Marienloh

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Marienloh
Stadt Paderborn
Koordinaten: 51° 46′ 0″ N, 8° 47′ 0″ O
Höhe: 128 m ü. NN
Fläche: 7,37 km²
Einwohner: 2967 (31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 403 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. Januar 1969
Postleitzahl: 33104
Vorwahl: 05252
Karte
Lage des Stadtbezirks Marienloh in Paderborn

Marienloh ist ein nordöstlicher Stadtbezirk von Paderborn im Osten Nordrhein-Westfalens und hat etwa 2900 Einwohner. Bis 1968 war Marienloh eine eigenständige Gemeinde im Amt Altenbeken.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marienloh liegt zwischen der Kernstadt Paderborn und Bad Lippspringe im Norden der Paderborner Hochfläche westlich des Eggegebirges auf einer Höhe von 128 m ü. NN. Durch Marienloh fließt die Beke, welche am Westrand der Ortschaft in die Lippe einmündet.

Ausdehnung der Ortschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marienloh umfasst eine Fläche von 7,37 km². Die West-Ost-Ausdehnung beträgt 4,8 km, die Nord-Süd-Ausdehnung etwa 3 km.

Nachbarorte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Norden beginnend im Uhrzeigersinn grenzen an Marienloh die Stadt Bad Lippspringe sowie die Paderborner Stadtbezirke Neuenbeken und Benhausen, die Paderborner Kernstadt und der Stadtteil Schloß Neuhaus.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit dem frühen Mittelalter gehört das Gebiet von Marienloh, ursprünglicher Ortsname Bendesloh, zum späteren Hochstift Paderborn.

1802 verliert das Hochstift Paderborn mit der Besetzung durch Preußen seine staatliche Selbständigkeit, fällt aber bereits 1807 für wenige Jahre an das Königreich Westphalen und 1813 nach der napoleonischen Niederlage an Preußen zurück. Marienloh wird der 1815 gegründeten Provinz Westfalen eingegliedert und kommt durch Erlass der Königlichen Regierung in Minden an den 1816 gegründeten Kreis Paderborn. Bei Einteilung der Landkreise in Ämter kommt Marienloh zum Amt Lippspringe.

1921 wird Lippspringe aus der Amtseinteilung gelöst und der bisherige dortige Amtssitz nach Altenbeken verlegt. Daraufhin erhält das betroffene Amt zunächst den Namen „Amt Lippspringe mit Sitz in Altenbeken“ und später den Namen „Amt Altenbeken“.

Mit dem „Gesetz über die Eingliederung der Gemeinde Marienloh, Landkreis Paderborn, in die Stadt Paderborn“ vom 5. November 1968 wurde der Gebietsänderungsvertrag zwischen der Stadt Paderborn und der Gemeinde Marienloh vom 20. Februar 1968 weitestgehend bestätigt. Die bis dahin eigenständige und dem Amt Altenbeken angehörige Gemeinde wurde am 1. Januar 1969 in die Stadt Paderborn eingegliedert.[1]

Kath. Kirche Sankt Joseph

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chorraum der Sankt-Josef-Kirche in Marienloh

Wie alle Orte des ehemaligen Hochstifts Paderborn hat auch Marienloh eine mehrheitlich katholische Bevölkerung. Für diese gibt es die Kirchgemeinde Sankt Joseph im Dekanat Paderborn des Erzbistums Paderborn.

Die Lutheraner in Marienloh gehören zur evangelischen Kirchengemeinde Bad Lippspringe im Kirchenkreis Paderborn der Evangelischen Kirche von Westfalen.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1950: 0854 Einwohner
  • 1961: 0936 Einwohner
  • 2005: 3023 Einwohner, davon 134 Ausländer (4,4 %)
  • 2011: 2972 Einwohner
  • 2012: 2962 Einwohner
  • 2013: 2967 Einwohner, davon 120 Ausländer (4,0 %) (Quelle: Referat 105/Statistik der Stadt Paderborn)

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtratswahlen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlbezirke 17 (Briefwahlbezirk), 171 und 172

2014 2009 2004
Partei % % %
CDU 57,13 67,53 58,33
SPD 19,58 11,15 19,68
FDP 4,35 6,95 6,53
Grüne 7,98 6,88 6,93
FBI 5,08 4,28 -
DIP 5,88 3,21 -
REP - - 6,93
Wahlbeteiligung 51,22 45,17 48,36

Ortsvorsteher ist Matthias Dülme (CDU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Marienloh

Beschreibung: Durch Göpelschnitt geteilt, oben durch eine silberne Wellenpfahlleiste gespalten von Blau und Rot; In Feld 1 ein goldenes Buchstabenemblem, gebildet aus den miteinander verbundenen Antiqua-Versalien M R A (Maria), darüber schwebend eine goldene dreizackige Krone; in Feld 2 ein goldenes stehendes Eichblatt; in Feld 3 in Silber drei zwei zu eins gestellte schwarze Stierköpfe.

Erklärung: Das Wappen ist ein teils sprechendes, teils historisches Wappen. Die beiden oberen Felder symbolisieren zusammengenommen den Namen Marienloh, „… ein Ort, der früher Bendesloh, jetzt aber zur heiligen Maria in dem Lo genannt wird“, wie es in einer Urkunde heißt. Der Name festigte sich mit der zunehmenden Wallfahrt zur Maria in dem Loh. Farbe, Buchstaben und Krone symbolisieren den ersten Teil des Ortsnamens und erinnern an die Wallfahrt zur heiligen Maria in Marienloh. Buchstabenemblem und Krone sind dem Medaillon der alten Marienstatue in der Marienloher Pfarrkirche entlehnt. Das Eichblatt deutet auf den zweiten Teil des Ortsnamens: „Loh“, bzw. „in dem Loh“, Loh war ein Eichenwald. Der silberne, untere Schildteil ist einem Siegel derer von Elmeringhusen entlehnt. Diese waren seit etwa 1300 bis zu ihrem Aussterben im Jahre 1473 Grundherren von Bendesloh. Die silberne Wellenpfahlleiste symbolisiert die Lippe, die die Gemarkung Marienlohs durchfließt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am Westrand Marienlohs führt die hier als reine Kraftfahrstraße ausgebaute Bundesstraße 1 vorbei, mit den Anschlussstellen Marienloh südlich und Bad Lippspringe nördlich der Ortschaft. Marienloh gehört zum Gebiet des Nahverkehrsverbunds Paderborn-Höxter (NPH). Die Ortsbusse des PaderSprinters, eine städtische Tochtergesellschaft der Paderborner Kommunalbetriebe, stellen die Verbindung zu den anderen Paderborner Stadtteilen her. Die Busse der go.on Gesellschaft für Bus- und Schienenverkehr mbH verbinden den Ort mit der Linie R50/R51 nordwärts über Bad Lippspringe und Schlangen mit Horn.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die vor Ort wirkten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Martin Bünermann: Die Gemeinden des ersten Neugliederungsprogramms in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1970, S. 73.
  2. Andres Winkler: Zum 100. Todestag des Generals Bogislav von Heyden-Linden. In: Heimatbrief Marienloh 2009. St. Sebastian Schützenbruderschaft Marienloh, Januar 2009, S. 10–15, abgerufen am 12. August 2014 (PDF).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Marienloh – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien