Büchel (Eifel)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Büchel
Büchel (Eifel)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Büchel hervorgehoben
Koordinaten: 50° 10′ N, 7° 5′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Cochem-Zell
Verbandsgemeinde: Ulmen
Höhe: 453 m ü. NHN
Fläche: 12,84 km2
Einwohner: 1127 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 88 Einwohner je km2
Postleitzahl: 56823
Vorwahl: 02678
Kfz-Kennzeichen: COC, ZEL
Gemeindeschlüssel: 07 1 35 018
Adresse der Verbandsverwaltung: Marktplatz 1
56766 Ulmen
Webpräsenz: www.buechel.de
Ortsbürgermeister: Willi Rademacher
Lage der Ortsgemeinde Büchel im Landkreis Cochem-Zell
Kalenborn (bei Kaisersesch)Eppenberg (Eifel)Laubach (Eifel)LeienkaulMüllenbach (bei Mayen)HaurothUrmersbachMasburgDüngenheimKaiserseschLandkernIllerichEulgemHambuchGamlenZettingenKaifenheimBrachtendorfUlmen (Eifel)AlflenAuderathFilz (Eifel)WollmerathSchmittBüchel (Eifel)Wagenhausen (Eifel)GillenbeurenGevenichWeiler (bei Ulmen)LutzerathBad BertrichUrschmittKlidingBeuren (Eifel)MoselkernMüden (Mosel)Treis-KardenLützLiegRoesMöntenichForst (Eifel)DünfusBrohlBinningen (Eifel)WirfusBriedenKailPommern (Mosel)BriedelAltlayPeterswald-LöffelscheidHaserichSosbergForst (Hunsrück)AltstrimmigReidenhausenMittelstrimmigBlankenrathPanzweilerWalhausenSchauren (bei Blankenrath)TelligHesweilerLiesenichMoritzheimGrenderichZell (Mosel)NeefBullaySankt AldegundAlf (Mosel)PünderichGreimersburgKlottenFaidDohrBremmBruttig-FankelSenheimNehren (Mosel)Ediger-EllerMesenichValwigErnst (Mosel)Beilstein (Mosel)Ellenz-PoltersdorfBriedernCochemLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichLandkreis Mayen-KoblenzRhein-Hunsrück-KreisKarte
Über dieses Bild

Büchel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Cochem-Zell in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Ulmen an und ist der einzige Standort in Deutschland, an dem Atomwaffen gelagert werden.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu Büchel gehören auch die Wohnplätze Büchelermühle und Haykreuzerhof.[2]

Klima[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Jahresniederschlag beträgt 877 mm. Die Niederschläge sind hoch. Sie liegen im oberen Viertel der in Deutschland erfassten Werte. An 75 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der September, die meisten Niederschläge fallen im November. Im November fallen 1,7 mal mehr Niederschläge als im September. Die Niederschläge variieren mäßig. An 62 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1141 wird das auf dem Gebiet der heutigen Gemeinde liegende Martental erstmals urkundlich als Mönchskloster erwähnt. Um das Jahr 1238 wird ein Hof zu Morschweiler erwähnt. 1476 begaben sich die Hochgerichtsinsassen von Alflen (einschließlich Georgsweiler und Morschweiler) unter die Kurtrierer Landeshoheit. 1794 erfolgte die Besetzung durch französische Revolutionstruppen. 1815 wurden die Orte auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. 1873 wurde Büchel Pfarrei, zu Büchel gehören die Siedlungen Georgsweiler und Morschweiler. Seit 1946 ist Büchel Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

2012 waren 84,7 Prozent der Einwohner katholisch und 5,7 Prozent evangelisch. Die übrigen gehörten einer anderen Religion an oder waren konfessionslos.[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Büchel besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Büchel (Eifel)
Blasonierung: „Durch eine eingeschweifte Spitze bis zum Schildhaupt, darin in Silber sieben schwarze Kreuzchen, gespalten; vorne in Grün ein silberner Turm wachsend; hinten in Rot ein silbernes Säulenkreuz mit aus dem Rand wachsendem Sockel.“

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Fliegerhorst Büchel wurde westlich der Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg von der französischen Besatzungsarmee gebaut und 1955 an den Bund übergeben. In den Bunkern des Standortes Büchel werden etwa 20 US-Atomwaffen des Typs B61 gelagert.[5] Seit Juli 2007 ist der Fliegerhorst damit der einzige Standort in Deutschland, an dem sich Atomwaffen befinden.[6]

Im Ort gibt es einen Kindergarten, eine Grundschule und eine Turnhalle.

Durch Büchel führt die Bundesstraße 259.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

St. Simon und Juda
  • Hermann Nebel (1816–1893), deutscher Architekt und Stadtbaumeister in Koblenz. Erbaute 1859–1863 die katholische Kirche St. Simon und Juda in Büchel (bis auf den Turm 1957 abgerissen und neu erbaut).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Büchel (Eifel) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2018, S. 23 (PDF; 2,2 MB).
  3. KommWis, Stand: 31. Oktober 2012
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Otfried Nassauer: US - Atomwaffen in Deutschland und Europa
  6. Bericht in Spiegel Online vom 9. Juli 2007