 20. Januar 2018 (englisch).
  2. MU90 torpedo enters Royal Australian Navy service (englisch), abgerufen am 2. November 2013.
  3. vgl. Pressemitteilung von Eurotorp: MU90 Light Weight Torpedo deliveries continue at cruising speed (Memento des Originals vom 9. November 2013 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.eurotorp.com, abgerufen am 21. Juli 2012.