Malerweg

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Der Malerweg ist untergliedert in acht Wanderetappen.

Der Malerweg ist der Hauptwanderweg des Elbsandsteingebirges. Seinen Namen erhielt er, weil viele Maler in den vergangenen Jahrhunderten mehr oder weniger romantische Ansichten der Felsformationen anfertigten.

Verlauf[Bearbeiten]

Felsentor im Uttewalder Grund (Sepia-Aquarell)
Caspar David Friedrich: Felsenlandschaft im Elbsandsteingebirge

Er verläuft vom Liebethaler Grund bei Pirna, über Lohmen, den Uttewalder Grund, Stadt Wehlen, die Bastei, den Kurort Rathen, Hohnstein (Sächsische Schweiz), den Brand, Altendorf, weiter über die Schrammsteine und Affensteine, den Lichtenhainer Wasserfall, die Neumannmühle bis zur Räumichtmühle, wo er den östlichsten Punkt erreicht. Von dort verläuft er weiter westführend über Zeughaus und den Großen Winterberg nach Schmilka. In Schmilka wird die Elbe überquert und es geht weiter über Schöna, Krippen, den Papststein und den Gohrisch nach Königstein, die Festung Königstein, Weißig (Sächsische Schweiz) bis Pirna. Der Malerweg ist insgesamt 112 km lang, davon entfallen 68 km auf den rechtselbischen Teil bis Schmilka und 44 km auf den linkselbischen Teil.

Wegemarkierung und Etappen[Bearbeiten]

Malerweg-Zeichen

Der Weg ist in der Örtlichkeit mit dem Malerweg-Zeichen markiert.

Aufstieg auf den Gohrisch von Westen

Der Malerweg ist in folgende Etappen gegliedert:

  1. Liebethal bis Stadt Wehlen, 11 km
  2. Stadt Wehlen bis Hohnstein, 13 km
  3. Hohnstein bis Altendorf, 12 km
  4. Altendorf bis Neumannmühle, 18 km
  5. Neumannmühle bis Schmilka, 14 km
  6. Schmilka bis Gohrisch (Muselweg), 17 km
  7. Gohrisch (Muselweg) bis Weißig, 15 km
  8. Weißig bis Pirna, 12 km

Die erste bis sechste Etappe folgt in Teilen der örtlich nachweisbaren historischen Malerwegroute, die ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts bis in das 20. Jahrhundert hinein maßgeblich die Sächsische Schweiz erschloss und u. a. mit Namen wie Adrian Zingg, Anton Graff, Caspar David Friedrich, Johan Christian Dahl, Carl Gustav Carus und Ludwig Richter verbunden ist. Der Malerweg beginnt im Liebethaler Grund, der möglicherweise Dahls Schlucht in der Sächsischen Schweiz ist. Auf km 9 wird das häufig wiedergegebene Uttewalder Felsentor durchwandert, auf km 17 das Neurathener Felsentor, das Hauptmotiv von Friedrichs Felsenschlucht, nahe km 65 die Kipphornaussicht, Friedrichs Ausblick ins Elbtal, und auf km 72 befindet sich an der Kaiserkrone die Felsgruppe, auf welcher Friedrichs Wanderer über dem Nebelmeer steht.

Die fünfte Etappe wurde auf www.wanderwelten.com zur beliebtesten Tour Deutschlands 2008 gewählt.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Thorsten Hoyer: Deutschland: Malerweg. Wanderführer, Conrad Stein Verlag, Welver, 1. Auflage. November 2010, ISBN 978-3-86686-263-0.
  • Frank Richter: Der historische Malerweg. Die Entdeckung der Sächsischen Schweiz im 18./19. Jahrhundert. 3. Auflage. Verlag der Kunst Dresden, Husum 2009, ISBN 978-3-86530-080-5.
  • Frank Richter: Der historische Malerweg. Hörbuch, gesprochen von Oliver Führmann, Nancy Fischer, Manuel Krstanivic und Lissa Schwerm. Unterlauf & Zschiedrich Hörbuchverlag, phonem Label für Hörkultur 2009, ISBN 978-3-934384-37-8.
  • Karl Ludwig Hoch: Caspar David Friedrich in der Sächsischen Schweiz. Verlag der Kunst, Dresden 1995, ISBN 3-364-00368-8.
  • Manfred Schober, Peter Rölke: Malerweg-Wanderführer. Auf den Spuren der Maler, Dichter und Komponisten durch die Sächsische Schweiz. Bergverlag Rölke, Dresden 2007, ISBN 978-3-934514-19-5.
  • Der Malerweg in der Sächsischen Schweiz. Hörbuch mit Gunter Schoß und Axel Wandtke. Unterlauf & Zschiedrich Hörbuchverlag, Berlin 2008, ISBN 978-3-934384-50-7.
  • Der Malerweg - Jubiläumsausgabe. Hörbuch gesprochen von Gunter Schoß, Axel Wandtke u. a., 2 CDs. Unterlauf & Zschiedrich Hörbuchverlag 2008/10, ISBN 978-3-934384-49-1.

Weblinks[Bearbeiten]