Ma Jiangbao

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Ma Jiangbao – 马江豹
Ma Jiangbao WP Ma 1.JPG
Ma Jiangbao, 2009
MaJiangbaoMaBoedickerKazimierz.jpg
Ma demonstriert Tuishou, Kazimierz 2009
Signatur – Ma Jiangbao 马江豹

Ma Jiangbao (chinesisch 馬江豹 / 马江豹, Pinyin Mǎ Jiāngbào, * 31. Oktober 1941 in Shanghai, China; † 12. Oktober 2016 in Rotterdam, Niederlande) war Tai-Chi-Meister, Repräsentant aus der mütterliche Linie der Jianquan Taijiquan Association (鑑泉太極拳社 / 鉴泉太极拳社, Jiànquán Tàijíquánshè). Er war somit der einzige aus der mütterlichen Linie, neben anderen Vertreter des Wu-Stils der väterlichen Linie, in Europa.[1][2][3]

Biografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Er war ein Enkel (外孫 / 外孙, wàisūn – „Enkel der Tochter“) des Stilbegründers Wu Jianquan und Sohn von Wu Yinghua[4] und Ma Yueliang,[5] zwei anerkannten Großmeistern des Taijiquan (Tai Chi Chuan).[2]

Ma kam 1986 auf Einladung der chinesischen Gemeinde Düsseldorfs als Begleiter seines Vaters nach Deutschland. Da das Interesse an seinem Unterricht rasch anwuchs, entschloss sich die Familie, ihn als Europa-Vertreter in Deutschland zu etablieren. Als seine Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert wurde, übersiedelte er in die Niederlande, wo er in Rotterdam lebte.

In Zusammenarbeit mit seinen europäischen Schülern hat Ma alle Bewegungen und Techniken seiner Kunst präzise beschrieben und erklärt und so der – auch naturwissenschaftlichen – Kritik geöffnet. Er verbat sich, „Meister“ genannt zu werden und lehnte jedweden Personenkult ab.

Von ihm ausgebildete Tai-Chi-Lehrer unterrichten in ganz Europa, sowie in Japan und Südafrika.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ma Jiangbao: Das Wesen einer traditionellen Kunst. Verlag Mach:Art, Ratingen 1998, ISBN 3-932330-91-9.
  • Nina Wagner, Werner Klüfer: Wu-Stil Tai Chi Chuan. Ma Jiang Bao: Die lange Form. 2. Auflage. Verlag Mach:Art, Ratingen 1999, ISBN 3-932330-02-1.
  • Nina Wagner, Werner Klüfer, Benjamin Kasenda: Wu-Stil Tai Ji Quan. Ma Jiangbao: Die langsamen Formen. 3., vollständig überarbeitete Auflage. Verlag Mach:Art, Ratingen 2008, ISBN 978-3-932330-03-2.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ma Jiangbao. In: www.wu-taichi.de. Abgerufen am 22. Februar 2020 (Leben und Hintergrund).
  2. a b Wu Tai Chi Chuan – Die historische Entwicklung des Wu-Stil Tai Chi Chuan. In: www.wu-taichi.de. Abgerufen am 22. Februar 2020 (Stammbaum der Wu-Taichi-Meister).
  3. About Us – Wu Family Tree. In: www.wustyle.com. Abgerufen am 22. Februar 2020 (englisch, Stammbaum der Familie Wu).
  4. Wu Yinghua (吳英華 / 吴英华) – A Tribute to Wu Yinghua. In: Youtube.com. Abgerufen am 2. Juni 2016 (Videoclip).
  5. Ma Yueliang (馬岳樑 / 马岳梁) – A Tribute to Ma Yueliang. In: Youtube.com. Abgerufen am 11. Juli 2016 (Videoclip).