Maria von Sachsen (1796–1865)

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Maria von Sachsen, Großherzogin von Toskana,
Stich von Raffaello Sanzio Morghen nach einem Gemälde von Vincenzo Gozzini

Maria Ferdinanda Amalia Xaveria Theresia Josepha Anna Nepomucena Aloysia Johanna Vincentia Ignatia Dominica Franziska de Paula Franziska de Chantal von Sachsen (* 27. April 1796[1] in Dresden; † 3. Januar 1865 in Schloss Brandeis) war eine Prinzessin aus der albertinischen Linie der Wettiner und durch Heirat Großherzogin der Toskana.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Maria war die zweite Tochter des Prinzen Maximilian von Sachsen (1759–1838) aus dessen Ehe mit Caroline (1770–1804), Tochter des Herzogs Ferdinand von Parma, Piacenza und Guastalla. Sie war die ältere Schwester der sächsischen Könige Friedrich August II. und Johann.

Prinzessin Maria heiratete am 6. Mai 1821 in Florenz Großherzog Ferdinand III. von Toskana (1769–1824). Der 27 Jahre ältere Witwer hatte sich zu dieser an seinem 52. Geburtstag erfolgten Vermählung deshalb entschlossen, weil sein Sohn und Nachfolger, Leopold II., in dessen nun mehr als drei Jahre währender Ehe mit Marias jüngerer Schwester Maria Anna noch immer keinen Sohn gezeugt hatte und außerdem als kränklich galt. Marias Hochzeit mit Ferdinand III. machte sie somit zur Schwiegermutter ihrer eigenen Schwester Maria Anna und zur Stiefmutter Leopolds II., der ein enger Freund ihres Bruders Johann wurde. Die Ehe Marias blieb kinderlos und ihr Mann starb bereits nach drei Jahren Ehe am 18. Juni 1824, womit ihre Schwester ihr als Großherzogin der Toskana folgte.

Auch nachdem Maria Witwe geworden war, hielt sie sich weiterhin am toskanischen Hof in Florenz auf. Im Jahr 1859 verlor die großherzogliche Familie während des Risorgimento den Thron in Toskana und begab sich ins Exil. Maria lebte von da an zum Teil in Schlackenwerth in Böhmen, fast ausschließlich aber in Dresden als Gast ihres Bruders Johann und der Königinwitwe Maria Anna. Ein besonders enges Verhältnis hatte sie zu ihrer Schwester Amalia. Maria war Trägerin des Sternkreuzordens sowie des Königlichen Marien-Louisen-Ordens. Sie starb auf Schloss Brandeis im heutigen Brandýs nad Labem-Stará Boleslav, welches zum Privatbesitz der Familie Österreich-Toskana gehörte, und wurde in der Ferdinandsgruft der Kapuzinergruft in Wien bestattet. Ihr Herz wurde getrennt bestattet und befindet sich in der Herzgruft der Habsburger in der Loretokapelle der Wiener Augustinerkirche.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anmerkungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Im Artikel Maria in Brigitte Hamann (Hrsg.), Die Habsburger, S. 291 wird Marias Geburtsdatum mit dem 27. Mai 1795 angegeben.