Magnesiumhydrogenphosphat

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Strukturformel
Magnesiumion Hydrogenphosphation
Allgemeines
Name Magnesiumhydrogenphosphat
Andere Namen
  • Magnesium phosphoricum
  • phosphorsaures Magnesia
  • E 343
Summenformel HMgPO4
Kurzbeschreibung

geruchloser, weißer Feststoff[1]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 7757-86-0 (wasserfrei)
  • 7782-75-4 (Trihydrat)[2]
EG-Nummer 231-823-5
ECHA-InfoCard 100.028.930
PubChem 123955
ChemSpider 110477
Wikidata Q14325507
Eigenschaften
Molare Masse
  • 120,33 g·mol−1
  • 174,33 g·mol−1 (Trihydrat)[1]
Aggregatzustand

fest

Dichte

2,13 g·cm−3[1]

Schmelzpunkt

550 °C (Zersetzung)[1]

Löslichkeit

sehr schlecht in Wasser (0,25 g·l−1 bei 20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Magnesiumhydrogenphosphat, auch phosphorsaures Magnesia, ist eine chemische Verbindung des Magnesiums. Es besitzt die Formel MgHPO4 · 3 H2O und gehört zur Stoffgruppe der Hydrogenphosphate.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumhydrogenphosphat ist ein farbloses, kristallines Pulver, das in der Natur nicht in reiner Form vorkommt. Dies trifft auch für andere Magnesiumphosphatderivate zu.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumhydrogenphosphat wird industriell aus Natriumphosphat und Magnesiumsulfat-Heptahydrat gewonnen. Es löst sich in Wasser nur schwer, aber in verdünnten Säuren gut. Ab einer Temperatur von 205 °C zersetzt es sich unter Abgabe von Wasser und Magnesiumpyrophosphat (Mg2P2O7).

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im menschlichen Körper kommt Magnesiumhydrogenphosphat im Gehirn, Zähne, Nerven, Rückenmark, Blutkörperchen, Muskeln und Knochen vor. In Lebensmitteln findet es sich in allen grünem Gemüse (Bestandteil des Blattgrüns), Obst (zum Beispiel Bananen) und Getreide.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumphosphate werden in der Industrie als keramischer Rohstoff und als Flammschutzmittel angewendet.

In der Lebensmittelindustrie werden Magnesiumphosphate als Futtermittelzusatz, Abführmittel und Lebensmittelzusatz eingesetzt. Lebensmitteln werden sie als Säureregulator und/oder Trennmittel zugesetzt. Sie sind in der EU als Lebensmittelzusatzstoff der Nummer E 343 je nach Lebensmittel mit Höchstmengenbeschränkungen von bis zu 5 Gramm (bei Sahneerzeugnissen), bei Kaffeeweißer bis zu 30 Gramm pro Kilogramm zugelassen.

Magnesiummonohydrogenphosphat (Magnesium phosphoricum) ist Bestandteil alternativmedizinischer Arzneimittel wie etwa der Schüßler-Salze.

Verwandte Verbindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumphosphate existieren auch in anderen Konstellationen:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Magnesiumhydrogenphosphat (PDF) bei Merck, abgerufen am 17. Juni 2010.
  2. Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Magnesiumhydrogenphosphat-Trihydrat: CAS-Nummer: 7782-75-4, EG-Nummer: 616-511-2, ECHA-InfoCard: 100.112.128, PubChem: 16204530, Wikidata: Q3791964.
  3. Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Trimagnesiumphosphat: CAS-Nummer: 7757-87-1, EG-Nummer: 231-824-0, ECHA-InfoCard: 100.028.931, PubChem: 24439, Wikidata: Q6731399.
  4. Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Magnesiumdihydrogenphosphat: CAS-Nummer: 13092-66-5, EG-Nummer: 236-004-6, ECHA-InfoCard: 100.032.716, Wikidata: Q4161317.
  5. Externe Identifikatoren von bzw. Datenbank-Links zu Magnesiumdiphosphat: CAS-Nummer: 10102-34-8, Wikidata: Q27276826.