Maria Reiter

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel beschäftigt sich mit der angeblichen Verlobten Adolf Hitlers. Für die gleichnamige Interpretin Neuer Musik siehe Maria Reiter (Akkordeonistin).

Maria Reiter (* 13. Dezember 1909 in Berchtesgaden; † 28. Juli 1992 in München), auch bekannt als „Mimi“ oder „Mitzi“, war in den späten 1920er Jahren eine Bekannte Adolf Hitlers. Sie erzählte 1959 dem Nachrichtenmagazin Stern[1] von einer langjährigen und intimen Beziehung mit diesem. Ihre Darstellung wird heute als unwahrscheinlich und stark übertrieben bewertet.[2]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria Reiter war die Tochter eines Sozialdemokraten in Berchtesgaden. Nach ihren eigenen Angaben war Hitler 37 Jahre alt und sie gerade einmal 16, als sie ihm in seinem bevorzugten Geschäft in Obersalzberg erstmals begegnete. Er soll ihr, nach einer längeren freundschaftlichen Beziehung, einen Heiratsantrag gemacht haben. Er habe mit ihr eine Familie mit „blonden“ Kindern gründen wollen. Als er sie dann für Monate nicht mehr aufsuchte, habe sie sich umbringen wollen, was aber ihr Schwager noch rechtzeitig verhindert habe.

Nach einer gescheiterten Ehe mit einem ortsansässigen Hotelier sei sie von Rudolf Heß davon überzeugt worden, dass Hitler immer noch an ihr interessiert sei und sie in München wieder zu sehen wünsche.[3] Aber mehr als eine Liebesnacht sei aus der Anbahnung nicht entstanden.[4] Hitler war zu einer Eheschließung aus politischen Gründen nicht bereit, schickte aber seinen persönlichen Anwalt Hans Frank, um ihr bei ihrer Scheidung zu helfen.

Auch zu einem späteren Zeitpunkt (1934) soll er eine Beziehung – ohne Ehe – gewünscht haben, was sie allerdings ablehnte. Zu ihrer zweiten Heirat 1936 mit dem SS-Hauptsturmführer Georg Kubisch soll Hitler gratuliert haben. Bei ihrem letzten Treffen, 1938 in München, klagte er über die schlechte Beziehung zu Eva Braun.[5] Als Kubisch bei Dünkirchen fiel, habe Hitler ihr einhundert rote Rosen geschickt.

Der Hitler-Biograph Peter Longerich bewertet die Möglichkeit einer Liebesbeziehung skeptisch. Die Bekanntschaft ist mit Briefen von Hitler belegt, deren Inhalt lasse aber nicht auf eine Liebesbeziehung rückschließen. "Nichts deutet darauf hin, dass sich aus der Freundschaft eine intime Beziehung entwickelt hätte", die Bekanntschaft habe nur "einige Monate" gedauert.[6]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Referenz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Der Spiegel 25/1959 (online)
  2. Peter Longerich, Hitler. Eine Biographie, München:2015, S. 174 f.
  3. Uneven Romance, Time Magazine, Monday, Jun. 29, 1959
  4. Rosenbaum, op.cit., S. 116
  5. Uneven Romance, Time Magazine, Monday, Jun. 29, 1959
  6. so Peter Longerich, Hitler. Eine Biographie, München:2015, S. 174 f.