Mannsschild-Steinbrech

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Mannsschild-Steinbrech
Saxifraga adrosaceae a1.jpg

Mannsschild-Steinbrech (Saxifraga androsacea)

Systematik
Eudikotyledonen
Kerneudikotyledonen
Ordnung: Steinbrechartige (Saxifragales)
Familie: Steinbrechgewächse (Saxifragaceae)
Gattung: Steinbrech (Saxifraga)
Art: Mannsschild-Steinbrech
Wissenschaftlicher Name
Saxifraga androsacea
L.

Der Mannsschild-Steinbrech (Saxifraga androsacea) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Steinbrech (Saxifraga) in der Familie der Steinbrechgewächse (Saxifragaceae).

Merkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mannsschild-Steinbrech (Saxifraga androsacea)

Der Mannsschild-Steinbrech ist eine ausdauernde Pflanze, die Wuchshöhen von 2 bis 4 Zentimeter erreicht. Sie wächst einzeln oder in kleinen Gruppen. Es sind nichtblühende Triebe vorhanden. Die Blätter sind fast alle am Grund, rosettenartig gedrängt, lanzettlich bis spatelförmig und messen 5 bis 25 × 2 bis 5 Millimeter. Sie sind meist ganzrandig, nur selten finden sich an der Spitze 1 bis 3 kurze Zähne, der Blattrand ist abstehend drüsenhaarig. Der ebenfalls drüsenhaarige Stängel ist aufrecht und weist 0 bis 3 wechselständige Blätter und 1 bis 3 Blüten auf. Die Kronblätter sind weiß, verkehrt-eiförmig, abgerundet bis ausgerandet, dreinervig und 5 bis 7 Millimeter lang. Die Kelchblätter sind halb so lang, schmaler und eiförmig.

Blütezeit ist von Mai bis August.

Die Art hat die Chromosomenzahlen 2n = 16 oder 66, 88, 124, 150, 198 oder ca. 220.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mannsschild-Steinbrech kommt in den Alpen, Pyrenäen, Karpaten, auf dem Balkan und in ostasiatischen Gebirgen, in subalpinen bis alpinen Schneetälchen und auf feuchtem Kalkschutt in Höhenlagen von 1400 bis 3400 Meter vor. In den Allgäuer Alpen steigt er am Bockkarkopf in Bayern bis zu 2600 m Meereshöhe auf.[1]

Die Art ist in den Alpen häufig und ist hier eine Verbands-Charakterart des Arabidion caeruleae.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Xaver Finkenzeller, Jürke Grau: Alpenblumen (Steinbachs Naturführer). Mosaik Verlag GmbH, München 1996, ISBN 3-576-10558-1.
  • Klaus Kaplan in Gustav Hegi: Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 3. Auflage Band IV, Teil 2 A, Seite 211-212. Blackwell-Wissenschaftsverlag Berlin 1995. ISBN 3-8263-3016-1

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Erhard Dörr, Wolfgang Lippert: Flora des Allgäus und seiner Umgebung. Band 1, Seite 654. IHW-Verlag, Eching bei München, 2001. ISBN 3-930167-50-6

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mannsschild-Steinbrech (Saxifraga androsacea) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien