Reiner Schöne

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Reiner Schöne (2010)

Reiner Schöne (* 19. Januar 1942 in Fritzlar, Hessen) ist ein deutscher Schauspieler, Synchronsprecher, Sänger, Songwriter und Autor.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiner Schöne wuchs in Weimar auf und war als Schauspieler und Liedermacher in der DDR bereits erfolgreich, als er 1968 nach einem Konzert in West-Berlin in die Bundesrepublik Deutschland flüchtete.

Hier begann er seine Karriere zunächst als Musicalstar „Berger“ in Hair, als Liedermacher und Sänger (mit der Reiner-Schöne-Band) und weiter in dem Musical Jesus Christ Superstar (1972). 1970 nahm Schöne an der deutschen Vorentscheidung zum Grand Prix Eurovision de la Chanson teil und belegte mit Allein unter Millionen – Musik und Text von Günter Sonneborn – einen geteilten zweiten Platz. Trotz dieses Erfolges erschien dieser Titel nie auf Platte. Sein größter Hit wurde die Single Werd ich noch jung sein, wenn ich älter bin, deren Text von Konstantin Wecker stammt.

Als Schauspieler drehte Reiner Schöne mit Hollywoodgrößen wie Lee Van Cleef (Sabata kehrt zurück), Clint Eastwood (Im Auftrag des Drachen) oder Kris Kristofferson (Amerika). 1985 siedelte er in die Vereinigten Staaten über, wo er sich auf einer Ranch in der Nähe von Los Angeles niederließ. In Deutschland war er 1976 in der erfolgreichen HR-Produktion Der Winter, der ein Sommer war zu sehen und stand 1990 für die Show Fort Boyard, für Sat.1 vor der Kamera, wo er dem Publikum durch seine unnachahmliche Moderation in Erinnerung blieb. In Hollywood wirkte er in zahlreichen bekannten Fernsehserien mit, darunter Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert, MacGyver, Matlock, Mord ist ihr Hobby, Babylon 5 und JAG – Im Auftrag der Ehre.

Hans Peter Hallwachs, Sylvia Leifheit und Reiner Schöne (v.l.n.r.) auf der Berlinale 2008

Im Jahr 2002 kehrte Schöne nach fast zwanzig Jahren in den USA nach Deutschland zurück und setzte hier seine Karriere fort. Einer seiner letzten Hollywood-Filme war Crash Dive mit Michael Dudikoff. Durch die Mitwirkung in Kinofilmen wie Null Uhr 12, Otto – Der Katastrofenfilm, (T)Raumschiff Surprise – Periode 1 sowie in Fernsehfilmen wie Die Todesgrippe von Köln (Sat.1) und Fast perfekt verlobt (ProSieben) wurde er schnell wieder präsent. Deutsche Serien, in denen Schöne mitwirkte, sind unter anderem Großstadtrevier, Edel & Starck und das Das Traumschiff, dazu kommen mehrere Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen. Als „Henry von Humboldt“ war Schöne in der KiKA-Reihe Mystery Challenge zu sehen.

Auch als Synchronsprecher ist Reiner Schöne beliebt, so lieh er z. B. Willem Dafoe in mehreren Filmen seine Stimme, war für Mickey Rourke in Sin City zu hören oder sprach für Ralf Möller in Gladiator. Darüber hinaus synchronisierte er „Darth Vader“ in Star Wars: Episode III – Die Rache der Sith, „Captain Teague“ in Pirates of the Caribbean – Am Ende der Welt, Eddie Temple in Layer Cake, James Earl Jones in Two and a Half Men und The Big Bang Theory, sowie „Optimus Prime“ in der deutschen Version der Transformers-Reihe. Für den Film Australia war er als die Stimme von Bryan Brown aktiv. Im Kinofilm Die Schlümpfe sprach er die Rolle des „Papa Schlumpf“. In Iron Man 2 synchronisierte er erneut Mickey Rourke in seiner Rolle als Ivan Vanko. Sam Elliott lieh er seine Stimme in Hulk, Der Goldene Kompass und Ghost Rider.

2008 bis 2014 war er als Sprecher bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg zu hören. Bereits 1996 war er bei diesen als „Old Death“ in Winnetou und der Scout sowie 2002 als „Old Firehand“ in Im Tal des Todes zu erleben.

Privatleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Reiner Schöne war zu Anfang der 1980er Jahre einige Jahre verheiratet mit der Schauspielerin Alexandra „Sascha“ Bogojevic. 1996 lernte er in den USA die Bluessängerin Francesca Capasso kennen, heiratete sie und lebte mit ihr auf einer kleinen Ranch nahe Los Angeles. Er pendelte jedoch noch oft zwischen den USA und Deutschland. Im Jahr 2002 zerrüttete die Ehe. Als auch noch sein Hund spurlos verschwand und eine Person, die das Anwesen bewachen sollte, in seinem Schlafzimmer Selbstmord verübte, verließ Schöne im selben Jahr die USA und kehrte nach Deutschland zurück.

Bei den Proben zu dem Theaterstück Jedermann lernte er (bereits zur Zeit seiner Ehe mit Francesca Capasso) die Maskenbildnern und heutige Partnerin Anja Drendel (* 1980) kennen. Mit ihr hat er sein erstes Kind, eine Tochter (* 2006).[1] Im Juli 2010 heiratete das Paar. Heute leben die drei in Berlin.[2]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Schauspieler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

als Synchronsprecher[3][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Diskographie (Auswahl)

  • Reiner Schöne: Blues Faces – LP (Decca Royal Sound, Hamburg) 1970
  • Reiner Schöne: Werd' ich noch jung sein, wenn ich älter bin? – LP (Deutsche Grammophon, Hamburg) 1976
  • Reiner Schöne Band: Automatenklacker – LP (EMI-Electrola, Köln) 1979
  • Reiner Schöne Band: Schöne Music – LP (Racket) 1981
  • Reiner Schöne Band: Schöne Bescherung – Live LP (Lava, Hannover) 1982
  • Reiner Schöne Band: Gnadenlos verliebt – CD (Koch International, München) 1995
  • Reiner Schöne & die Kowboys: Schönes Chaos: Songs & Stories – CD (Pendragon, Bielefeld, ISBN 3-86532-013-9) 2005
  • Reiner Schöne Band: Mitten ins Herz – CD (Hypertension Music) 2012

Buch

  • Reiner Schöne: Let the sunshine in: Erinnerungen und Stories. Pendragon, Bielefeld 2004, ISBN 3-934872-71-9.
  • Reiner Schöne: Werd ich noch jung sein, wenn ich älter bin (ISBN 978-3-9814740-2-2) 2012

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hörspiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Reiner Schöne – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.presseportal.de/pm/43455/1045354/-ich-fall-auch-mal-auf-die-nase-schauspieler-reiner-schoene-tele-5-sabata-kehrt-zurueck-dienstag-11
  2. http://www.morgenpost.de/printarchiv/leute/article1319290/Buchpraesentation-Sebastian-Fitzek-wird-im-Delphi-Kino-wie-ein-Popstar-gefeiert.html
  3. Deutsche Synchronkartei. In: www.synchronkartei.de. Abgerufen am 25. Juli 2016.
  4. 1LIVE Krimi zum Download - 1LIVE. In: www.einslive.de. Abgerufen am 2. Dezember 2015.