Massiv in Mensch

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Massiv in Mensch ist ein deutsches Future-Pop/Techno-Projekt aus Varel.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gegründet wurde Massiv in Mensch bereits 1993 von Daniel Logemann und Mirco Osterthun, damals noch unter einem anderen Projektnamen. Noch zu Zeiten der im Eigenvertrieb erschienenen DJ Promo förderte der ehemalige Radio ffn-Moderator Ecki Stieg die Band. Das Debüt Belastendes Material (2000) erschien bei Wire Productions, die Nachfolgealben alle beim kanadischen Label Artoffact Records, welche wiederum mit dem Deutschen Label Endless Records und dem Vertrieb Alive kooperierten. Alle Alben von Massiv in Mensch konnten sich in den Bullets der Deutschen Alternative Charts platzieren. Menschdefekt stieg zudem im Januar 2005 auf Platz 16 in den Französischen Alternative Charts ein. Mit Offensivschock und Vokuhila gelangen der Gruppe Szenehits. Das 2006 erschienene Album Clubber Lang war ihr bislang größter nationaler Erfolg (vier Wochen in den Deutschen Alternative Charts mit der Höchstplatzierung auf Rang 6).

Die Band wird mittlerweile durch Sara Peel, Marwin Voß, Tomas Appelhoff, Jonathan Millat und Muck Kemmereit komplettiert.

Massiv in Mensch bei einem Liveauftritt in Aurich, 2008

Die Texte von Massiv in Mensch sind oftmals in deutscher Sprache gehalten. Zudem erkennt man häufig einen selbstironischen, humorvollen Hang und eine Liebe zur Heimatstadt Varel. So heißt es im von Ecki Stieg gesprochenen In Mensch: „Massiv in Mensch aus Varel, was immer das sein mag“. Die Band ist vor allen Dingen in Nordamerika sehr beliebt und kann dort hohe Verkaufszahlen aufweisen.

Nach zunächst eher regionaler Livepräsenz war die Band bereits drei Mal auf dem Wave-Gotik-Treffen in Leipzig (2000, 2005, 2012) und im Jahr 2000 auf dem Eurorock-Festival in Belgien vertreten. Hier spielte die Band u.a. zusammen mit namhaften Künstlern wie Marc Almond, Alphaville, Oomph! oder Apoptygma Berzerk. Ein Liveauftritt ganz besonderer Art fand am 6. November 2011 statt. Im Rahmen der Veranstaltung "Kunst hinter Gittern" spielten Massiv in Mensch in der Justizvollzugsanstalt Oldenburg.

Zahlreiche Remixe für Bands der Elektronikszene sind ein weiteres Markenzeichen von Massiv in Mensch. Die Liste umfasst u.a. Welle:Erdball, Lord of the Lost, T.O.Y., Psyche, Kontrast oder das Deine Lakaien-Nebenprojekt Helium Vola. Auch Kooperationen mit anderen Bands und Künstlern sind bei Massiv in Mensch oft anzutreffen. So war Sängerin Anna-Maria Straatmann im Jahr 2006 Gastsängerin für Heimatærde auf deren Maxi Unter der Linden. Sven Enzelmann (ehemals Philtron) lieh seine Stimme für die U2-Coverversion des Titels Sunday, Bloody Sunday. 2008 erschien der Titel Supermassive Gravity in Zusammenarbeit mit der österreichischen Band mind.in.a.box als Download-Single und auf der Compilation Advanced Electronics Vol. 6. In der Kalenderwoche 02/2009 erreichte die Single in den DAC ihre Höchstplatzierung (11). Das Album Meanwhile back in the Jungle erschien am 18. November 2008. 2009 wurde das Remixalbum Hands on Massiv – The Remixes veröffentlicht.

Am 7. Dezember 2010 wurde "Niemand weiß, was die Zukunft bringt", ein Zitat aus dem Techno-Song "Die Kybernauten" von 1990, durch Artoffact und Advoxya Records veröffentlicht. Auf diesem Album hört man unter anderem die Stimme des Schauspielers und Synchronsprechers Reiner Schöne. 2012 erreichte die Coverversion des Gershon Kingsley-Klassikers "Pop Corn" Platz 7 in den DAC. Die Single konnte sich acht Wochen lang sowohl in den DAC als auch in den GEWC halten.

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Band Menschdefekt benannte sich nach dem gleichnamigen Album von "Massiv in Mensch".

Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Daniel Logemann – Gesang, Programming, Sampling, Keyboard
  • Sara Peel - Gesang
  • Jonathan Millat - Gitarre
  • Marwin Voß – Bass
  • Tomas Appelhoff – Gesang, Keyboards
  • Muck Kemmereit - Schlagzeug

Ehemalige Mitglieder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Anna-Maria Straatmann - Gesang (2004–2013)
  • Sarah Folkens - Gesang (1998–2003)
  • Dirk Brunken - DJ, Visualisation (2007–2012)
  • Holger Schuhmann - Gitarre (1999–2000)
  • Sebastian Schollenberger - Keyboards (2004–2007)
  • Mirco Osterthun - Co-Programming (1993–2013)

Diskografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Alben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1999 – DJ Promo (Eigenvertrieb, vergriffen)
  • 2000 – Belastendes Material (Wire Productions, Triton)
  • 2001 – Belastendes Material (Artoffact Records, Re-Release für USA/Kanada)
  • 2002 – Die Rein (Artoffact Records)
  • 2004 – Menschdefekt (Artoffact Records, 2005 Endless Records/Alive)
  • 2006 – Clubber Lang (Artoffact Records, Endless Records, Alive)
  • 2008 – Meanwhile back in the Jungle (Artoffact Records, Caustic Records)
  • 2009 – Hands on Massiv – The Remixes (Artoffact Records, Advoxya Records)
  • 2010 – Niemand weiß, was die Zukunft bringt (Artoffact Records, Advoxya Records)
  • 2011 – Hands on Massiv – The Remixes Vol. II (Artoffact Records, Advoxya Records)
  • 2013 - The Cortex Zero Effect (Advoxya Records)
  • 2013 - Hands on Massiv - The Remixes Vol. III (Advoxya Records)

EPs[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2002 – Uturn – an Exploration in Trance (Artoffact Records)
  • 2016 – From Hamburg With Love (Exclusive Release for Resistanz Festival)

Singles (nur Download)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2006 – Dark Rave (Artoffact Records)
  • 2006 – Klang der Unsterblichkeit (Artoffact Records)
  • 2008 – Supermassive Gravity (featuring mind.in.a.box) (Artoffact Records)
  • 2012 – Pop Corn/Tanzmusik (Artoffact Records)
  • 2013 – The Way to Oblivion (Artoffact Records)

Vinyl Releases[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013 – Dark Rave 2013 (Advoxya Records)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]