Maker

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Diskussion auf der Makermesse in Kalifornien (2008)

Maker [mæ͜ɪkə] (engl. für ‚Schöpfer‘ oder ‚Hersteller‘) ist die Bezeichnung für eine Subkultur, die man auch als Do-It-Yourself-Kultur mit dem Einsatz aktueller Technik beschreiben kann.

Ziele[Bearbeiten]

Ziel vieler Anhänger ist es, mit eigenen Mitteln ein technisches Problem zu lösen, ohne den Einsatz kostspieliger Speziallösungen. Ein typisches Beispiel ist der Einsatz von 3D-Druckern, mit denen Ersatzteile für Geräte hergestellt werden. Ein anderes Beispiel wäre, einem Auto weitere Sensoren hinzuzufügen und diese auszulesen. Es gibt auch viele Mitglieder, die anderen zum Beispiel rein künstlerischen oder akademischen Projekten nachgehen. Ein Würfel aus Leuchtdioden wäre ein Beispiel für eine rein künstlerische Zielsetzung. Für viele Mitglieder sind auch Wissensaneignung und Neugierde die Triebfedern.

Hackerspaces, Makerspaces und FabLabs[Bearbeiten]

Manche Mitglieder organisieren sich in sogenannten Hackerspaces, Makerspaces oder FabLabs. Das sind Örtlichkeiten, die Platz und Ausstattung für neue Projekte bieten. Diese entsprechen oftmals einer Werkstatt mit gemeinsam angeschaffter Ausrüstung, die für eine Person alleine nicht erschwinglich wäre. Oftmals steht auch der Austausch von Informationen und die Vermittlung nach außen im Vordergrund.

Bedeutung der Makerbewegung[Bearbeiten]

Die Bewegung wird von manchen Experten, wie z.B. Chris Anderson (ehem. Chefredakteur des bekannten Tech-Magazin „Wired“), als „dritte Industrielle Revolution“ eingeschätzt, die unsere Wirtschaft und Gesellschaft fundamental verändern wird. Als neue Form der „Demokratisierung der Produktionsmittel“, wird von ihr ein ähnlicher Kreativitätsschub erwartet wie der, den das Internet in den 90er Jahren ausgelöst hat. Präsident Barack Obama hat im Juni 2014 eine Maker Faire im Weißen Haus ausrichten lassen, bei der er die „Nation of Makers“ ausrief. In ärmeren Gebieten der Welt wie z.B. in Brasilien oder Afrika bieten FabLabs Möglichkeiten, Wissen über Produktionsmöglichkeiten zu erlernen und Makermessen die Möglichkeit, sich international zu vernetzen und gegenseitig anzuregen.

Veranstaltungen in Deutschland[Bearbeiten]

Neben regelmäßigen Treffen organisiert die Makerszene in der jüngeren Vergangenheit immer wieder auch Makertreffen nach dem amerikanischen Vorbild.[1]

So fand 2012 in Hamburg das erste Makertreffen statt.[2] Im Jahr 2013 standen mehrere Makerausstellungen auf dem Plan. Am 20. und 21. April fand beispielsweise in München die Make Munich statt,[3] im August in Hannover die erste von der Zeitschrift Make: veranstaltete Maker Faire.[4] Am 28. und 29. Juni 2014 fand in Friedrichshafen die Maker World statt.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Makersubkultur – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website Makerfaire.com
  2. Website Hamburger Makertreffen
  3. Website Make-Munich.de
  4. Website Makerfaire Hannover
  5. Website Maker-World