Marialy Pacheco

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst.

Marialy Pacheco (* 4. Januar 1983 in Havanna, Kuba) ist eine in Deutschland lebende kubanische Jazzpianistin und Komponistin.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Pacheco wuchs in einem musikalischen Umfeld auf. Beide Eltern sowie ihre Tante sind klassisch ausgebildete Musiker, sie selbst beginnt auf eigenes Drängen früh mit der musikalischen Ausbildung. 1990 wurde Marialy Pacheco im Alter von sieben Jahren am Conservatorio Alejandro García Caturla (Havanna/Kuba) aufgenommen. Ihre weitere schulische und musikalische Ausbildung erhielt sie ab 1998 auf der Escuela Nacional de Artes (Havanna/Kuba), die sie 2002 als 19-Jährige mit Auszeichnung abschloss. Direkt im Anschluss nahm Marialy Pacheco bei Tulio Peramo Cabrera am Instituto Superior de Arte in Havanna ein dreijähriges Kompositionsstudium auf. 2004 reiste sie als Pianobegleitung des Chores ihrer Mutter mit zur Chorolympiade nach Bremen (Deutschland), wo sie gemeinsam zwei Goldmedaillen für ihre Vorträge gewann. Marialy Pachecos Pianospiel erregte große Aufmerksamkeit; 2005 kehrte sie nach Deutschland zurück und nahm ihr erstes Trio-Album Bendiciones auf, dem 2006 mit Mi Azul und 2008 mit Destinos zwei weitere Alben folgten. 2008 gab sie als Gastsolistin zusammen mit dem australischen Gitarrenvirtuosen Tommy Emmanuel zwei Konzerte in Bremen (Glocke) und in Hamburg (Laeiszhalle).

Bis 2009 lebte Marialy Pacheco in Deutschland, um im März desselben Jahres einem Ruf nach Brisbane, Australien zu folgen. 2011 veröffentlichte sie dort ihr Soloalbum Songs That I Love, ein one-take-recording aufgenommen im The Judith Wright Centre of Contemporary Arts in Brisbane. Es folgten Auftritte in Australien und Japan. 2012 nahm sie in Japan ihr Trio-Album Tokyo Call auf und kehrte für die Teilnahme an der „Piano Solo Competition“ im Rahmen des Montreux Jazz Festival nach Europa zurück. Als erste Frau gewann sie diesen Wettbewerb.

Im März 2013 übersiedelte Pacheco ganz nach Europa und hat seitdem ihren ersten Wohnsitz in Deutschland. Im Frühjahr 2014 veröffentlichte sie auf Neuklang ihr Trio-Album Introducing mit Juan Camilo Villa, Bass und Miguel Altamar, Drums, als Gastmusiker sind mit dabei: Joo Kraus, Trompete und Rhani Krija, Percussion. Im Januar 2016 folgte ein limitiertes audiophiles Solo-Vinyl-Album, welches als Live-Studiokonzert vor Publikum im analogen Aufnahmeverfahren produziert wurde.

Im Juni 2016 präsentierte Marialy Pacheco gemeinsam mit dem WDR-Funkhausorchester das Projekt „Danzon Cubano“, das im September 2016 u. a. beim Beethovenfest in Bonn zur Aufführung kam. Mit dem Filmorchester Babelsberg gastierte sie als Solistin Anfang 2017 im Rahmen der Reihe „Ladies Jazz-Night“ im ausverkauften Nikolaisaal in Potsdam.

Im April 2017 erschien das Album „Duets“, zu dessen Aufnahmen sich Marialy Pacheco ihre Lieblingsmusiker und Freunde Hamilton de Holanda, Omar Sosa, Joo Kraus, Rhani Krija, Miguel Zenon und Max Mutzke ins Studio eingeladen hatte.

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 Bendiciones (Trio mit David Jehn, bass und Eddie Filipp, drums) – Weltwunder Records
  • 2006 Mi Azul (Solo Album im Sendesaal Radio Bremen) – Weltwunder Records
  • 2008 Destinos (Trio mit David Jehn, bass und Eddie Filipp, drums) – Timeless Records
  • 2011 Songs That I Love (Solo Album – Live, one-take Aufnahme in Brisbane/The Judith Wright Centre of Contemporary Arts, Australien) – Pinnacles Music (nur in Australien veröffentlicht)
  • 2012 Tokyo Call (Trio mit Ryn Kawamura, bass und Tappy Iwase, drums) – T-Toc Records, Japan
  • 2013 Spaces Within (Trio mit Pat Marchisella, bass und Joe Marchisella, drums) - Pinnacles Music (physisch nur in Australien veröffentlicht, digital weltweit)
  • 2014 Live At T-Toc Studio (Solo Album) – T-Toc Records, Japan
  • 2014 Introducing (Trio mit Juan Camilo Villa, bass und Miguel Altamar, drums – Gastmusiker: Joo Kraus, trumpet und Rhani Krija, percussion) – Neuklang/Edel:Kultur (aufgenommen in den Bauer Studios, Ludwigsburg)
  • 2016 Live Studio Konzert (Solo Album) – Neuklang/Edel AG|Edel:Kultur (live mit analoger Technik aufgenommen in den Bauer Studios, Ludwigsburg)
  • 2017 Duets (mit Hamilton de Holanda, Omar Sosa, Joo Kraus, Rhani Krija, Miguel Zenon und Max Mutzke) – Neuklang/Edel AG|Edel:Kultur

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002: Gewinnerin als Pianistin des „Jo-Jazz“, Kuba (Jury-Vorsitz hält Grammy-Preisträger Chucho Valdés)
  • 2006: Zweiter Preis als Komponistin der Choral Gables Congretional Church, Florida für das Werk Guajira para Tulio für Streichorchester
  • 2012: Gewinnerin der „Solo Piano Competition“ im Rahmen des Montreux Jazz Festival. Als erste Frau überhaupt erhält sie diesen Preis. In der Begründung des Jury-Vorsitzenden Leszek Możdżer heißt es: “Deciding between the three contenders was tough. In the end, the contestants’ joy in performing and her authenticity guided our decision making.”
  • 2014: Anfang April wird Marialy Pacheco als erste Jazzpianistin zur offiziellen „Bösendorfer Künstlerin“ berufen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]