Massimo Palombella

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Massimo Palombella SDB (* 25. Dezember 1967 in Turin) ist ein italienischer Priester, Chorleiter und aktueller Leiter des Chors der Sixtinischen Kapelle.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Massimo Palombella studierte an der Päpstlichen Universität der Salesianer Philosophie und Theologie und schloss dieses Studium mit einem Doktortitel in Dogmatik ab. Nach seinen musikalischen Studien der Komposition bei Luigi Molfino und Valentino Miserachs Grau erwarb er am Conservatorio Giuseppe Verdi[1] ein Diplom. Am 7. September 1995 wurde er zum Ordenspriester der Salesianer Don Boscos geweiht. Er wird dann Professor für Dogmatik an der Theologischen Fakultät der Päpstlichen Universität der Salesianer und lehrte auch Sprache und Musik an der Fakultät für Kommunikationswissenschaften der Universität La Sapienza in Rom.

Werdegang[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aus seiner Erfahrung als Musiklehrer an der Salesianer Päpstlichen Universität und als Mitarbeiter des Amtes Pastorale Universitaria (Studentenseelsorge) gründete er im Jahr 1995 den Coro Interuniversitario di Roma,[2] den er bis 2011 leitete. Diese Einrichtung versteht er als Labor für die Studenten der verschiedenen Universitäten in Rom, welche die Kunst der Polyphonie und des Gesangs lernen und direkte Kenntnisse der großen Klassiker der Polyphonie römischer Schule von Giovanni Pierluigi da Palestrina bis Domenico Bartolucci erwerben. Die Studiengänge auf dem Gebiet der Kirchenmusik stehen unter der Schirmherrschaft des Päpstlichen Rates für die Kultur. Anlässlich der Verleihung der Ehrendoktorwürde am 17. Mai 2003 an Johannes Paul II., war er der Schöpfer eines Chores, der aus den besten Sängern italienischer Universitäten und Konservatorien zusammengesetzt war und dem ein eigenes Orchester zugeteilt war. Seit 2004 wurde diese Idee durch das italienische Ministerium für Universität und Forschung (Hochschulbildung in Kunst, Musik und Tanz) gefördert, Palombella wurde zum Leiter der Orchester und Chor des Konservatoriums für Musik ernannte. "Für die erbrachte Leistungen zu Gottesdienst und Musikkultur des Coro Interuniversitario di Roma" erhielt Palombella die Medaille des Pontifikats 2004 von Johannes Paul II. Zwischen 1995 und 2010 war er als Leier für die Musik bei allen Begegnungen des Papstes mit der Universitätskultur zuständig. Papst Benedikt XVI. ernannte ihn am 16. Oktober 2010 zum Leiter des Päpstlichen Chors der Sixtinischen Kapelle. Er trat sein Amt am 4. November mit der Messe für die Seelen der, während des ganzen Jahres, verstorbenen Kardinäle und Bischöfe an.

Am 14. Januar 2017 berief ihn Papst Franziskus zum Konsultor der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Conservatorio Statale di Musica "Giuseppe Verdi" - Torino [1]
  2. Benvenuti Nel Nuovo sito del Coro Interuniversitario! [2]
  3. Nomina di Consultori della Congregazione per il Culto Divino e la Disciplina dei Sacramenti. In: Tägliches Bulletin. Presseamt des Heiligen Stuhls, 14. Januar 2017, abgerufen am 14. Januar 2017 (italienisch).
VorgängerAmtNachfolger
Giuseppe LibertoLeiter des Chores der Sixtinischen Kapelle
seit 2010
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