Martin Schelleis

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Martin Richard Schelleis (* 15. Oktober 1959 in Düren) ist ein deutscher Generalleutnant der Luftwaffe der Bundeswehr und Inspekteur der Streitkräftebasis.[1][2]

Militärische Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausbildung und erste Verwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schelleis trat 1978 als Offizieranwärter in die Bundeswehr ein. Nach der Grundausbildung in Roth folgte die Offizierausbildung an der Offizierschule der Luftwaffe in Fürstenfeldbruck. Von 1979 bis 1983 studierte er Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (WOW) an der Hochschule der Bundeswehr München. Dem Abschluss als Diplom-Kaufmann folgte in den Jahren von 1983 bis 1986 die Flugzeugführerausbildung in Sheppard AFB, USA, Fürstenfeldbruck, am Tri-National Tornado Training Establishment im britischen Cottesmore und in Jever auf das Flugzeugmuster Panavia Tornado. Von 1986 bis 1991 folgten mehrere Verwendungen beim Jagdbombergeschwader 32, Lechfeld. Von 1991 bis 1993 folgte die Verwendung als Staffelkapitän und Fluglehrer, bei der 1. Staffel des Jagdbombergeschwader 38, Jever.

Generalstabsausbildung und Dienst als Stabsoffizier[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Teilnahme am 38. Generalstabsdienstoffizierslehrgang an der Führungsakademie der Bundeswehr in Hamburg von 1993 bis 1995 wurde Schelleis als Staff Officer Planning, Combined Joint Planning Staff bei SHAPE, Mons in Belgien eingesetzt. 1997 wurde Schelleis als Referent in den Führungsstab der Luftwaffe im Bundesministerium der Verteidigung (Fü L II 1) nach Bonn versetzt, dem 1999 eine weitere ministerielle Verwendung als Referent im Planungsstab, BMVg Berlin folgte. 2001 erhielt Schelleis wieder eine Truppenverwendung als Stellvertretender Kommodore des Jagdbombergeschwader 33, Büchel, der 2002 dann die Ernennung zum Kommodore des JaboG 33 folgte. In dieser Zeit wurde Schelleis im Rahmen des ISAF-Einsatzes auch Kommodore des Einsatzgeschwader 2 und Kommandeur des Kabul International Airport (AFG). Von 2006 bis 2009 folgte eine Verwendung als Deputy Division Head J5 im Allied Joint Force Command Brunssum, Brunssum (NLD). In dieser Zeit (2007–2008) erfolgte auch der zweite ISAF-Einsatz im Chief Information Coordination Branch im HQ ISAF, Kabul, AFG.

Generalsverwendungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von 2009 bis 2012 wurde Schelleis Stabsabteilungsleiter für Konzeption, Führung und Einsatz der Luftwaffe (StAL Fü L III) im BMVg, Bonn. In dieser Zeit wurde Schelleis auch mit der Leitung des Arbeitsstab Strukturreform Bundeswehr beauftragt, um im April 2012 dann Leiter Stab Organisation und Revision im BMVg zu werden. Am 29. April 2013 folgte Generalmajor Martin Schelleis anlässlich eines Übergabeappells beim JaboG 31, Peter Schelzig als Befehlshaber des LwFüKdo in Köln-Wahn. Am 25. Juni 2013 wurde das Luftwaffenführungskommando aufgelöst (mit Wirkung zum 30. Juni 2013) und das neue Kommando Einsatzverbände Luftwaffe in Dienst gestellt (mit Wirkung zum 1. Juli 2013), und Schelleis wurde sein erster und einziger Kommandeur.[3] Am 27. August 2013 folgte dann die Beförderung zum Generalleutnant. Nach Auflösung des Kommandos Einsatzverbände Luftwaffe wurde er zum 1. Juli 2015 Kommandierender General und erster Kommandeur des Luftwaffentruppenkommandos. Das Kommando gab er am 24. September 2015 an Helmut Schütz ab. Seit dem 6. Oktober 2015 ist Schelleis Inspekteur der Streitkräftebasis.

Privates[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schelleis ist verheiratet und Vater zweier Kinder.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ralf Wilke: Alles Gute, Herr Admiral! In: Streitkräftebasis. Bundeswehr, 7. Oktober 2015, abgerufen am 7. Oktober 2015.
  2. Thomas Erken: Führungswechsel beim Luftwaffentruppenkommando. In: luftwaffe.de. Bundeswehr, 24. September 2015, abgerufen am 24. September 2015.
  3. Deutsche Luftwaffe: Neuer Befehlshaber für das Luftwaffenführungskommando. www.luftwaffe.de, 29. April 2013, abgerufen am 16. Mai 2013.