Maccagno

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Maccagno
Kein Wappen vorhanden.
Maccagno (Italien)
Maccagno
Staat: Italien
Region: Lombardei
Provinz: Varese (VA)
Koordinaten: 46° 3′ N, 8° 44′ O46.058.7333333333333210Koordinaten: 46° 3′ 0″ N, 8° 44′ 0″ O
Höhe: 210 m s.l.m.
Fläche: 16 km²
Einwohner: 2.065 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 129 Einw./km²
Stadtviertel Vedi elenco
Angrenzende Gemeinden Agra, Cannobio (VB), Dumenza, Luino, Pino sulla Sponda del Lago Maggiore, Tronzano Lago Maggiore, Veddasca
Postleitzahl: 21010
Vorwahl: 0332
ISTAT-Nummer: 012094
Volksbezeichnung: Maccagnesi
Website: www.comune.maccagno.va.it
Der Bahnhof von Maccagno
Der Badestrand von Maccagno
Ein Taler aus Maccagno (1622)
Die Mündung des Flusses Giona in den Lago Maggiore

Maccagno ist ein Ortsteil der 2014 gebildeten Gemeinde Maccagno con Pino e Veddasca und liegt am Ostufer des Lago Maggiore in der italienischen Provinz Varese. Der Ort mit 2065 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) teilt sich in einen oberen Ortsteil Maccagno superiore und den direkt am See gelegenen Ortsteil Maccagno inferiore, die durch den Fluss Giona getrennt werden.

Ortsname[Bearbeiten]

Der Name des Ortes, der bereits in frühgeschichtlicher und römischer Zeit besiedelt war, soll vom lateinischen Wort „Maccus“ stammen, im Deutschen in etwa Harlekin. Dies wurde zu „Macchi“, wobei auch die Einwohner mit diesem Nachnamen dort die größte Gruppe stellten.

Um das Jahr 1270 setzte sich der Name „Macagnio“ durch.

Geschichte[Bearbeiten]

Gesicherte Aufzeichnungen sind seit dem Jahr 926 überliefert, in dem Maccagno Superiore Teil des Lehens der „Vier Täler“ wurde.

Einer Legende nach sollen die Einwohner von Maccagno Inferiore Kaiser Otto den Großen während seines Italienfeldzuges gegen Berengar II. gastfreundlich aufgenommen haben, worauf Otto den Ort als Dank für erwiesene Dienste zur freien Grafschaft erhoben und als freies Lehen an Fazio und Robaconte Mandelli vergeben haben soll. Gesichert ist, dass Heinrich IV. im Jahr 1110 den Grafen Ottone Mandelli als Lehnsherren bestätigte und Karl V. im Jahr 1541 Giacomo Mandelli zum Grafen des Heiligen Römischen Reiches ernannte. Er erhielt das Recht, einen Markt abzuhalten, der seitdem regelmäßig stattfindet, inzwischen im fünf Kilometer südlich gelegenen Luino.

Eine nachhaltige Veränderung ergab sich am 18. Juli 1622, als Ferdinand II. dem Grafen Giacomo das Recht verlieh, Münzen zu prägen, womit die Münzprägestelle von Maccagno begründet wurde. Auf dem Markt wurde insbesondere Getreide in großem Umfang gehandelt, das auf dem Wasserweg herantransportiert wurde. Als jedoch ein Gesetz eingeführt wurde, das den Getreideexport untersagte, verlor der Markt seine Bedeutung an Handelszentren, die sich unter der Kontrolle der Borromäer befanden. Die Bemühungen des Gebiets, die Eigenständigkeit zu erhalten, waren letztlich vergeblich: Im Jahr 1692 musste Maccagno auf seine Autonomie verzichten und unterwarf sich einer mächtigen Mailänder Familie: Giovanni Battista Mandelli, der letzte Lehnsherr, verkaufte das Lehen an den Grafen Carlo Borromeo.

Anfang des 18. Jahrhunderts blühte die Stadt wieder auf, als diese Familie dort Betriebe zu errichten begann, die die Wasserkraft zur Energieerzeugung nutzen konnten. So entstanden Mühlen und Sägewerke, in denen das reichlich vorhandene Lärchen- und Tannenholz aus den umliegenden Bergen verarbeitet wurde. Einige Betriebe, die im handwerklichen Stil begannen, haben sich inzwischen zu Industriebetrieben entwickelt. Haupterwerbsquelle der Bewohner Maccagnos ist mittlerweile jedoch der Tourismus.

Auf der Grundlage des Regionalgesetztes Nr. 8 vom 30. Januar 2014 fusionierten fünf Tage später die bis dahin selbständigen Gemeinden Maccagno, Pino sulla Sponda del Lago Maggiore und Veddasca zur neuen Gemeinde Maccagno con Pino e Veddasca.

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Kunstmuseum Maccagno
  • Angelo Pedroni (1914–1992), Erzbischof und Diplomat des Heiligen Stuhls

Tourismus[Bearbeiten]

Maccagno verfügt über einen mehrere hundert Meter langen Kiesbadestrand mit ausgebauter touristischer Infrastruktur in der Nähe des Ortszentrums und über ein Museum für moderne Kunst.

Literatur[Bearbeiten]

  • Anna Ferrari-Bravo, Paola Colombini: Guida d’Italia. Lombardia (esclusa Milano). Milano 1987, S. 218–222.
  • Lombardia. Hrsg. vom Touring Club Italiano. Touring Editore, Milano 1999, ISBN 88-365-1325-5, Maccagno.
  • Luca Gianazza: La Zecca di Maccagno inferiore e le sue monete. Alberti editore, Intra 2003.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Maccagno – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistiche demografiche ISTAT. Monatliche Bevölkerungsstatistiken des Istituto Nazionale di Statistica, Stand 31. Dezember 2013.