Marbles (Album)

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Marbles
Studioalbum von Marillion-logo.svg

Veröffentlichungen

  • 27. April 2004 (für Vorbesteller)
  • 3. Mai 2004 (Einzelhandelsversion)
Aufnahme 2002–Anfang 2004
Label Intact Records
Format CD, LP
Genre Progressive Rock

Anzahl der Titel

  • 15 (Doppel-CD)
  • 12 (Einzel-CD)
  • 11 (LP)

Laufzeit

  • 98:55 (Doppel-CD)
  • 63:40 (Einzel-CD)
  • 64:06 (LP)

Besetzung

Produktion Dave Meegan
Studio The Racket Club, Aylesbury (England)
Chronologie
Anoraknophobia
(2001)
Marbles Somewhere Else
(2007)
Singleauskopplungen
19. April 2004 You’re Gone
12. Juli 2004 Don’t Hurt Yourself
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben
Marbles
  DE 56 17.05.2004 (1 Wo.) [1]
  NL 42 08.05.2004 (5 Wo.) [2]
Singles
You're Gone
  UK 7 01.05.2004 (3 Wo.) [3]
  NL 8 01.05.2004 (6 Wo.) [4]
Don't Hurt Yourself
  UK 16 24.07.2004 (2 Wo.) [5]
  NL 35 17.07.2004 (5 Wo.) [6]

Marbles (engl. für: „Murmeln“) ist das dreizehnte Studioalbum und erste Studiodoppelalbum der britischen Progressive Rock-Band Marillion. Die CD wurde im April 2004 veröffentlicht.

Hintergrund[Bearbeiten]

Der Albumtitel Marbles, auf deutsch „Murmeln“, ist der Titel eines Gedichts von Steve Hogarth, welches für das Album in vier Teile geteilt wurde, die dort als Bindeglieder zwischen anderen Stücken dienen (Marbles I-IV). „I lost my marbles“ ist auch eine englische Redensart, die soviel bedeutet wie „nicht mehr bei Sinnen zu sein“.[7] Mehrere Songs handeln auch von Menschen die (scheinbar) nicht bei Sinnen sind beziehungsweise den Verstand verlieren, wie zum Beispiel The Invisible Man oder Neverland. Der Song Ocean Cloud würdigt Don Allum, den ersten Menschen der den Atlantik in beiden Richtungen per Ruderboot durchquerte – eine Aktion aufgrund derer man auch an den Sinnen zweifeln kann.[8][9] Ähnlich wie beim Album Anoraknophobia gab es eine Kampagne für die Finanzierung durch die Fans, besonderes Augenmerk wurde auf die Promotion gelegt.[10][11][12] An dieser Kampagne beteiligten sich über 18000 Fans.[13] Da der Distributor keine Doppel-CD in die Läden bringen wollte wurde das Werk für den Vertrieb über EMI auf die Länge einer CD kondensiert. Die Doppel-CD gab es nur direkt bei Marillion.

Titelliste[Bearbeiten]

Alle Lieder wurden geschrieben von Steve Hogarth, Steve Rothery, Mark Kelly, Pete Trewavas und Ian Mosley.

Doppel-CD-Version[Bearbeiten]

CD1
  1. The Invisible Man (13:37)
  2. Marbles I (01:42)
  3. Genie (04:54)
  4. Fantastic Place (06:12)
  5. The Only Unforgivable Thing (07:13)
  6. Marbles II (02:02)
  7. Ocean Cloud (17:58)
CD2
  1. Marbles III (01:51)
  2. The Damage (04:35)
  3. Don’t Hurt Yourself (05:48)
  4. You’re Gone (06:25)
  5. Angelina (07:42)
  6. Drilling Holes (05:11)
  7. Marbles IV (01:26)
  8. Neverland (12:10)

Einzel-CD-Version[Bearbeiten]

  1. The Invisible Man (13:37)
  2. Marbles I (01:42)
  3. You’re Gone (06:25)
  4. Angelina (07:42)
  5. Marbles II (02:02)
  6. Don’t Hurt Yourself (05:48)
  7. Fantastic Place (06:12)
  8. Marbles III (01:51)
  9. Drilling Holes (05:11)
  10. Marbles IV (01:26)
  11. Neverland (12:10)
  12. Bonustrack (in Europa): You’re Gone (Single-Mix) – 4:05
  13. Bonustrack (in Nordamerika): Don’t Hurt Yourself (Musikvideo)

Doppel-LP-Version[Bearbeiten]

Seite 1
  1. The Invisible Man (13:37)
  2. Marbles I (01:42)
Seite 2
  1. You’re Gone (06:25)
  2. Angelina (07:42)
  3. Marbles II (02:02)
Seite 3
  1. Don’t Hurt Yourself (05:48)
  2. Fantastic Place (06:12)
  3. Marbles III (01:51)
Seite 4
  1. Drilling Holes (05:11)
  2. Marbles IV (01:26)
  3. Neverland (12:10)

Singleauskopplungen[Bearbeiten]

Als erste Single erschien am 19. April 2004 You’re Gone mit The Damage als B-Seite. Die Single erreichte Platz 7 der UK Top 40. Die zweite Auskopplung Don’t Hurt Yourself erschien am 12. Juli 2004 und enthielt zusätzlich Liveversionen von Fantastic Place und The Damage, sowie ein Promo-Video von Don’t Hurt Yourself.[14]

DVD Marbles on the Road[Bearbeiten]

Die Aufnahmen zweier Auftritte im Londoner Astoria wurden auf dieser DVD zu einem Konzert zusammengeschnitten.[15][16] Auch eine dazugehörige Live-CD wurde 2005 dazu veröffentlicht.

Kritiken[Bearbeiten]

Wie bei jedem Marillion-Album üblich, sind sich auch über Marbles die Rezensenten höchst uneins: MARILLION betreiben auf "Marbles" Fortschritt durch Rückbesinnung, die bis zu den ersten beiden Alben mit Steve Hogarth, "Seasons End" (1989) und "Hollydays In Eden" (1991), zurückreicht. [...] "Marbles" ist an sich kein schlechtes Album, und würde die Band, die es veröffentlicht hat nicht MARILLION heißen, könnte ich mich zu weitaus lobenderen Worten durchringen.[17] Wem die eingeschlagene Richtung auf den Alben Marillion.com und Anoraknophobia nicht so lag, wird hier die Rückkehr zum besten Songwriting das Marillion zu bieten hat begrüßen.[18] "Marbles" ist endlich mal wieder ein Marillion Album, welches bis auf kleinere Durchhänger, in seiner Gesamtheit überzeugen kann.[19] Was mich an Marbles komplett irritiert ist die Tatsache, dass ich permanent das Gefühl habe, die Musiker gingen sehr uninspiriert zu Werke.[20] In vielen Passagen möchte man der Band, und insbesondere Hogarth, zurufen: Jetzt legt doch mal los![21] "Marbles" ist ein gutes Album, auf dem mir jedoch ein paar rockige Momente mehr fehlen.[22] Eine brillante Mischung aus Pop und Progressive Rock. Sehr zu empfehlen.[23] Die Marillos sind in Hochform, abwechslungsreich wie nie, spielfreudig und verspielt, emotionsgeladen und cool.[24] Marillion zeigen sich im Jahre 2004 reif wie nie und liefern eine routinierte Leistung ab. Doch die bisweilen allzu konservativen Songs im Mittelteil des Albums sorgen dafür, daß das Album in Summe "nur" gut ist.[25]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. DE Alben Charts
  2. NL Alben Charts
  3. UK Single-Charts
  4. NL Single Charts
  5. UK Single-Charts
  6. NL Single Charts
  7. dieses Gedicht, in dem Steve sich erinnert, wie es war, als Kind mit Murmeln zu spielen, und wie wertvoll sie für Kinder sind, ralf-koch.de, abgerufen am 14. Juni 2012
  8. The Ocean Rowing Society Salutes Legendary Rower, oceanrowing.com, abgerufen am 7. Juli 2012
  9. Monument for Don Allum, oceanrowing.com, abgerufen am 7. Juli 2012
  10. Album 13: The next big idea, marillion.com, abgerufen am 7. Juli 2012
  11. Your Questions Answered, marillion.com, abgerufen am 7. Juli 2012
  12. The New Album Campaign, marillion.com, abgerufen am 7. Juli 2012
  13. over 18,000 of them!, marillion.com, abgerufen am 7. Juli 2012
  14. Marillion Singles, whitgunn.freeservers.com, abgerufen am 7. Juli 2012.
  15. Straight rockend und mit einer überaus starken Dynamik beweist die Band um Sänger Steve Hogarth, dass, um musikalische Finesse zu zeigen, keine spektakuläre Bühnenshows notwendig sind., metal.de, abgerufen am 27. Juni 2012.
  16. die fast schon erschreckenden Entertainer-Qualitäten von Sänger Steve Hogarth machen diese DVD äußerst sehenswert, babyblaue-seiten.de, abgerufen am 27. Juni 2012.
  17. Fortschritt durch Rückbesinnung, home-of-rock.de, abgerufen am 27. Juni 2012.
  18. fans who may have disliked the direction the band took with marillion.com and Anoraknophobia will find this album to be a welcome return to some of the best songwriting Marillion has to offer, blogcritics.org, abgerufen am 27. Juni 2012.
  19. ist endlich mal wieder ein Marillion Album, welches bis auf kleinere Durchhänger, in seiner Gesamtheit überzeugen kann., progressive-newsletter.de, abgerufen am 27. Juni 2012.
  20. dass ich permanent das Gefühl habe, die Musiker gingen sehr uninspiriert zu Werke, babyblaue-seiten.de, abgerufen am 27. Juni 2012.
  21. Jetzt legt doch mal los!, babyblaue-seiten.de, abgerufen am 27. Juni 2012.
  22. gutes Album, auf dem mir jedoch ein paar rockige Momente mehr fehlen, powermetal.de, abgerufen am 27. Juni 2012.
  23. a brilliant amalgamation of pop with progressive rock. Highly recommended., progarchives.com, abgerufen am 27. Juni 2012.
  24. abwechslungsreich wie nie, spielfreudig und verspielt, laut.de, abgerufen am 27. Juni 2012.
  25. in Summe "nur" gut, plattentests.de, abgerufen am 27. Juni 2012.