Marianne von der Leyen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Marianne von der Leyen: Gemälde (unbekannter Maler, um 1770)

Marianne von der Leyen (geb. als Maria Anna Helene Josephina Kämmerer von Worms genannt von Dalberg; * 21. März 1745 in Mainz; † 10. Juli 1804 in Frankfurt am Main) war eine deutsche Reichsgräfin und von 1775 bis 1793 Regentin in Blieskastel. Sie war die Tochter des kurmainzischen Geheimrats Franz Heinrich von Dalberg und der Gräfin Maria Sophia von Eltz-Kempenich. Somit war Marianne die Schwester von Karl Theodor von Dalberg. Sie war Kanonissin des adeligen Damenstifts Munsterbilzen (Münsterbilsen) (Belgien).

Mit 30 Jahren übernahm Marianne 1775 nach dem Tod ihres Mannes Franz Karl aus dem Geschlecht der Grafen von der Leyen bis zur Volljährigkeit ihres Sohnes Philipp von der Leyen 1791 (und darüber hinaus bis 1793) die Regentschaft in Blieskastel. Auch am Glan, unweit des Rheins, an der Lahn und der Mosel sowie im heutigen Baden verfügte sie über „leyischen Streubesitz“. Sie förderte die wirtschaftliche Entwicklung ihres Herrschaftsgebiets und kümmerte sich um soziale Einrichtungen. Unter anderem hob sie 1786 die Leibeigenschaft auf.

Durch die aufwendige Hochzeit des Erbprinzen und den Neubau der Philippsburg geriet sie in wirtschaftliche Schwierigkeiten und musste sich in immer höherem Maß verschulden.

Am 14. Mai 1793 musste Marianne auf abenteuerliche Weise vor den Truppen der Französischen Revolution fliehen; dies hielt sie in ihrem überlieferten Tagebuch fest. 1804 starb sie in Frankfurt am Main und wurde in der Gruft der Kirche St. Cäcilia in Heusenstamm beigesetzt. Am 28. August 1981 wurden ihre sterbliche Überreste in die Schlosskirche von Blieskastel übergeführt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]